{"id":1525,"date":"2012-06-02T13:24:33","date_gmt":"2012-06-02T11:24:33","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1525"},"modified":"2012-06-02T13:24:33","modified_gmt":"2012-06-02T11:24:33","slug":"traume-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1525","title":{"rendered":"Tr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">In jener Nacht als die Gef\u00e4hrten zum zweiten Mal aus der H\u00f6hle stiegen schlief Delia sehr unruhig. Tr\u00e4ume suchten sie Heim. Der Erste Traum entstammte wohl ihrer eigenen Sehnsucht zu Kalkarib.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Delia sa\u00df mit angewinkelten Beinen auf einer Decke aus feinem Stoff. Ihr Blick schweifte \u00fcber die wundersch\u00f6ne Szenerie einer W\u00fcste bei aufgehender Sonne. Die K\u00fchle der Nacht wich nach und nach der W\u00e4rme des Tages. Die Sterne wichen einem bezaubernden Farbenspiel, welches sich an den Himmel malte. Der angehme Wind streichelte ihren makellosen K\u00f6rper und spielte mit dem seidig, leichten Stoff ihrer Kleidung. Ein Falke flog \u00fcber die D\u00fcnen und kurz erfasste Delia ein Anflug von Trauer. Der Falke erinnerte sie an Adaque und Azina&#8230; Wie es ihnen wohl ergeht? Wie lange wird es dauern sie wieder zu sehen?<br \/>\nDann wurden die Gedanken der Hexe wieder in die Gegenwart gelenkt, als das Zelt hinter ihr sich raschelnd \u00f6ffnete. Bevor sie ihn sah oder sp\u00fcrte trug der Wind seinen Duft zu ihr. Sie schloss die Augen, um ihn tief atmend in sich auf zu nehmen. Der Novadi schien sein Morgengebet wohl beendet zu haben. Still lie\u00df der Krieger sich neben Delia nieder. Seine geschmeidigen Bewegungen liesen den Boden dabei kaum erzittern. Instinktiv lehnte sie sich gegen seinen athletischen K\u00f6rper und genoss seinen besch\u00fctzenden Arm auf ihrer Schulter. Sie wusste, dass dieser Moment nur sehr kurz anhalten w\u00fcrde. &#8230; und schon war er vorbei, als sich Kalkarib erhob und auf sie hinab blickte. <em>&#8222;Wir werden bald aufbrechen. Ich habe Anweisungen gegeben das Zelt abzubrechen und die Pferde bereit machen zu lassen. Es wird Zeit Shanja, den Segen Deines Vaters einzuholen&#8220;<\/em><br \/>\nDelia erhob sich und faltete die Decke zusammen. Wie w\u00fcrde ihr Geliebter reagieren, wenn sie in Aranien eintreffen w\u00fcrden? Wenn sich dort Menschen vor ihr verneigten? Sich herausstellte, dass sie nie einen Vater gehabt hatte? Sie 55 Jahre alt war? Eine Hexe war? Isaria, ihre Mutter, mehrere hundert Jahre alt war und sie in einem Ei empfing?<br \/>\nSie wusste es nicht&#8230; sie hoffte er k\u00f6nne sie dann immer noch lieben und akzeptieren&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann umfing sie Schw\u00e4rze&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als sie wieder zu sich kam fand sie sich in einem anderen Traum wieder. Einem realeren Traum&#8230; einen fremd gesteuerten Traum. Soviel wusste sie als Hexe. Jemand oder etwas sendete ihr im Traum eine Nachricht. Es war Nehazet! Der Magus bat sie direkt um Hilfe. Sein K\u00f6rper ruhe aber sein Geist sei aktiv und rufe nach ihr. Ihre Schwester Zafia braucht ihre Hilfe um Nehazet zu erwecken. Sie hat einen Weg gefunden!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwei\u00df gebadet erwacht Delia. Sowohl die letzten Worte Nehazets hallen noch in ihrem Geiste nach, als auch die Erinnerung an Kalkaribs Ber\u00fchrung. Leise erhebt sie sich, um sich am Fenster nieder zu lassen und den Sonnenaufgang zu beobachten. Wo war ihr stolzer Novadi nur? W\u00fcrde es ihr gelingen Nehazet zu helfen? Dieser Tag wird Antworten bringen. Soviel war gewiss!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In jener Nacht als die Gef\u00e4hrten zum zweiten Mal aus der H\u00f6hle stiegen schlief Delia sehr unruhig. Tr\u00e4ume suchten sie Heim. Der Erste Traum entstammte wohl ihrer eigenen Sehnsucht zu Kalkarib. Delia sa\u00df mit angewinkelten Beinen auf einer Decke aus feinem Stoff. Ihr Blick schweifte \u00fcber die wundersch\u00f6ne Szenerie einer W\u00fcste bei aufgehender Sonne. 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