{"id":3127,"date":"2013-02-19T10:06:24","date_gmt":"2013-02-19T09:06:24","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=3127"},"modified":"2013-02-19T10:09:37","modified_gmt":"2013-02-19T09:09:37","slug":"3127","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=3127","title":{"rendered":"Baburin r\u00fcckt n\u00e4her"},"content":{"rendered":"<p><em>Azina steht, in einfacher Arbeitskleidung auf dem Feld und h\u00e4lt gegen die aufgehende Sonne blinzelnd inne, um Mezzek dabei zu beobachten, wie er das Vieh auf die Weide treibt. Mit einem Stock bewaffnet ruft er den Tieren zu, wohin sie sollen. Bakkus springt ihm hilfreich zur Seite und kl\u00e4fft verspielt die Rinder an.<\/em><\/p>\n<p>Was sollten wir nur ohne dich machen. Gut machst du deine Arbeit. Wenig Lohn forderst du daf\u00fcr. Es ist erst ein paar Tage her, seid du auf unserer Schwelle standst und Arbeit erbatest. Meinen Ruhm hast du gepriesen. Meinem Gro\u00dfmut gehuldigt. Drei Tage habe ich dich auf unserer T\u00fcrschwelle warten lassen. Drei Tage bei Wind und Wetter. Unerbittlich harrest du aus. Das hat mich imponiert. So habe ich dich willkommen gehei\u00dfen und dich aufgenommen; mit der Bedingung, hart zu arbeiten. Du lernst schnell und bist flei\u00dfig. Dir steht eine gute Zukunft bevor.<\/p>\n<p>Wo nur Muhalla bleibt? Es ist gut, dass er noch nicht eingetroffen ist. Viel ist noch zu erledigen. Auch kann es hei\u00dfen, dass er sich bereits auf einem Abenteuer befindet und lernt was Freiheit ist. Die Hochzeit wurde bereits verschoben, bis er eintrifft und einige Formalit\u00e4ten erledigt sind. Wie er wohl sein mag?<\/p>\n<p><em>Still widmet sich die Firunsgl\u00e4ubige wieder der Feldarbeit.<\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>\u201eHuch!!!\u201c Keuchend erwacht sie aus ihrem Traum, nein ihrer Vision. Suchend schaut sie sich um. Die sonst eher fl\u00fcchtigen Gedanken Traumbilder haben sich in ihr Ged\u00e4chtnis eingebrannt. Traumwandlerisch steht sie auf und schaut entsetzt in den verzierten Spiegel. Ihre Augen sind blutunterlaufen. Sie zuckt vor Schreck zusammen. Erst jetzt bemerkt sie den gewaltigen Sturm der drau\u00dfen tobt. Es donnert und kracht ohrenbet\u00e4ubend. Ihr Trommelfell droht auf einmal zu zerbersten. Es scheint, als statte die Donnernde h\u00f6chst pers\u00f6nlich Aranien \u2013 nein IHR \u2013 einen Besuch ab.<\/p>\n<p><em>Erinnere dich!<\/em><\/p>\n<p>\u201eWas?&#8220; Suchend schaut sie sich um.<\/p>\n<p><em>Erinnere dich!<\/em><\/p>\n<p>\u201e\u2026 ja, ich, ich erinnere mich! Ein Gef\u00e4\u00df und eine Blume in der Hand des \u00dcberbringers. Rondra, was m\u00f6chtest du mir sagen?\u201c<\/p>\n<p>Es donnert. Ein Blitz schl\u00e4gt direkt vor ihrem Fenster ein.<\/p>\n<p><em>W\u00fcrdig!<\/em><\/p>\n<p>\u201eIch verstehe! Ja, ich werde es tun!\u201c schreit sie gegen den Sturm an.<\/p>\n<p>Wieder donnert es gewaltig, bevor der Sturm langsam verebbt und in str\u00f6menden Regen \u00fcbergeht.<\/p>\n<p>Die T\u00fcr zu ihrem Gemach wird aufgesto\u00dfen. \u201eHerrin \u2013 verzeiht \u2013 ihr habt gebr\u00fcllt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs geht mir gut. Bitte geh wieder zu Bett. Morgen wird ein anstrengender Tag.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJawohl, Herrin.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>\u201e<em>Endlich sind wir vereint Liebster. Bitte lass mich bei dir bleiben?<\/em>\u201c Mit freucht schimmernden Augen schaut Radajana zu ihrem Muhalla auf. In ihrem Blick immer noch das hoffnungsvolle Flehen.<\/p>\n<p>\u201e<em>Ach Rada. Was machen wir denn nur? \u2026 Bis Baburin sind ja noch ein paar Tage, vielleicht f\u00e4llt uns noch etwas ein. Oder vielleicht haben diese Gl\u00fccksritter eine Idee, was man machen k\u00f6nnte. Offensichtlich wollen auch sie nicht, dass diese Hochzeit stattfindet. Wenn meine Mutter nur nicht so stur w\u00e4re, dann k\u00f6nnte ich sie vielleicht \u00fcberzeugen.<\/em>\u201c Fest schlie\u00dft er die Arme um seine Scharlatanin.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>\u201e<em>Ich frage mich noch immer, warum ihr das getan habt?<\/em>\u201c schimpft Sefira. Sie l\u00e4uft vor Feruja mit fuchtelnden Armen auf und ab. \u201e<em>Ihr wisst genau, was sie mir einst angetan hat!<\/em>\u201c \u201eUnd was sie mir in Fasar abverlangt hat\u201c denkt sie im Stillen noch hinzu.<\/p>\n<p>\u201e<em>M\u00e4\u00dfigt euch!<\/em>\u201c wirft Feruja ihrer Adoptivtochter entgegen. \u201e<em>Es ist eine Schande wie ihr euch auff\u00fchrt! Wie ich die Familie f\u00fchre, ist meine Sache! Vergesst nicht, wem ihr alles zu verdanken habt. Setzt euch und trinkt euren Tee!<\/em>\u201c<\/p>\n<p>M\u00fchsam beherrscht setzt sich die aufgebrachte Sefira auf einen weichen Schemel und nippt an ihrem Tee.<\/p>\n<p><em>Wie kann sie es wagen? Wie kann sie nur? Was hat sie vor?<\/em><\/p>\n<p>Wissend l\u00e4chelt die ehrw\u00fcrdige Frau in sich hinein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Azina steht, in einfacher Arbeitskleidung auf dem Feld und h\u00e4lt gegen die aufgehende Sonne blinzelnd inne, um Mezzek dabei zu beobachten, wie er das Vieh auf die Weide treibt. Mit einem Stock bewaffnet ruft er den Tieren zu, wohin sie sollen. Bakkus springt ihm hilfreich zur Seite und kl\u00e4fft verspielt die Rinder an. 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