{"id":2193,"date":"2012-09-10T20:52:20","date_gmt":"2012-09-10T18:52:20","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=2193"},"modified":"2012-09-14T16:36:34","modified_gmt":"2012-09-14T14:36:34","slug":"eine-nacht-in-punin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=2193","title":{"rendered":"Eine Nacht in Punin"},"content":{"rendered":"<p>Dank der Limbustunnel, welche einige bedeutende Akademien mit einander, selbst, \u00fcber gro\u00dfe Distanzen verbanden erreichten wir die Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis rasch. Eben waren wir noch in den tiefen Gew\u00f6lben des Dracheneis zu Yash-Hualay und schritten dort durch eines dieser arkanen Meisterwerke, so passierten wir im n\u00e4chsten Moment das Gegenst\u00fcck auf der anderen Seite, hach h\u00e4tte ich nur die Zeit f\u00fcr eine ausf\u00fcrhliche arkane Visitation, naja ich muss nur Geduld bewahren, es wird sich schon die notwendige Zeit finden, irgendwann.<\/p>\n<p>Da Kalman und ich nicht das erste mal hier waren, fiel es uns leicht uns in diesen Hallen zu orientieren, wir suchten das Gemach von Magister Biscarat Manzanares auf, in der Hoffnung das jener erstens noch in der Akademie sei und nicht auf seinem Landsitz au\u00dferhalb Punins und zweitens noch wach sei. Dabei begegeneten wir einigen anderen Magistern und G\u00e4sten der Akademie, welche sich unter anderem im Park der Akademie ihren disputationen zu sp\u00e4ter Stunde hingaben, in das richtige Licht wurden diese Gespr\u00e4che dank diverser Apparaturen und magischer Konstruktionen, sowie Tinkturen getaucht, welche angenehmes Leuchten verbreitete. \u00dcber alledem ragte der Elfenbeinturm der Akademie auf, dessen Spitze wie jede Nacht von Farmerlors Feuer umragt wurde. Wie viel ich hier doch h\u00e4tte erreichen k\u00f6nnen, oft kehren meine Gedanken an diese St\u00e4tte zur\u00fcck. Im Garten trafen wir auch auf Donatus C. Contador, einen weiteren Collegus, welcher aus dem gleichen Jahrgang wie Kalman stammt, wie redeten kurz miteinander, allzu viel Zeit konnte er nicht er\u00fcbrigen, er war in seinen Gedanken schon bei seinem Experiment, er wollte ein paar Elementarwesen katalogisieren, und zwar interessierte ihn schon seit l\u00e4ngerem wie ein Mischwesen aus Elementen durch die g\u00e4ngigen Formeln, ungezielt, gezielt herbeigerufen wird, also wie viel Energie Notwendig ist und welche Umgebungsbedingungen herrschen m\u00fcssen, gerne h\u00e4tte ich mich l\u00e4nger mit ihm unterhalten, wir verblieben dabei, das ich ihm meine bisherigen Erkenntnisse zukommen lassen werde. Ulfried von Rotwasser h\u00e4tte ich ebenfalls gerne besucht, um zu erfahren wie es ihm in den letzten Monden gelang sich hier einzuleben, aber da die Nachtruhe f\u00fcr seinen Jahrgang schon vor einigen Stunden begann, lie\u00df ich dies doch eher sein, zumindest wird er in den n\u00e4chsten Tagen wohl das erste Kapitel von die <em>Theorie der Wahrnehmung und Beobachtung<\/em>, samt einiger Erg\u00e4nzungen und das ein oder andere Schriftst\u00fcck von mir vorfinden.<\/p>\n<p>Wir fanden Magister Manzanares in seinen R\u00e4umlichkeiten in der Akademie vor, er war \u00fcber einigen Schriftst\u00fccke gebeugt und in der Literatur eines alten Aureliani Textes vertieft, leider gelang es mir nicht, aus dieser Distanz, heraus zu lesen um welches Schriftst\u00fcck es sich handelte. Biscarat war knapp 50 G\u00f6tterl\u00e4ufe alt, absolvierte sein Studium an der Academia Arcomagica mit passabler Bewertung und reiste die n\u00e4chsten G\u00f6tterl\u00e4ufe durch Aventurien, getrieben von der Idee einer Satinavschen Pr\u00e4destination, welche er bislang nicht belegen und auch nicht widerlegen konnte, getrieben wurde er dazu, vermutlich, durch seine Gabe der Prophezeiung, meines Wissens gelang es ihm bislang noch nicht das Problem der Prophezeiungen am 50. Tor, welcher sich auch Niobara von Anchopal beugen musste, zu l\u00f6sen. In der Zwischenzeit hatte er seine Studien ausgeweitet und versuchte es durch weitere Hilfsmittel genauere und weitere Blicke in den Strom der Zeit zu werfen. Somit war zu vermuten das der Text, welcher vor ihm auf seinem Arbeitstisch lag, ebenfalls wieder mit diesem Thema zutun hatte. Nachdem wir einige Momente warten mussten, offensichtlich handelte es sich um einen h\u00f6chst interessanten Text, blickte er zu uns auf.<\/p>\n<p>&#8222;<em>Ich habe euch erwartet,&#8220; <\/em>war seine Begr\u00fc\u00dfung, \u00fcber die G\u00f6tterl\u00e4ufe habe ich mir abgew\u00f6hnt, mich zu fragen ob das f\u00fcr ihn nur eine antrainierte Routine war, oder ob er tats\u00e4chlich etwas gesehen hat,&#8220; <em>es freut mich euch beide mal wieder zusehen, Collegus Kalman wie gehen eure Studien in Khunchom vorran?&#8220; <\/em>Kalman antwortete ihm,&#8220; <em>Collegus Manzanares, sie verlaufen mit Zufriedenheit, wobei es mich doch mit Wehmut erf\u00fcllte, zusehen das die Bibliothek der Akademie des Dracheneis vor einiger Zeit in starker Mitleidenschaft gezogen wurde, und insofern eher wenige Informationen zu meinem favorisierten Themengebiet dort zu finden sind. Collegus Nehazet hier hat euch einige wichtige und interessante Dinge zu erz\u00e4hlen,&#8220; <\/em>dabei verwies er auf mich,&#8220; <em>ich werde in k\u00fcrze in den Traviabund eintreten, und es w\u00e4re mir eine freude euch bei dieser Feierlichkeit als Gast der Familie begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen.&#8220;<\/em>Bevor ich weiteres sagen konnte, wurde ich von Magister Manazanares unterbrochen,&#8220; <em>ein Traviabund, das kommt \u00fcberraschend, ich werde mitfreuden der Zeremonie beiwohnen, wann habt ihr den vor diesen Bund zu kn\u00fcpfen?&#8220; &#8222;Ihr kennt Tulachim, er hielt es f\u00fcr eine gute Idee, die Feierlichkeiten so schnell wie m\u00f6glich zu absolvieren, je nach Stand der Sterne,&#8220; <\/em>dabei blickte ich aus seinem Fenster auf den Sternenhimmel,&#8220; <em>w\u00fcrde ich sagen heute.&#8220; &#8222;Heute, was hat sich Tulachim nur dabei gedacht, obwohl ich eine gewisse Idee habe was dahinter steckt, nun ich hatte sowieso vor demn\u00e4chst wieder Khunchom aufzusuchen und dort ein paar Dinge zu erledigen, insofern freut es mich euch zu\u00a0 begleiten.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Nachdem wir uns noch eine Weile \u00fcber dieses Thema unterhielten, kammen wir wieder auf andere interessante Begebenheiten zusprechen,&#8220; <em>und wie gesagt, es scheint sich um eine Streckung der t-Varianz zu handeln, ganz deutlich eine Anomalie, \u00fcber den Faktor 14400, leider gelang es uns nicht, eine entsprechende Anomalie nachzuweisen, aber wenn diese in der Reise auftrat, dann k\u00f6nnte, jene im prinzip \u00fcberall sein, der Limbus hat immerhin eine nicht zu untersch\u00e4tzende Ausdehnung.&#8220; &#8222;Ihr habt recht das ist fasznierend, so ein Ph\u00e4nomen geh\u00f6rt auch untersucht, ich werde mit euch sp\u00e4ter noch einen Blick darauf werfen, wobei ich mir keine allzu gro\u00dfen Hoffnungen mache etwas zu finden. Interessanter finde ich, dass euch damit nun 14 Tage und 12 Stunden fehlen, wenn ich nicht ganz irre?&#8220; <\/em>Kalman blickte verwirrt zwischen uns her,&#8220; <em>14 Tage? die 12 Stunden kann ich nachvollziehen, aber die 14 Tage?&#8220; <\/em>Ich setzte zu einer Erkl\u00e4rung an,&#8220; <em>vor einiger Zeit suchte ich eine Bibliothek im Limbus auf,&#8220; <\/em>das schien seine verwirrtheit nicht gerade abzubauen,&#8220; <em>und bei dem Versuch jene zu verlassen, wobei wir nicht den gleichen Weg nehmen konnten, da jener durch einen Golem versperrt wurde, begaben wir uns durch eine Feenwelt wieder nach Dere, offensichtlich verloren wir dabei ein paar Tage.&#8220; &#8222;Nehazet,&#8220; <\/em>dabei sch\u00fcttelte er seinen Kopf,&#8220; <em>Nehazet was macht ihr nur immerwieder.&#8220; <\/em><\/p>\n<p><em><\/em>Wir unterhielten uns noch \u00fcber einige andere Dinge, es war eine angenehme Runde, dazwischen setze ich einen Brief an Convocata Prima und Spectabilitas Pryschia von Garlischgr\u00f6tz auf, indem ich Sie bat f\u00fcr mich ein gutes Wort in Bezug auf mein Szepter bei den Dienern Hesindes in Khunchom einzulegen, Magister Manzanares wollte sich gleich nach seiner R\u00fcckkehr, darum und um die Schriftst\u00fccke f\u00fcr Ulfried von Rotwasser k\u00fcmmern, wie sich dieser eingelebt hatte, konnte er mir jedoch nicht sagen, da er bislang noch keinen Kontakt zu diesen gehabt hatte.<\/p>\n<p>Da die Nacht noch jung war, beschlossen wir in der Bibliothek eine kleine Recherche bez\u00fcglich dokumentierter Limbusanomalien durchzuf\u00fchren. Wir fanden zwar einiges, leider nichts, was mit meinem fall vergleichbar w\u00e4re, es gab Leute die es schafften ihre Kleidung anstelle von sich zu teleportieren, es gab Personen die im Limbus festsa\u00dfen, es gab sogar sporadische Berichte von einem transfer von limbischen \u00c4ther beim Austritt, aber nichts was f\u00fcr eine so massive Streckung des t-faktors sprach. Im Laufe der Gespr\u00e4che mit Magister Manzanares erfuhr ich das weder Hesinja K. Notjes, noch sein Sohn Zafir Manzanares in der Akademie verweilten, beide brachen wohl in Richtung der Halle des Quecksilbers zu Festum auf. Auch mein alter Rivale, Praiowin von Drakkenberg, verweilte nicht mehr hier, es hatte ihn in irgendeine hinterw\u00e4ldlerische Ortschaft getrieben, irgendetwas mit einem Werkzeug, sagte Magister Manzanares noch, aber er hatte es sich nicht gemerkt.<\/p>\n<p>Lange bevor die ersten Strahlen der Praiosscheibe ihren Weg ins Pentagrammaton fanden, brachen wir unsere Studien ab und begaben uns per Dunkler Pforte zur\u00fcck nach Khunchom. In den n\u00e4chsten Wochen werde ich wohl das ein oder andere Mal einen Abstecher nach Punin unternehmen, schon alleine wegen dem Schreiben um das ich Convocata Prima und Spectabilitas Pryschia von Garlischgr\u00f6tz bat, werde ich die Academia Arcomagica wohl erneut aufsuchen. Bei der Gelegenheit werde ich wohl auf ein paar meiner Gegenst\u00e4nde wieder an mich nehmen, mit Khorestan habe ich ja nun einen Ort wo ich diese sicher verwahren kann. Noch im Dunkeln suchten wir erneut nach Spuren der Anomalie, am Dracheinplatz, doch wir fanden nichts, von dort aus begaben wir uns zur\u00fcck zum Anwesen von Tulachim. Wo wir noch eifrig weiterdisputierten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dank der Limbustunnel, welche einige bedeutende Akademien mit einander, selbst, \u00fcber gro\u00dfe Distanzen verbanden erreichten wir die Academia Arcomagica Scholaque Arcania Puniniensis rasch. 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