{"id":1389,"date":"2012-05-19T13:30:13","date_gmt":"2012-05-19T11:30:13","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1389"},"modified":"2013-02-26T18:09:36","modified_gmt":"2013-02-26T17:09:36","slug":"um-die-karawanserei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1389","title":{"rendered":"Um die Karawanserei"},"content":{"rendered":"<p><strong>14. Travia 1026 BF<\/strong><\/p>\n<p>Die Praiosscheibe steht hoch am Horizont. Sieghelm ging mit seinem treuem Dackel Pagol eine kleine Runde spazieren, sein Weg f\u00fchrte ihn um die Mauer der Karawanserei herum. Die Luft war f\u00fcr den wesentlich gem\u00e4\u00dfigtere Temperaturen gewohnten Krieger viel zu trocken und zu hei\u00df. Immer wieder musste er sich den Schwei\u00df von der Stirn wischen, selbst Pagol schien diese Temperatur nicht zu m\u00f6gen.<\/p>\n<p><em>&#8222;Ja, es ist viel zu hei\u00df hier &#8211; und die Landschaft ist ebenfalls alles andere als ein sch\u00f6ner Anblick. Es sieht so aus, als h\u00e4tte die gebende G\u00f6ttin dieses Land verlassen &#8230; ein wahrlich Gottloses Land.&#8220; <\/em>\u00c4chzte Sieghelm und sah dann wieder zu seinem Dackel, der ihm seinerseits immer wieder mal eines angestrengten Blickes w\u00fcrdigte. Der Junker dachte \u00fcber die Ereignisse der letzten Tage nach: Mittels eines Winddschinns lie\u00df Adeptus Nehazet ihn mehrere hundert Meilen durch das Land transportieren. Irgendeinen wichtigen Grund musste das ganze ja haben, ansonsten h\u00e4tte Nehazet ihn nicht holen lassen &#8211; und schon gar nicht auf diese perfide Art und Weise. Was jedoch viel schockierender ist, ist die Tatsache dass Nehazet nun der Schlafkrankheit anheim gefallen ist &#8211; und die einzige Verbindung die Sieghelm hier hatte waren zwei ihm unbekannte Frauen die sich als &#8222;Gef\u00e4hrten&#8220; des Adepten bezeichneten.<\/p>\n<p><em>&#8222;Was h\u00e4ltst du denn von denen, mh? Die eine scheint mir eine achtbare Dame zu sein, Fr\u00e4ulein Pedderson &#8211; wahrlich sowohl von Hesindes als auch von Rahjas gaben gesegnet. Ja zugegeben &#8230; ich war ein wenig Forsch zu ihr, aber wer kann es mir schon verdenken, ich wurde soeben mehere Hundert Meilen durch das Land geflogen und meiner neuen Heimat entrissen &#8230; und noch dazu in dieses Trostlose von den G\u00f6ttern verlassene Land.&#8220; <\/em>W\u00e4hrenddessen verrichtet Pagol an der Karawansereimauer sein Gesch\u00e4ft, was Sieghelm dazu veranlasst stehen zu bleiben und nachdenklich zu schnaufen.<em>&#8222;Ich kann verstehen dass jemand wie der Adeptus sich mit ihr umgeben hat, wahrscheinlich haben sie \u00fcber allerhand Philosophie, die hohe Rechenkunst und derlei Sch\u00f6ngeisterei gesprochen &#8230; aber was ist mit diese Feldschererin? Wie passt sie in das Bild &#8230;&#8220; <\/em>Der Junker blickt in die weite Ebene hinaus, als ob dort in der Ferne die Antworten auf seine formulierte Frage lag. <em>&#8222;Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich Nehazet je f\u00fcr eine Frau interessiert hat &#8230; also &#8230; im Sinne einer Frau als solches, du verstehst mich doch &#8211; oder?&#8220; <\/em>Pagol sah sein Herrchen verst\u00e4ndnislos an, w\u00e4hrend er gem\u00fctlich neben ihn her trottete. <em>&#8222;Ich m\u00f6chte wahrlich nichts schlechtes \u00fcber ihn sagen, mein Vierbeiniger Freund, aber der Adeptus ist nicht gerade der Typ Mann dem man zutraut im Sinne der berauschten G\u00f6ttin mit einer Frau das Zimmer zu teilen.&#8220; <\/em>Sieghelm r\u00e4usperte sich verlegen und sah kurz verlegen zu Pagol herab. <em>&#8222;Wie dem auch sei &#8211; zur\u00fcck zu dem wo der Ochs das Wasser l\u00e4sst &#8211; diese Gegend hier ist nicht nur trostlos, sondern auch noch h\u00f6chst unzivilisiert. Der Wirt &#8230; also dieser schmierige Besitzer dieser, wie nennen sie es? Karawanserei? Also dieser Schenke &#8230; die noch nichteinmal einen einzigen Stuhl besitzt &#8230; die G\u00f6tter stehen mir bei und m\u00f6gen mir Geduld geben &#8230; also, wo war ich? Achja &#8230; dieser Wirt ist der vertretende Vogt des hiesigen Beyrouns? Was sind denn das f\u00fcr Verh\u00e4ltnisse? Ich kann wahrlich verstehen wieso das Mittelreich dieses Land hier aufgegeben hat &#8230;&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Der Hauptmann der Infantrie schlenderte mit seinem Dackel um die letzte Ecke der Karawanserei. Eine kleine B\u00f6he trug eine Pr\u00e4riekn\u00e4uel heran, welches der Junker angewidert ansah um dann anschlie\u00dfend einen kleinen Bogen darum zu schlagen. <em>&#8222;Wichtig ist nur das Adeptus Nehazet wieder gesund wird, und das dieses Dorf hier von dieser Gefahr bewahr wird &#8230; so Gottlos die hier auch alle mir erscheinen m\u00f6gen, so ist es doch im Sinne der Leuin wenn ich dieses sich selbst \u00fcberlassene Dorf und dessen bewohner Besch\u00fctze, der hiesige Beyroun wird es mir mit sicherheit Danken das ich ihm sein Land, seine Untertanen seine H\u00e4user und somit auch sein Einkommen gesichert habe. Der kampf gegen diese riesige Arachnoide Gestalt war wahrlich ein guter Kampf &#8211; bleibt abzuwarten was und noch erwartet &#8230; ja vielleicht sogar dieser Aslaban selbst &#8230; komm Pagol, lass uns rein gehen und einen Brief an den Bey aufsetzen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=1392\">(Sendschreiben)<\/a><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>14. Travia 1026 BF Die Praiosscheibe steht hoch am Horizont. Sieghelm ging mit seinem treuem Dackel Pagol eine kleine Runde spazieren, sein Weg f\u00fchrte ihn um die Mauer der Karawanserei herum. Die Luft war f\u00fcr den wesentlich gem\u00e4\u00dfigtere Temperaturen gewohnten Krieger viel zu trocken und zu hei\u00df. 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