{"id":1480,"date":"2012-05-30T10:20:53","date_gmt":"2012-05-30T08:20:53","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1480"},"modified":"2013-02-26T18:25:18","modified_gmt":"2013-02-26T17:25:18","slug":"erkenntnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1480","title":{"rendered":"Erkenntnis"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>15. Travia 1026 BF<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sieghelm hiefte sich etwas schwerf\u00e4llig auf den alten klapprigen Gaul herauf, sein Bein schmerzte, trotz der professionellen Behandlung von Fr\u00e4ulein Pedderson, immernoch etwas. Er warf einen Blick in die Runde, offenbar waren alle bereit aufzubrechen und so blies Sieghelm zum Aufbruch. Nach wenigen Schritten kam Sieghelm Delias Satz in Erinnerung: &#8222;Der Hund sollte bei der W\u00fcstenhitze mit seinen kurzen Beinen nicht so lange strecken laufen.&#8220; Der Junker murrte kurz und lie\u00df sich von einem der D\u00f6rfler dann den kleinen Pagol hoch aufs Pferd heben. Der Dackel hechelte stark, sein Fell war sandig und seine Pf\u00f6tchen waren leicht gereizt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Dies ist wahrlich kein guter Ort f\u00fcr einen Dackel und einen Darpaten, nicht wahr, Pagol?&#8220;<\/em> raunte der Junker etwas lauter als gewollt und sah sich, kaum das letzte Wort ausgesprochen, auch schon etwas erschreckt um da ihm in Erinnerung kam dass die anderen ja bemerken k\u00f6nnten dass er mit seinem Hund redet. Sieghelm gab Rohal einen kleinen Klaps um sich so von der Gruppe ein wenig abzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Sei froh dass du drau\u00dfen geblieben bist &#8211; auch wenn du aufh\u00f6ren solltest dich im Sand so viel herumzutollen, das ist nicht gut f\u00fcr dein Fell.&#8220;<\/em> sprach er und zupfte dem Hund ein paar Sandk\u00f6rner aus dem Fell. Pagol lie\u00df es mit einer n\u00fcchtenen Gelassenheit \u00fcber sich ergehen.<em> &#8222;Mich dolcht, dass diese Angelegenheit gr\u00f6\u00dfere Ausma\u00dfe annehmen wird als anfangs angenommen. Der Adeptus hatte anscheinend tats\u00e4chlich einen guten Grund mich hierher zu &#8230; bestellen.&#8220;<\/em> Pagol jaulte aufgrund der etwas unsanften Fellpflege kurz auf. <em>&#8222;Ja Pagol &#8211; wie dich &#8211; l\u00e4sst es mich auch jetzt noch bis ins Mark erschaudern an den Gedanken an diese Reise.&#8220; <\/em>Sieghelm sch\u00fcttelte sich unwillk\u00fcrlich kurz und setzte dann seinen Gedanken fort: <em>&#8222;Dieser Magier hatte ein Zepter &#8211; eines was wohl st\u00e4rker ist als er selbst &#8211; und es wurde entwendet, es gilt jetzt also dieses zu finden. Doch wo sollen wir in diesem gottverlassenen Land blo\u00df anfangen? Es k\u00f6nnte \u00fcberall sein &#8230; hinter dieser D\u00fcne dort &#8230;&#8220; <\/em>Sieghelm machte ein kurzes Nicken in die Richtung des Sandh\u00fcgels auf der rechten Seite<em>.<\/em> <em>&#8222;&#8230; in den tiefen der n\u00e4chsten Krypta, in irgendeiner Kiste tief vergraben &#8211; oder vielleicht sogar hoch oben auf einem Magierturm. Wer wei\u00df das schon.&#8220;<\/em> Der Hund in seinem Scho\u00df machte vorsichtig die Augen zu und legte sein K\u00f6pfchen auf den Unterarm seines Herrn. Sieghelm blickte zu seinem Hund herab &#8211; ein l\u00e4cheln flog \u00fcber sein Gesicht und sogar ein zufriedener Seufzer \u00fcberkam seine Lippen. <em>&#8222;Ja du hast recht, Pagol &#8211; jetzt ist erstmal Zeit f\u00fcr eine Rast. Rondra wird uns morgen dorthin leiten wo das Zepter sich befindet, denn dort wo der Kampf ist, wird auch das Zepter sein.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><\/em>Und so ritt seine Wohlgeboren von Spichbrecher mit seinem Hund im Arm weiter den Sonnenuntergang entgegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15. Travia 1026 BF Sieghelm hiefte sich etwas schwerf\u00e4llig auf den alten klapprigen Gaul herauf, sein Bein schmerzte, trotz der professionellen Behandlung von Fr\u00e4ulein Pedderson, immernoch etwas. Er warf einen Blick in die Runde, offenbar waren alle bereit aufzubrechen und so blies Sieghelm zum Aufbruch. 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