{"id":2996,"date":"2012-12-30T14:44:54","date_gmt":"2012-12-30T13:44:54","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=2996"},"modified":"2013-12-28T15:16:30","modified_gmt":"2013-12-28T14:16:30","slug":"depesche-des-bermhoin-g-r-ui-niamad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=2996","title":{"rendered":"Depesche des Bermhoin G. R. Ui Niamad"},"content":{"rendered":"<p>An: Professor Markandre ter Steegan, Zw\u00f6lfg\u00f6ttliche und Kaiserlich-Bosparanische Hohe Schule der Wissenschaften und Lehren der zw\u00f6lfg\u00f6ttlichen Lande, Firun-Schule, Fakult\u00e4t der Zoologie, Institut der Seltsamen und Ungeheuerlichen, Methumis<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Professor ter Steegan,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>im Folgenden m\u00f6chte ich ihnen von einer Begebenheit schreiben, die gar abenteuerlich klingt. Seid gewiss, das war sie auch, jedoch auch vollkommen wahr.<\/p>\n<p>Es ergab sich, dass ich als Teil einer Gruppe durch den Thuranaforst in Andergast reiste. Hierbei trafen wir auf einen Waldschrat &#8211; im folgenden Borkenholm genannt. Wenn ich mich nicht t\u00e4usche sind diese der Wissenschaft gut bekannt, sodass ich mich nicht weiter hierzu \u00e4u\u00dfere, au\u00dfer zu dem Fakt, dass Borkenholm mehrere &#8222;Freundschaften&#8220; zu pflegen schien. Einmal zu weiteren Waldschraten, andererseits, und an diesem Punkt beginnen meine eigentlichen Ausf\u00fchrungen, zu einer Quellennymphe.<\/p>\n<p>Diese schien Hilfe zu ben\u00f6tigen, zumindest forderte Borkenholm unsere Hilfe als Preis f\u00fcr die Durchquerung seines Waldes. Unter seiner F\u00fchrung erreichten wir einen Weiler, der von einem Wasserfall gespeist wurde. In diesem schwamm die erw\u00e4hnte Nymphe, welche von Borkenholm &#8222;Aquarella&#8220; genannt wurde. Sie schien ver\u00e4ngstigt, zumindest erreichte mich und meine Begleiter jeweils eine starke Welle dieses Gef\u00fchls. Wie es sich f\u00fcr einen Forscher geziemt n\u00e4herte ich mich dem Wasser. Da ich wusste, dass Feen nicht der Sprache m\u00e4chtig sind, versuchte ich \u00fcber Gedanken mit ihr zu kommunizieren. Ein Versuch der leider nur m\u00e4\u00dfig klappte. An dieser Stelle wechselte ich zum Beobachter. Eine Dame aus meiner Begleitgruppe, Mara mit Namen, versuchte nun ebenfalls Kontakt zur Nymphe aufzunehmen. Sie hatte deutlich mehr Erfolg dabei. Sp\u00e4ter erkl\u00e4rte sie mir, dass sie sich der Bildsprache bediente. Wollte sie die Nymphe beruhigen dachte die an einen T\u00fcmpel mit spiegelglatter Oberfl\u00e4che etc.<\/p>\n<p>Das erstaunliche dabei ist, dass die Nymphe nicht ebenso &#8222;antwortete&#8220;, sondern wiederholt \u00fcber Gef\u00fchlswellen&#8230; Sie lie\u00df uns ihre Gef\u00fchle wahrnehmen. Ein etwas verwirrender Vorgang, wenn man nebenbei gegen wildgewordene Mindergeister k\u00e4mpfen muss, doch das ist eine andere Geschichte. Als wir schlie\u00dflich ihren Weier von dem Mindergeist befreit haben bedankte sie sich, zu erst mit einem Wangenkuss f\u00fcr Mara, danach durch einen bezaubernden Gesang in einer fremden mir nicht gel\u00e4ufigen Sprache, der uns alle erstarren lie\u00df.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang kam sie etwas aus dem Wasser heraus, so dass ihre Erscheinung sichtbar wurde. Sie war weiblicher Natur, hatte jedoch schuppige Haut, seetanggr\u00fcnes Haar, und Flossenh\u00e4nde. Beine konnte ich leider keine erkennen, jedoch auch keine Schwanzflosse, sodass ich in dieser Frage nicht weiterhelfen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das erstaunlichste folgte jedoch noch: In meiner Gruppe befindet sich ein Magier. Die Nymphe bot an den Mindergeist, den wir gefangen hatten in den Stab zu binden. Den Vorgang konnten wir nicht verfolgen, jedoch die Folgen sehen. Der Mindergeist war ein Wasserwesen und so illuminierte der Stab blau w\u00e4hrend des Verschmelzung, in der Folge gl\u00e4nzte er dauerhaft feucht, ohne es zu sein. Statt der &#8222;ewigen Flamme&#8220; konnte der Stab nun w\u00e4ssrige Tentakel hervorbringen, deren Nutzen uns bis jetzt unbekannt blieb. Bedauerlicher Weise war dieser Effekt am n\u00e4chsten Tag verschwunden. Die Frage, ob dies normal ist, vom Kampf herr\u00fchrte oder vom Magiegebrauch konnte nicht gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An diesem Punkt enden meine Ausf\u00fchrungen. Ich hoffe ihnen in ihren Forschungen weitergeholfen haben und erbitte ein pers\u00f6nliches Treffen sobald ich wieder einmal an der Hohen Schule weile. Eine etwaige Antwort senden sie bitte an den K\u00f6niglichen Palast zu Havena.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ihr ergebener Bermhoin Guileagh Rwadh Ui Niamad, Absolvent der Tsa-Schule zur Universit\u00e4t zu Methumis, Edler des Albernischen K\u00f6nigshofes<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An: Professor Markandre ter Steegan, Zw\u00f6lfg\u00f6ttliche und Kaiserlich-Bosparanische Hohe Schule der Wissenschaften und Lehren der zw\u00f6lfg\u00f6ttlichen Lande, Firun-Schule, Fakult\u00e4t der Zoologie, Institut der Seltsamen und Ungeheuerlichen, Methumis &nbsp; &nbsp; Sehr geehrter Herr Professor ter Steegan, &nbsp; im Folgenden m\u00f6chte ich ihnen von einer Begebenheit schreiben, die gar abenteuerlich klingt. 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