{"id":1791,"date":"2012-07-31T09:34:36","date_gmt":"2012-07-31T07:34:36","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1791"},"modified":"2013-02-26T18:08:26","modified_gmt":"2013-02-26T17:08:26","slug":"offiziere-auf-see","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1791","title":{"rendered":"Offiziere auf See"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Junker stemmte seine Arme auf die Reling der Zedrakke, welche den klangvollen Namen Al&#8217;Azila tr\u00e4gt. Er lie\u00df seinen Blick \u00fcber die weitere See streifen wo in der Ferne die Praiosscheibe begann aufzugehen. Einer der Matrosen erz\u00e4hlte ihm, dass man diesen Teil von Efferds Wogen das &#8222;Perlenmeer&#8220; nennt. Sieghelm vergewisserte sich, dasskein anderer um ihn herum war bevor er wieder dazu ansetzte mit seinem kleinen aber treuen Weggef\u00e4hrten zu sprechen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Das muss wohl deine erste Reise auf hoher See sein, Pagol.&#8220;<\/em> Der Junker sag zu seinem Dackel herab, der sich neben ihm an sein Bein kauerte. Sie waren bereits seit zwei Tagen unterwegs, und noch immer schien sich der Hund nicht an den wackelnden Untergrund gew\u00f6hnt zu haben. <em>&#8222;Mir liegt es auch nicht, als Darpate bevorzuge ich einen festen Stand, und den kann man hier wahrlich nicht bekommen.&#8220;<\/em> Pagol jaulte wieder leise und sah an seinem Herrchen herauf, Sieghelm entgegnete mit einem wissendem Nicken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zehn Momente sp\u00e4ter, kam es zu einem weiteren Dialog zwischen den beiden, doch diesmal waren die Ereignisse im Balash am Ongalo das Thema: <em>&#8222;Kannst du dich noch an den Kampf erinnern den ich mit diesem Wilden ausfechten musste? Wie haben die anderensie doch gleich genannt &#8230; achja &#8230; Ferkinas. Der Krieger den ich in einem ehrvollem und rondragef\u00e4lligen Zweikampf besiegt habe, war nicht \u00e4lter als dreizig G\u00f6tterl\u00e4ufe, und er galt als Veteran. Soweit ich das verstanden hatte, wollten die anderen Wilden das er stirbt, und zwar in einem Kampf damit er einen ehrvollen Tod bekommt anstatt an der Last des Alters zu sterben.&#8220;<\/em> Sieghelm machte eine Pause und sah wieder angestrengt in die Ferne des Ozeans. <em>&#8222;Es kommt, die Leuein m\u00f6ge mir verzeihen, unserem Glauben sehr nahe, findest du nicht?&#8220;<\/em> Pagol machte keine Regung und gab auch keinen Ton von sich. Sieghelm besah sich seinen treuen Weggef\u00e4hrten kurz an als w\u00fcrde er auf eine Reaktion warten um dann wieder auf die See zu schauen und dabei nachdenklich auf der Unterlippe zu kauen, welche durch die salzige Seeluft spr\u00f6de geworden war.<em> &#8222;Ein ehrvollen Tod in einem ehrvollem Zweikampf &#8211; ich sollte mal Fr\u00e4ulein Pedderson fragen ob diese Wilden vielleicht sogar eine Abwandlung von Rondra anbeten, oder ob es einfach nur Zufall ist.&#8220;<\/em> Sieghelm seufzte kurz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Wo wir schon bei dem Fr\u00e4ulein sind, was h\u00e4ltst du von ihr, Pagol? Sie scheint mir eine recht vertrauensw\u00fcrdige und zuverl\u00e4ssige Dame zu sein die wei\u00df was sie will. Wir haben &#8211; auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermuten mag &#8211; viele Gemeinsamkeiten, und damit meine ich nicht nur unsere gemeinsame mittell\u00e4ndische Herkunft die uns immer wieder mal \u00fcber die Sitten und Gebr\u00e4uche dieses Landes schmunzeln lassen.&#8220;<\/em> Sieghelm drehte sich von den Reling weg und kniete sich nun zu Pagol herunter um ihm sein kleines K\u00f6pfchen anzuheben um somit seine Aufmerksamkeit zu bekommen. <em>&#8222;Wir sind beide Zielstrebig, wir wollen beide diejenigen die sich nicht selbst helfen k\u00f6nnen unterst\u00fctzen, wir sind beide studierte Mittell\u00e4nder, wenn auch verschiedener Zweige.&#8220;<\/em> Pagol kniff die Augen zusammen und jaulte kurz mit zusammengebissenen Z\u00e4hnen. Sieghelm lie\u00df sein K\u00f6pfchen wieder los, so dass er sich wieder zusammenrollen konnte. <em>&#8222;Und au\u00dferdem sind wir beide Diener der G\u00f6tter &#8211; sie dient der Wissenden, ich der Streitenden. Ich denke, dass sie auf weiteren Reisen n\u00fctzlich sein kann, zumal sie sich auch noch gut mit Adeptus Nehazet versteht, ihre Fachgebiete scheinen sich gut zu erg\u00e4nzen &#8211; und wir beide wissen, dass M\u00e4nner und Frauen wie der Herr Adeptus und das Fr\u00e4ulein M\u00e4nner wie uns brauchen, um sie vor den Gefahren dieser Welt zu besch\u00fctzen.&#8220;<\/em> Sieghelm stand wieder auf um erneut auf die See blicken zu k\u00f6nnen, die Praiosscheibe war inzwischen fast komplett aufgegangen. <em>&#8222;Ich werde Sie einladen mich in Hammerschlag besuchen zu kommen wenn alldies hier vorbei ist, ich bin mir sicher, dass ihre F\u00e4higkeiten noch von Nutzen sein werden.&#8220;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Junker stemmte seine Arme auf die Reling der Zedrakke, welche den klangvollen Namen Al&#8217;Azila tr\u00e4gt. Er lie\u00df seinen Blick \u00fcber die weitere See streifen wo in der Ferne die Praiosscheibe begann aufzugehen. 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