{"id":7262,"date":"2017-01-30T10:48:00","date_gmt":"2017-01-30T09:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=7262"},"modified":"2017-09-07T09:51:46","modified_gmt":"2017-09-07T07:51:46","slug":"soeldner-anaxagoras","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=7262","title":{"rendered":"S\u00f6ldner Anaxagoras Memnos"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Hoplit.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7298 alignleft\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Hoplit.jpg\" alt=\"\" width=\"145\" height=\"246\" \/><\/a>Anaxagoras wurde im Jahre 1004 BF in Rethis geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden H\u00e4ndlerfamilie auf, doch war schon in fr\u00fchen Jahren sein Onkel Bothor sein gro\u00dfes Vorbild. Wie dieser wollte er in die Akademie &#8222;Mutter Rondra&#8220; aufgenommen werden und einst dem K\u00f6nig als Leibwache dienen. Seine Kindheit verbrachte er jedoch nicht nur in Rethis, sondern auch bei seinen Verwandten auf Kutaki oder Putras.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eines Tages, Anaxagoras befand sich schon in seinem siebenten Sommer, reichte es ihm und seinen Freunden in Ferein auf Putras nicht mehr nur in den Weinh\u00e4ngen zu spielen, sondern sie wollten ein Abenteuer erleben. Und so organisierten sie sich ein paar Decken und Vorr\u00e4te und begaben sich heimlich zu den verlassenen Minen, um dort zu \u00fcbernachten. Die Minen waren duster, man sah seine eigene Hand nicht mehr vor Augen und keiner von ihnen konnte absch\u00e4tzen, wie viel Zeit verging, w\u00e4hrend sie tiefer in das Labyrint eindrangen. Das bisschen Holz, das sie dabei hatten, reichte gerade f\u00fcr ein kleines Feuer in einer H\u00f6hle, in der sie sich niederlie\u00dfen. Doch noch bevor sie \u00fcberm\u00fcdet einschlafen wollten, war es aufgebraucht. Sie sa\u00dfen in absoluter Dunkelheit, vor K\u00e4lte zitternd, als sie aus den zahlreichen abgehenden G\u00e4ngen und Sch\u00e4chten Zischen und Trippeln h\u00f6rten. Furchtbare Angst ergriff die vier Jungen und M\u00e4dchen, als die ersten H\u00f6hlenspinnen n\u00e4her kamen. Nur mit Stecken bewaffnet wehrten sie die ersten Spinnen ab. Aus ihrer paralysierenden Furcht wurde Panik, als der erste Schmerzensschrei die Mine durchdrang und sie rannten blind davon. Ingerimm sei Dank, fliehten sie den richtigen Weg entlang und entkamen der Mine und den Spinnen. Drau\u00dfen liefen sie direkt einer Gruppe M\u00e4nner in die Arme, die sie schon suchte, denn es war schon sp\u00e4t am n\u00e4chsten Tag und ihr Fehlen war bemerkt worden. Die Erleichterung war gro\u00df, dass alle die Unvernunft unbeschadet \u00fcberstanden haben. Alle au\u00dfer Anaxagoras, er war es, der den Schmerzensschrei ausstie\u00df, als eine der Spinnen mit ihren Fangz\u00e4hnen ihm sein Ohr abriss. Seit diesem Tag meidet er jeden dunklen Ort. Doch wird diese Geschichte nur zu h\u00f6ren bekommen, dem er sehr zugeneigt ist. Alle anderen h\u00f6ren nur von einem mutigen Kampf gegen einen \u00fcberm\u00e4chtigen Gegner um Unschuldige zu sch\u00fctzen &#8211; sicher nicht gelogen, aber doch nicht die ganze Wahrheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gro\u00dfe Narbe, die ihn seitdem ziert war auch der Grund, warum er nicht an der Rondra-Akademie aufgenommen wurde, er entsprach nicht mehr dem Ideal eines rahjagef\u00e4lligen J\u00fcnglings. Um trotzdem ein Krieger werden zu k\u00f6nnen, zog er 1012 BF zu seinem Onkel Bothor in den Palast, der ihn das K\u00e4mpfen lehrte. Dort lernte er viele Soldaten kennen, von denen vor allem Phroneus sein Freund und Waffengef\u00e4hrte wurde. Nach der R\u00fcckkehr des K\u00f6nigs 1020 BF musste Anaxagoras wieder in sein Elternhaus zur\u00fcck, doch verbrachte er nun auch viele Wochen in Sienna, vor allem wegen Penelope, der Schwester seines Freundes Phroneus, die er zu seiner Frau nehmen wollte, sobald er 20 Sommer alt war und erstes Geld durch Anstellungen verdient hat.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7438\" aria-describedby=\"caption-attachment-7438\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7438\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/histria_abandoned_ruins_stock_by_luda_stock-d6aiqh1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/histria_abandoned_ruins_stock_by_luda_stock-d6aiqh1-300x200.jpg 300w, https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/histria_abandoned_ruins_stock_by_luda_stock-d6aiqh1-768x512.jpg 768w, https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/histria_abandoned_ruins_stock_by_luda_stock-d6aiqh1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7438\" class=\"wp-caption-text\">Ruinen von Sienna<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch dann kam der 17. Efferd 1022 BF, der so viel ver\u00e4ndern sollte. Eine kleine Flotte Thorwaler war im Norden der Insel Hylailos gesichtet worden und in Rethis liefen die Flotten aus und die restlichen Soldaten marschierten nach Norden, wurde doch vermutet, dass das wohlhabene Gar\u00e9n das Ziel war. Auf halben Weg kam ihnen ein Bote entgegen, der berichtete, dass nicht Gar\u00e9n, sondern Sienna angegriffen wurde. Im Eilschritt rannten die Soldaten vorw\u00e4rts und als Sienna das erste Mal in Sicht kam sahen sie, dass sie zu sp\u00e4t waren. Kein Geb\u00e4ude, das nicht brannte, das Schreien der Frauen und Kinder schallte hinauf auf die Bergstra\u00dfe. Anaxagoras und Phroneus, beide als Freiwillige dabei, waren die ersten, die den Schock \u00fcberwanden und zum Angriff st\u00fcrmten, die letzte Meile. Doch Thorwaler halten sich nicht lange mit Pl\u00fcndern auf und die Soldaten konnten nur noch wenige Nachz\u00fcgler habhaft werden, w\u00e4hrend die Schiffe davon fuhren. Das Schicksal Siennas war schrecklich &#8211; nur wenige haben \u00fcberlebt. Penelope und ihre Familie &#8211; ihre Eltern, Gro\u00dfeltern und j\u00fcngeren Geschwister &#8211; konnten nur noch tot aus dem brennenden Haus geborgen werden. Phroneus zerbrach daran &#8211; auf den Tag genau ein G\u00f6tterlauf sp\u00e4ter fand man auch ihn tot in seinem Zimmer, er hatte sich selbst zu Boron gebracht. Anaxagoras versuchte erst seinen Schmerz in den Tavernen und Spelunken von Rethis mit Wein, Spiel und kurzweiliger Liebe zu vergessen, doch bald zog er sich auf ein Oliven-Gut seiner Familie auf Kutaki zur\u00fcck, wandelte tagelang durch die Haine und spielte auf seiner Fl\u00f6te.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er kehrte erst nach Rethis zur\u00fcck, als sein nun pensionierter Onkel ihm anbot bei ihm zu leben und mit ihm zu reisen. 1026 BF fuhren sie gemeinsam durch die Zyklopeninseln, reisten durch das Liebliche Feld bis nach Punin. Dort trennten sich ihre Wege, da sich Anaxagoras die M\u00f6glichkeit einer Anstellung als S\u00f6ldner bot. In den folgenden Jahren zog er in verschiedenen Anstellungen durch ganz Aventurien und er\u00a0focht viele K\u00e4mpfe. Kor sollte ihm neue Wege zeigen und vielleicht eines Tages die M\u00f6glichkeit bieten Rache zu nehmen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anaxagoras wurde im Jahre 1004 BF in Rethis geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden H\u00e4ndlerfamilie auf, doch war schon in fr\u00fchen Jahren sein Onkel Bothor sein gro\u00dfes Vorbild. Wie dieser wollte er in die Akademie &#8222;Mutter Rondra&#8220; aufgenommen werden und einst dem K\u00f6nig als Leibwache dienen. 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