{"id":1282,"date":"2012-05-05T13:36:28","date_gmt":"2012-05-05T11:36:28","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?p=1282"},"modified":"2012-05-05T13:36:28","modified_gmt":"2012-05-05T11:36:28","slug":"das-tagebuch-fullt-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/das-tagebuch-fullt-sich\/","title":{"rendered":"Das Tagebuch f\u00fcllt sich"},"content":{"rendered":"<p>1 Praios 1026 BF<\/p>\n<p>Ein neues Jahr beginnt. Relativ ruhig in diesen fremdartigen L\u00e4ndern. Das vergangene Jahr hat mir einiges an neuen Erfahrungen geliefert aber abgesehen von der Reise nach Shirda war das meiste davon sehr mundan. Ich denke ich werde demn\u00e4chst eine Depesche aufstellen um meine Zeichnungen und Briefe an meine Eltern zu senden. Ich bin sicher das Mutter gespannt auf Nachricht von mir wartet auch wenn mein letzter Brief aus Fasar sie mittlerweile erreicht haben sollte.<\/p>\n<p>Wir haben die kleine Verschlafende Ortschaft Schirda erreicht. Laut meinen Reisegef\u00e4hrten wird es hier bald zu einem gro\u00dfen Poltischen Umbruch kommen. Ich habe mich trotz einer mahnend stimme im Kopf entschieden erstmal bei dieser Interessanten Gruppe zu verweilen. Ich verbrachte den Tag damit mir den Stausee anzuschauen und mit Delia zu reden. Meine Faszination f\u00fcr sie stieg eher als das sie sich abk\u00fchlen w\u00fcrde. Sie ist immer so voller Emotionen und trotzdem weise, wobei sie auch ohne Scheu von ihrer Zunge Gebrauch machen kann. Der Staudamm selbst ist ein interessantes Bauwerk die Oberfl\u00e4che ist Glatt, ohne Fugen die L\u00e4nge ist gut \u00fcber zwei Kilometer die dicke wahrscheinlich mehr als drei an der dicksten stelle. Die Schleusen sind nur erkenntlich durch die Kan\u00e4le die dort wegf\u00fchren ansonsten glatter Stein. Im laufe des Tages erreichte auch Azina das kleine verschlafende Dorf immer noch dem H\u00e4ndler folgend. Ich bezweifle das es einfach sein wird ihren Speer wieder zu erlangen. Der H\u00e4ndler geh\u00f6rt zu der Sorte Mensch der bei einem Ungl\u00fcck zu aller erst dar\u00fcber nachdenkt wie er daraus Gewinn schlagen kann. Adeptus Nehazet hat sich in der Burg einquartiert nachdem er die von uns ausgearbeitete Version des Rituals vorgelegt hat. Der morgige Tag verspricht interessant zu werden.<\/p>\n<p>2 Praios Nachmittag.<\/p>\n<p>Interessant trifft es nicht. Nach einem gem\u00e4chlichen Fr\u00fchst\u00fcck am morgen schlenderten wir hinauf zum Staudamm. Dort zeigte sich wie nerv\u00f6s der Potentat war. \u00dcberall standen Wachen mit bereitgehaltenen Armbr\u00fcsten oder Schwertern. Der Zugang zur Staumauer selbst war untersagt. Auch dort standen Wachen als ob irgendjemand \u00fcber den See schwimmen k\u00f6nnte um den Emir anzugreifen. Delia begleite mich die gesamte zeit und wir unterhielten uns unschuldig \u00fcber dies und jenes. Dann erblickte sie einen alten &#8222;bekannten&#8220; einen W\u00e4chter der ihr geholfen hatten in die Burg des selbst ernannten Emirs zu kommen. Dann begann das Ritual. Eine \u00e4u\u00dferst beeindruckende Gestalt eines elementaren Meisters erhob sich bis zu zehn Schritt hoch \u00fcber uns und h\u00f6rte auf die Beschw\u00f6rung des Emirs. Und dann fing das Chaos an. Das Erzelementar fragte in einem beleidigten Tonfall eines Schuljungen nach seinen Diamanten und als keine Antwort erfolgte regierte es auch genau wie einer in dem es mit all seiner Kraft auf den Staudamm einschlug. Das f\u00fchrte dazu das die Erde rund um den Stausee erbebte schlimm genug das nahezu alle anwesenden Personen hinfielen.<\/p>\n<p>Dies alleine w\u00e4re schon ein Desaster gewesen den das Elementar w\u00fctete erbost gegen den Staudamm und trug mehr und mehr des beeindruckenden Bauwerks ab. Doch aus irgendeinem Grund fingen die wachen an untereinander zu k\u00e4mpfen. Und dann trat Delia aus der \u00e4ngstlichen Menge hervor und zeigte sich ihrem Bekannten. Die Wut im Gesicht des W\u00e4chters zeigte deutlich das seine Erinnerungen an Delia nicht nur fr\u00f6hlicher Natur waren und so entschieden Azina und ich in stummer \u00dcbereinkunft Delia in die scheinbare Sicherheit der Menge zur\u00fcck zu ziehen. Doch der gro\u00dfe W\u00e4chter Schafte es ohne gro\u00dfe Schwierigkeiten uns drei zierlichen Frauen einzuholen und griff ohne inne zuhalten und sich um das Gedr\u00e4nge zu k\u00fcmmern Azina an. Ich entschloss mich einzugreifen und trat ihm kurzerhand in die empfindlichste stelle. Er war somit kurzerhand und schnell au\u00dfer kraft gesetzt und erst mal bewegungsunf\u00e4hig. Leider musste einer der W\u00e4chter Adleraugen gehabt haben den er und ein weiter steuerten direkt auf uns zu.<\/p>\n<p>Die Menge war nun nicht mehr zu halten und floh weg vom Stausee. Ich erinnere mich das ich versuchte mich geduckt in der Menge zu halten als urpl\u00f6tzlich eine Frau neben mir einen Bolzen in der Schulter hatte. Einer der W\u00e4chter war so wahnsinnig gewesen in die Menge zu feuern vermutlich sogar um mich zu treffen da ich ja seinen Kameraden getroffen hatte. Ich entschloss mich die Frau in Sicherheit zu bringen. Travia sei dank bin ich schwere Arbeit gewohnt und es war kein Problem sie in Sicherheit zu bringen. Als sie in Sicherheit war entschloss ich mich von Rondra beseelt meinen Gef\u00e4hrten zu Hilfe zu eilen. Beide k\u00e4mpften mit den W\u00e4chtern. Mein Entschluss bezahlte ich mit einem B\u00f6sen Treffer \u00fcber meine Rippen. Danach wurde es alles etwas verschwommen ich weis nur noch das wir in einem Moment k\u00e4mpften und im n\u00e4chsten die Ferkinas angest\u00fcrmt kamen. Die verbleibenden W\u00e4chter wurden chancenlos niedergemacht und dann als ich mich um die Wunde der durch den Armbrustbolzen verwundeten k\u00fcmmerte schien es wieder in Ordnung zu kommen. Doch dann zeigte sich das manchmal die Heilung schlimmer ist als die Pest. Ich werde das Geschrei, die Trauer, die Wut und das Entsetzen nicht vergessen als die wilden Ferkinas pl\u00f6tzlich anfingen willk\u00fcrlich junge Frauen aus den zusammen getriebenen Dorfbewohnern zu stehlen. Immer wieder trat einer der Ferkinas zwischen die bauern und zog ein armes Opfer brutal zu seinem Pferd und dann trat einer von diesen L\u00fcsternen Kerlen auf mich zu. Im Nachhinein war meine Reaktion dumm doch ich konnte nicht anders als die Hand die nach mir Griff weg zuschlagen. W\u00e4re Delia nicht gekommen w\u00fcrde ich jetzt berichten k\u00f6nnen was mit dem armen verschleppten Frauen passiert. Aber sie kam und stellte sich sch\u00fctzend \u00fcber mich. Ich bin ihr sehr dankbar daf\u00fcr und doch bleibt das Gef\u00fchl der Schuld. Schuld das die anderen Frauen davon getragen wurden w\u00e4hrend ich verschont geblieben war. Danach ebbte das rauben nach einer weile ab und pl\u00f6tzlich wie sie gekommenen waren verschwanden die berittenen wieder.<\/p>\n<p>Danach.. Der Emir fand sein endg\u00fcltiges Ende durch die H\u00e4nde von Delia der Verbleib von Nehazet war f\u00fcr den Moment unklar nur sein Stab war zur\u00fcckgeblieben. Wir entschlossen uns ihn in der Burg zu suchen. Auf den Weg dahin mussten wir aber sehr bald rast machen um Azina zu versorgen. Sie hatte w\u00e4hrend des Kampfes mit den Wachen am meisten Schaden genommen hatte sich aber geweigert gehabt sich versorgen zu lassen. Ich hoffe nur das ihr Stolz sie nicht irgendwann in eine Situation bringt die ihr Vorzeitiges ende bedeuten w\u00fcrde. M\u00fcde betraten wir die Burg nur um zu unser erstaunen einen bleich aussehenden Nehazet vorzufinden der wie wir erfuhren Bey dieses Landes geworden ist. Ich war und bin immer noch etwas \u00fcberrascht das dieser verwirrt wirkende Mann sich so gut auf politischen Parkett behaupten konnte. Als wir uns von der Last befreit Im Tronsaal des Beys ausruhten kam ein W\u00e4chter hinein der uns berichtete das der Harem des Beys sich zerfleischen w\u00fcrde. Neugierde packte mich und ich ging zusammen mit Delia zum Harem doch entschloss mich erst mal in einer ruhigen ecke diese Zeilen zu schreiben w\u00e4hrend der L\u00e4rm neben an langsam nachl\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1 Praios 1026 BF Ein neues Jahr beginnt. Relativ ruhig in diesen fremdartigen L\u00e4ndern. Das vergangene Jahr hat mir einiges an neuen Erfahrungen geliefert aber abgesehen von der Reise nach Shirda war das meiste davon sehr mundan. 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