{"id":171,"date":"2011-11-16T18:38:59","date_gmt":"2011-11-16T18:38:59","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=171"},"modified":"2011-11-16T18:39:48","modified_gmt":"2011-11-16T18:39:48","slug":"die-geschichten-des-reisenden-kunibaldt-buch-i-prolog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=171","title":{"rendered":"Die Geschichten des reisenden Kunibaldt &#8211; Buch I &#8211; Prolog"},"content":{"rendered":"<p>Seid gegr\u00fc\u00dft edler Leser,<\/p>\n<p>Ihr haltet nun die \u00a0Geschichte \u00fcber die Reise des fahrenden Kunibaldt in den H\u00e4nden. \u00a0Was Ihr davon zu erwarten habt, kann ich Euch an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht sagen, denn nur die G\u00f6tter m\u00f6gen wissen, was meinem Gef\u00e4hrten, einen edlen Ritter aus altehrw\u00fcrdiger Familie geschehen mag.<\/p>\n<p>Am 15. Praios 1029 n.BF. kehrte eben dieser Ritter, nur zwanzig Sommer alt und gerade selbst erst zum Ritter geschlagen, nach seiner Knappenschaft zur\u00fcck in das Haus seines Vaters in Teshkal. Stellt Euch vor, kaum angekommen wird ihm auch schon mitgeteilt, er m\u00fcsse sich, wie es sich f\u00fcr einen Ritter ziehme, alsbald wider auf den Weg machen. Denn sein Vater und sein Onkel hatten ausgemacht, dass er seine Base bekommen solle, als Knappin. Alle Einw\u00e4nde eines waschechten Andergasters, dass eine Frau nicht geeignet sei als Knappin, seine Base weder die sieben Zyklen Pagendienst getan h\u00e4tte, sie schon zu alt sei um noch geformt und gelehrt zu werden und derer mehr wehrte sein Vater mit den Worten aus den Briefen seines Onkels ab.<\/p>\n<p>Seine Base sei mit den h\u00f6fischen Sitten, gutem Benehmen und n\u00f6tiger Gelehrsamkeit, welche im Pagendienst erworben werden sollen durchaus ger\u00fcstet. Vielleicht sogar mehr als einem Lehrer lieb sein kann. Und im &#8222;Gleichberechtigten&#8220; Mittelreich z\u00e4hlen mit dem Geschlecht begr\u00fcndete Aussagen nicht mehr als einen feuchten Kehricht. Au\u00dferdem waren die beiden alten Herren wohl zu dem Schluss gekommen, es w\u00e4re f\u00fcr seine Base das Beste, hinauszuziehen und das Ritterhandwerk zu erlernen, anstatt nichts zu tun. Wobei nichts hier nicht zutreffend erscheint. Sie tat vieles, aber nichts was vor den beiden Alten als n\u00fctzliche Besch\u00e4ftigung geltend h\u00e4tte gemacht werden k\u00f6nnen. Von ihrem Vater wurde sie liebevoll als Tr\u00e4umerin betitelt.<\/p>\n<p>Sein Vater, den es selbst auch schmerzte seinen Zweitgeborenen nur einen Tag wieder sehen zu k\u00f6nnen sagte beendend, ihm zuzwinkernd, dass er, mein Herr Ritter, sich doch immer eine gro\u00dfe Aufgabe gew\u00fcnscht habe und ihm eine Frau an seiner Seite bestimmt auch ganz gut t\u00e4te. Und einen Knappen braucht jeder anst\u00e4ndige Ritter. Also blieb ihm nichts anderes, als am n\u00e4chsten Morgen die einmondige Reise nach Greifenfurt anzutreten. Schon eine Ewigkeit hatte er seine Base nicht mehr gesehen. Fr\u00fcher einmal waren sie bei einem Besuch umhergetollt und hatten rumgealbert. Das war vor 14 Wintern. Was sich ihr Wesen wohl entwickelt hat und wie sie heute aussehen mag?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seid gegr\u00fc\u00dft edler Leser, Ihr haltet nun die \u00a0Geschichte \u00fcber die Reise des fahrenden Kunibaldt in den H\u00e4nden. \u00a0Was Ihr davon zu erwarten habt, kann ich Euch an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht sagen, denn nur die G\u00f6tter m\u00f6gen wissen, was meinem Gef\u00e4hrten, einen edlen Ritter aus altehrw\u00fcrdiger Familie geschehen mag. 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