{"id":7029,"date":"2016-05-09T15:47:44","date_gmt":"2016-05-09T13:47:44","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=7029"},"modified":"2017-10-22T13:19:41","modified_gmt":"2017-10-22T11:19:41","slug":"arn-wachmann-aus-gareth","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=7029","title":{"rendered":"Arn von Ochs"},"content":{"rendered":"<h5><a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Arn-Wachmann.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7171\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Arn-Wachmann.png\" alt=\"arn-wachmann\" width=\"303\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Arn-Wachmann.png 672w, https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Arn-Wachmann-212x300.png 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 303px) 85vw, 303px\" \/><\/a><span style=\"color: #808080;\"><strong>Arns Jugendzeit (984 &#8211; 994 BF)<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Die Geschichte von Arn ist eine Geschichte wie sie zu tausenden erz\u00e4hlt werden k\u00f6nnte. Geboren wurde er am 11. Ingerimm 984 BF im Garether S\u00fcdquartier, dem \u00e4rmlichsten Stadtteil der mittell\u00e4ndischen Hauptstadt.\u00a0 Als Arn das Licht der Welt erblickte, war er der F\u00fcnftgeborene seiner Mutter <span style=\"color: #808080;\"><strong>Dorlinde<\/strong><\/span>, die sich ihr Silber als Waschweib und Kleiderflickerin bei den hiesigen Manufakturfamilien verdiente. Er wuchs zusammen mit seinen f\u00fcnf Geschwistern (seine Mutter wurde nach ihm wieder schwanger)\u00a0im Dachboden eines kleines Mehrfamilienhauses in Eschenrod (ein Viertel des S\u00fcdquartiers) auf. Dort musste er sich ein Zimmer mit seinen beiden \u00e4lteren Schwestern<span style=\"color: #808080;\"> <strong>Dari<\/strong><\/span> und <strong><span style=\"color: #808080;\">Xinda<\/span> <\/strong>teilen, die im Gegensatz zu Arn ihren Vater kannten &#8211; zumindest angeblich. Sie konnten sich damit r\u00fchmen, dass ihr Erzeuger ein hoher Herr der Knochenhauerzunft sei. Sowieso waren fast alle Kinder von Arns Mutter von unterschiedlichen V\u00e4tern. Dorlinde war dar\u00fcber hinaus auch nicht allzu g\u00f6ttergef\u00e4llig. Das H\u00f6chste, was man Mal von ihr h\u00f6ren konnte, war ein kurzes Sto\u00dfgebet. In den meisten F\u00e4llen waren es jedoch eher Fl\u00fcche, mit denen sie den einzelnen G\u00f6tter ihre Missgunst ihnen gegen\u00fcber ausdr\u00fcckte. Kaum als Arn laufen konnte, wurde er von seiner Mutter in der Hausarbeit eingespannt. Als er sechs Sommer alt war, wusch er schon die Kleider der ganzen Familie. Seine beiden Schwestern machten sich zu dieser Zeit h\u00e4ufig eine Freude, ihre Kleider ganz besonders dreckig zu hinterlassen. Unter den Geschwistern herrschte grunds\u00e4tzlich ein starker Konkurrenzkampf. Keiner g\u00f6nnte dem anderen auch nur irgendetwas. Das Geld war knapp und das Essen noch viel knapper, nur wer starke Ellenbogen hatte konnte sich durchsetzen und gew\u00e4hrleisten, dass er satt wurde.<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h5><span style=\"color: #808080;\"><strong>Arns erste Anstellung<\/strong><\/span><\/h5>\n<p><a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/csm_WAPPEN_NEU_freigestellt_562f1ec98a.gif\" rel=\"attachment wp-att-7031\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7031 alignleft\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/csm_WAPPEN_NEU_freigestellt_562f1ec98a-286x300.gif\" alt=\"csm_WAPPEN_NEU_freigestellt_562f1ec98a\" width=\"150\" height=\"157\" \/><\/a>Als Arn acht Sommer alt war, geschah etwas, dass sein Leben empfindlich ver\u00e4nderte. Als Teil einer Mutprobe, um in eine Jugendclique aufgenommen zu werden, sollte er in ein <span style=\"color: #808080;\"><strong>Handelskontor des Hauses Korber<\/strong><\/span> einbrechen, um dort ein Schmuckst\u00fcck zu entwenden. Was Arn und seine Clique nicht wussten war, dass es sich dabei um ein wertvolles Erbst\u00fcck des Kontormeisters handelte. Der Bruch lief gut, nicht zuletzt dank Arns guter Schleich- und Kletterk\u00fcnste, die er sich im Laufe der Sommer angeeignet hatte, um heimlich an seinen zwei garstigen Schwestern vorbeizuschleichen. Es gelang ihm das Erbst\u00fcck zu entwenden, doch durch einen bl\u00f6den Zufall &#8211; der R\u00fcckblickend betrachtet wohl das beste war, was Arn passieren konnte &#8211; lief er auf seinem R\u00fcckweg genau in den Rock von <span style=\"color: #808080;\"><strong>Kontormeister Malzan Korber<\/strong><\/span>. Arn flog auf, doch\u00a0in Anbetracht seiner F\u00e4higkeiten sah Meister Korber in Arn nicht nur ein junges Talent, sondern auch eine gute phex&#8217;sche Gelegenheit. Meister Korber nahm Arn im Kontor auf &#8211; er sollte seine Schuld abarbeiten, da er ihn nicht der Stadtwache gemeldet und somit sein Leben verschont hatte. Dies war zumindest die vordergr\u00fcndige Begr\u00fcndung, die der junge Arn auch glaubte. Tats\u00e4chlich wollte der Meister ihn nicht nur zu einem treuen Wachmann ausbilden, sondern auch zu einem geschickten Werkzeug, das er nutzen konnte, um den einen der anderen Phexenszug zu absolvieren.<\/p>\n<p>Zuhause bei seiner Familie wurde er f\u00fcr seine Dienstjungent\u00e4tigkeit von seinen Geschwistern bel\u00e4chelt. Da er nun tags\u00fcber im Handelskontor Botent\u00e4tigkeiten und einfache Erledigungen machte, musste er abends seiner h\u00e4uslichen Pflicht &#8211; die W\u00e4sche der Familie zu waschen &#8211; nachgehen. Eigentlich waren Arns Geschwister neidisch auf ihn, denn keiner wollte ihm seine Arbeit am Handelskontor g\u00f6nnen. Denn im Gegensatz zu seinen Geschwistern hatte er so etwas \u00e4hnliches wie eine echte Arbeit, f\u00fcr die er nach sechs Monden sogar &#8211; wenn auch nur sehr schlecht &#8211; bezahlt wurde. Da Arns T\u00e4tigkeit im Kontor immer mehr darunter litt, dass seine Geschwister ihn immer weniger seine Arbeit dort g\u00f6nnten und ihn immer mehr Arbeit aufhalsten, kam es am 16. Praios 994 zu einem Zwischenfall: Arn war inzwischen neun Sommer alt und half beim Ausladen einer Fuhre Gew\u00fcrzs\u00e4cke in den Kontor. Aufgrund der \u00fcberanstrengenden Doppelbelastung fiel er zusammen mit einem schweren Gew\u00fcrzsack \u00fcberm\u00fcdet vom Hochregal des Kontors und brach sich das linke Bein. Als Meister Korber ihn ausfragte, kam heraus, dass die Doppelbelastung Schuld an Arns \u00dcberm\u00fcdung war. Daraufhin wies\u00a0er ihm eine eigene Stube im Gesindehaus des Kontors zu. Von da an ver\u00e4nderte sich Arns Leben erneut aufs Grundlegendste. Die Weststadt Gareths war nun nicht mehr\u00a0nur Arns Arbeitsgebiet, sondern auch sein Wohnumfeld &#8211; er hatte es aus dem Armenviertel heraus geschafft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #808080;\"><strong>Vom Jugendlichen zum Erwachsenen (994 &#8211;\u00a0999 BF)<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Arn hatte keine starke Bindung zu seiner Familie, er war froh, als er diese hinter sich lassen konnte. W\u00e4hrend der n\u00e4chsten f\u00fcnf G\u00f6tterl\u00e4ufe, die er in Lohn und Brot bei Meister Korber stand, lernte er viele neue Dinge. Da er f\u00fcr den Wachdienst noch zu jung war, wurde er im Kontor am h\u00e4ufigsten als einfacher Tr\u00e4ger oder Botenjunge eingesetzt. Sein freches und loses Mundwerk waren dabei Segen und B\u00fcrde zugleich. Jeder erkannte sofort, dass er ein Junge von der Stra\u00dfe war und daher unbedeutend genug, um jemals eine wichtige Rolle zu spielen. Andererseits blieb ihm damit eine Karriere im Phextempel verwehrt, so wie es Meister Korber eigentlich im Sinn hatte. <em>&#8222;Er hat ein zu loses Mundwerk<\/em>.&#8220; und <em>&#8222;Man w\u00fcrde ihn kr\u00e4chzen h\u00f6ren, noch bevor er in Reichweite des Ziels kommt.&#8220;<\/em> &#8211; waren die Antworten der Geweihtenschaft zu Meister Korbers Anfrage. Arns F\u00e4higkeiten in diesem Bereich blieben daher ungef\u00f6rdert und verk\u00fcmmerten nach und nach. Wohl auch, weil Arn es vorzug, sich seine Freizeit mit Boltanrunden und W\u00fcrfelspielchen in den Tavernen zu vertreiben, anstatt sich weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser Zeit schloss Arn viele Freundschaften unter seinesgleichen. Er lernte auf dem Kontorhof ein bisschen Bogenschie\u00dfen, denn er wollte lieber bei der Wache \u00fcber den Kontor oben auf dem Dach sein und die Stadt \u00fcberblicken, als unten in den stinkigen Gassen sich die Beine in den Bauch zu stehen. Er lernte ein wenig mit der Axt umzugehen &#8211; lange Klingenwaffen waren dem einfachen Volk ja verboten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #808080;\"><strong>Der Richtblock und seine Folgen (999 &#8211; 1002 BF)<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Am 10. Tsa 999 kam es zu einem Ereignis, dass Arns Leben erneut entscheidend ver\u00e4ndern w\u00fcrde. Der Handelskontor brannte \u00fcber Nacht ab, Arn und seinen Freunden gelang es sich noch rechtzeitig zu retten. Meister Korber, der sich aus nicht gekl\u00e4rtem Grund zu dieser Zeit im Kontor befand, verbrannte mit ihm. B\u00f6se Zungen behaupteten sp\u00e4ter, dass es ein Attentat der Stoerrebrandts war, um etablierte Konkurrenz auszuschalten. Was Arn und seine Freunde nicht ahnten war, dass man ihnen den Brandanschlag zu Lasten legte. Er wurde zusammen mit den anderen eingekerkert und wartete bis zum Rahja 999 auf seine Verhandlung. W\u00e4hrend zwei seiner Freunde dem Schafrichter \u00fcbergeben wurden, sollte Arn f\u00fcr seine angebliche Mitwirkung am Brand des Kontors nur die Hand abgehackt werden. Am Vorabend der Vollstreckung des Urteils, betete er das erste Mal ernsthaft zu den G\u00f6ttern. Er erinnerte sich dabei an <span style=\"color: #808080;\"><strong>Schuckschum Turge, dem Schutzheiligen der Angeklagten und Delinquenten<\/strong><\/span>. Er rief ihn an und betete zu ihm. Im Tr\u00e4nenrausch versprach er ihm, dass er das damals entwendete Familienerbst\u00fcck der Korbers finden und der Witwe von Malzan Korber \u00fcbergeben wolle, wenn die G\u00f6tter ihn verschonten. Denn das Familienerbst\u00fcck war &#8211; wie es im Laufe der Verhandlungen herauskam &#8211; verschollen. Wie durch ein Wunder wurde die Anklage gegen Arn am n\u00e4chsten Tag fallen gelassen &#8211; wegen neuer Beweise, die ihn entlasteten. Arn interessierte sich nicht daf\u00fcr, was das f\u00fcr Beweise waren, ihm war nur wichtig, dass seine Gebete wohl erh\u00f6rt wurden und er nun eine Schuld zu begleichen hatte.<\/p>\n<p>Wieder auf freiem Fu\u00df, nahm er sich sein im Gebet gegebenes Versprechen zu Herzen: Das Erbst\u00fcck der Familie Korber finden und der Witwe zu \u00fcbergeben. Er war jetzt zarte 16 G\u00f6tterl\u00e4ufe alt und konnte von allem nur ein bisschen, doch nichts richtig. Die meisten seiner Freunde wurden vom Schafrichter hingerichtet, zu seiner Familie wollte er keinen Kontakt haben und er besa\u00df auch keine nennenswerten Verbindungen. In seiner Verzweiflung, wie er sein Versprechen erf\u00fcllen k\u00f6nne, wandte er sich an den \u00f6rtlichen Phextempel. Arn war zu dieser Zeit gerade im Stimmbruch und er entwickelte zum Leid aller eine au\u00dferordentlich unangenehme Stimme, weshalb er f\u00fcr eine Sp\u00e4tweihe oder Dienstt\u00e4tigkeit als Akoluth im Tempel nicht in Frage kam. Nur einer der Geweihten nahm Arns Bitte ernst: <span style=\"color: #808080;\"><strong>Mondschatten Varman<\/strong><\/span> &#8211; ein tauber Priester des Herrn der Schatten. Seine Gnaden Varman unterst\u00fctzte Arn bei der Suche. Fast ein ganzer G\u00f6tterlauf verging, bis sie\u00a0im Firun 1002 das Erbst\u00fcck endlich ausfindig machten. Es war im Besitz eines hochrangigen Amtmanns in der Weststadt Gareths. Noch am gleichen Abend brach Arn zusammen mit Mondschatten Varman in das Anwesen des Amtmanns ein und entwendete das Erbst\u00fcck, das er\u00a0anschlie\u00dfend der Witwe seines alten Meisters \u00fcbergab. Damit l\u00f6ste er\u00a0sein dem Hl. Turge gegebenes Versprechen ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #808080;\"><strong>Arns Reisezeit und Dienst im S\u00f6ldnertrupp (1002 &#8211; 1006 BF)<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Mit inzwischen 18 Sommern zog es Arn hinaus in die Welt. Er hatte Gareth noch nie verlassen, doch es gab nichts, das ihn noch in der Metropole hielt. Er hatte rudiment\u00e4re F\u00e4higkeiten als Wachmann, Einbrecher und Bogensch\u00fctze. &#8222;Irgendetwas w\u00fcrde sich da schon finden lassen&#8220; &#8211; dachte er sich, packte sein B\u00fcndel und verlie\u00df die Stadt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der n\u00e4chsten drei G\u00f6tterl\u00e4ufe war er als Begleitschutz f\u00fcr Handelsz\u00fcge t\u00e4tig oder verdingte sich hier und dort als Leibwache seine Heller dazu. Wenn ihn mal l\u00e4ngere Zeit niemand anheuerte, wechselte er die Seiten und nahm als Bandit an einem \u00dcberfall auf einem Handelzug Teil oder brach in die M\u00fcnze eines Dorfes ein.\u00a0 Phex war ihm holt, er wurde nie geschnappt. Als im Praios 1004 Prinz Brin von Gareth zum K\u00f6nig gekr\u00f6nt wurde, kehrte er das erste Mal wieder zur\u00fcck in die Hauptstadt. Er wollte sich diese Spektakel auf gar keinen Fall entgehen lassen &#8211; denn w\u00e4hrend der Kr\u00f6nung waren \u00fcberall prall gef\u00fcllte Golds\u00e4cke unterwegs. Bei seinem kleinen Zug als Beutelschneider, begegnete er jemanden Altbekannten: Seinem \u00e4lteren Bruder Yendan. Der sich nun <span style=\"color: #808080;\"><strong>Yendan von den zwei Fl\u00fcssen<\/strong><\/span> nannte.<\/p>\n<p>Als Kinder hatten Arn und Yendan nicht viel miteinander zutun gehabt. Immerhin war er der Zweitgeborene und damit sechs G\u00f6tterl\u00e4ufe \u00e4lter als Arn. Yendan hatte zu der Zeit als Arn von Eschenrod nach Westtstadt zog ebenfalls das m\u00fctterliche Haus verlassen und sich dem S\u00f6ldnertrupp &#8222;Neun Schwingen&#8220; angeschlossen. Inzwischen war Yendan zu einem wichtigen Leutnant dieses Trupps geworden und er war gerade in der Stadt auf Rekrutierungsreise. Die zwei Br\u00fcder hatten sich viel zu erz\u00e4hlen, und so sehr sie sich als Kinder nicht mochten, umso mehr hatten sie sich jetzt als Erwachsene zu erz\u00e4hlen. In den Reihen des S\u00f6ldnertrupps fehlten noch Fernk\u00e4mpfer, und noch am gleichen Abend und nach vielen Litern Bier, beschloss Arn sich seinem \u00e4lteren Bruder anzuschlie\u00dfen. Die Aussicht auf festen Sold und t\u00e4glich warme Mahlzeiten lockten ihn.<\/p>\n<p>Arns Kenntnisse und F\u00e4higkeiten als Bogensch\u00fctze konnte er w\u00e4hrend des n\u00e4chsten Jahres stark verbessern. In den Reihen des Trupps befand sich ein altgedienter S\u00f6ldnerbogensch\u00fctze namens <span style=\"color: #808080;\"><strong>Galdan<\/strong><\/span>, der alle Fernk\u00e4mpfer st\u00e4ndig ausbildete. Zweieinhalb G\u00f6tterl\u00e4ufe lang k\u00e4mpfte, stahl, besch\u00fctzte und drangsalierte Arn zusammen mit den anderen S\u00f6ldnern des Trupps die mittell\u00e4ndische Bev\u00f6lkerung. Es war leicht verdientes Geld und das Ganze war auch noch erlaubt &#8211; der Khunchomer Codex sch\u00fctzte das S\u00f6ldnerhandwerk. W\u00e4hrend dieser Zeit zog er sich einige Verletzungen zu: Er brach sich bei einem \u00dcberfall mehrere Finger, bei einem Schutzauftrag verlor er einen Zeh am linken Fu\u00df, da ihn die Wurfaxt eines Banditen traf und bei einer Schutzgeldeinforderung stach ihm ein Kind von hinten in den Oberschenkel. Alles in Allem gefiel ihm seine T\u00e4tigkeit bei den S\u00f6ldnern jedoch &#8211; auch wenn es untereinander immer wieder Streitigkeiten gab.<\/p>\n<p>Im Hesindemond 1006 spitze sich die Lage innerhalb des S\u00f6ldnertrupps zu. Die Winterzeit war karg. Es gab nur wenig Auftr\u00e4ge und die Anf\u00fchrer verspielten oder vertranken das angeh\u00e4ufte Gold lieber, anstatt auf Anstellungsfang zu gehen. Es gab einen Streit im Rausch, bei dem der S\u00f6ldneranf\u00fchrer get\u00f6tet wurde. Unter dem anschlie\u00dfende Zwist unter den Leutnants, wer die F\u00fchrung \u00fcbernehmen sollte, brach der Trupp auseinander, was dazu f\u00fchrte, dass Yendan und Arn wieder getrennte Wege gingen, da Arn den Trupp Ende des Monats verlie\u00df.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #808080;\"><strong>Arns Zeit am Spichbrecher Handelskontor (1007 &#8211; 1012 BF)<\/strong><\/span><\/h5>\n<p><a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df1.png\" rel=\"attachment wp-att-7032\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7032 alignleft\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df1.png\" alt=\"Spichbrecher-Wappen-Wei\u00df1\" width=\"137\" height=\"162\" \/><\/a>Ein paar Monde tingelte Arn durch das Mittelreich. Eine Zeit lang konnte er noch von dem Sold aus der S\u00f6ldnerzeit leben, doch das Gold war bald aufgebraucht und Arn musste sich etwas Neues suchen. Inzwischen war er ein erfahrener Wachmann und guter Bogensch\u00fctze geworden.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchsommer 1007 BF entdeckt er am Anschlag einer Taverne in Greifenfurt, dass der Handelskontor Spichbrecher neue Wachleute suchte. \u00a0Arn wollte nicht l\u00e4nger als Bandit oder Beutelschneider unterwegs sein &#8211; also beschloss er eine zweite Karriere als Wachmann bei einem Handelskontor anzustreben. Er stellte sich bei <span style=\"color: #808080;\"><strong>Gro\u00dfmeister Stordan R. von Spichbrecher<\/strong><\/span> pers\u00f6nlich vor, der erst vor kurzem den Handelskontor von seinem Vater \u00fcbernommen hatte. Auch wenn Meister Stordan Arns schreckliche Stimme nicht mochte, so erkannte er in ihm einen f\u00e4higen Wachmann mit reichlich Erfahrung, der eine Bereicherung f\u00fcr das Wachpersonal werden w\u00fcrde. Fortan arbeitete Arn dann am Kontor in Greifenfurt und gelegentlich als Fuhrwerkswache von Greifenfurt nach Perricum.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser Zeit pflegte Arn guten Kontakt zu zwei weiteren Wachen und lernte die Stadt und seine Leute sehr gut kennen &#8211; auch wenn es aufgrund seines Dialekts und seiner unangenehmen Stimme immer wieder zu Reibereien kam. Die ganzen Jahre verliefen ruhig f\u00fcr Arn &#8211; er schien seine Bestimmung gefunden zu haben. Doch der 3. Orkensturm sollte Arns Leben erneut aufs Grundlegende ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #808080;\"><strong>Arn w\u00e4hrend des 3. Orkensturms<\/strong><\/span><\/h5>\n<p>Als der 3. Orkensturm begann leistete Arn gerade Dienst am Kontor in Greifenfurt. Die gesamte Bev\u00f6lkerung reagierte nicht rechtzeitig und so kam es, wie es kommen musste &#8211; Greifenfurt wurde von den Orks belagert und kurz darauf eingenommen. Die ganze Geweihtenschaft und alle Stadtgardisten wurden von den Schwarzpelzen hingerichtet. Private Wachleute wie Arn wurden dabei verschont. \u00dcber mehrere Monde hinweg wurde ein Widerstand aufgebaut. Auch der von der Frau vom Gro\u00dfmeister Stordan gef\u00fchrte Spichbrecher-Kontor nahm daran teil. Der erste Aufstand schlug jedoch fehl, es gab viele Tote und Verletzte &#8211; darunter auch Arn.<\/p>\n<p>Als Arn seine Verletzungen im Schutze des Sprichbrecher-Kontors, das als Lazarett diente, auskuriert hatte, schlo\u00df er sich im neuen Untergrund den von der KGIA geschickten Agenten zur Befreiung der Stadt an. Im Zuge des Aufbaus des Widerstandes fanden sie Gro\u00dfmeister Stordan von dunklen Wesen hingerichtet vor. Da seine Dienste f\u00fcr den Kontor somit erloschen waren, setzte er sich f\u00fcr die Befreiung der Stadt ein, an welcher er am 26. Phex 1012 auch teilnahm. Die, nachdem Sharaz&#8217;Gatai die Stadt verlassen hatte, in der Stadt verbliebenen Schwarzpelze wurden vernichtend geschlagen und auf dem Platz der Sonne wurde auch noch der Zerwas der Hautlose mit Hilfe der KGIA vernichtet. Greifenfurt war wieder frei &#8211; und Arn hatte einen Anteil daran und k\u00fcmmerte sich im Anschluss um die Befestigung der Verteidigungsanlagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><\/h5>\n<h5><span style=\"color: #808080;\"><strong>Arns Zeitspiegel<\/strong><\/span><\/h5>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 11. Ingerimm 984<\/strong><\/span> &#8211; Arns Geburt (das genaue Datum ist jedoch nicht bekannt) als F\u00fcnftgeborener.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 30. Praios 993<\/strong><\/span> &#8211; Arn bricht als Teil eine Mutprobe in den <span style=\"color: #808080;\"><strong>Handelskontor Korber<\/strong><\/span> ein und wird dabei ertappt. Meister Korber stellt ihn daraufhin als Dienstjungen ein.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 17. Praios 994<\/strong><\/span> &#8211; Arn zieht aus Eschenrod im S\u00fcdviertel aus und wechselt seinen Wohnsitz in die Weststadt in Neu-Gareth.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 10. Tsa 999 &#8211; 01. Rahja 999<\/strong><\/span> &#8211; Der Handelskontor Korber brennt zusammmen mit Meister Korber ab. Arn wird wegen Brandstiftung angeklagt und zu Unrecht eingekerkert. Kurz vor Vollstreckung des Urteils wird er frei gelassen und entkommt damit unbeschadet.<\/li>\n<li><strong><span style=\"color: #808080;\"> 11. Firun 1002<\/span> &#8211;<\/strong> Arn macht das Erbst\u00fcck von Meister Korber ausfindig und bricht mit Hilfe von <span style=\"color: #808080;\"><strong>Mondschatten Varman<\/strong> <\/span>in das Anwesen ein, um sein Versprechen einzul\u00f6sen. Im Anschluss daran verl\u00e4sst Arn die Stadt und verdingt sich als Wachmann, Einbrecher und Bandit.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 01. Praios 1004<\/strong><\/span> &#8211; Arn kehrt zur Kr\u00f6nung des K\u00f6nigs (Brin von Gareth) das erste Mal zur\u00fcck nach Gareth. In den folgenden Tagen trifft er auf seinen \u00e4lteren Halbbruder <span style=\"color: #808080;\"><strong>Yendan von den zwei Fl\u00fcssen<\/strong><\/span>, Leutnant des S\u00f6ldnertrupps &#8222;Neun Schwingen&#8220; &#8211; welchen er sich anschlie\u00dft.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 28. Hesinde 1006<\/strong><\/span> &#8211; Arns verl\u00e4\u00dft den S\u00f6ldnertrupp &#8222;Neun Schwingen&#8220; nach einem F\u00fchrungszwist innerhalb des Trupps.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 04. Rondra 1007<\/strong><\/span> &#8211; Arn schlie\u00dft sich als Wachmann dem Handelskontor Spichbrecher in Greifenfurt an.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 18. Rondra 1012<\/strong><\/span> &#8211; Im Zuge des 3. Orkensturms wird Greifenfurt von den Orks fast widerstandslos erobert. Als ziviler Wachmann ist Arn bei der Verteidigung nicht beteiligt und wird von den neuen Herrschern verschont.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 04. Phex 1012<\/strong><\/span> &#8211; Arn nimmt an einem Aufstand der Stadbewohner gegen die Orkische Besatzung teil. Der Aufstand wird niedergeschlagen und Arn dabei schwer verletzt.<\/li>\n<li><span style=\"color: #808080;\"><strong> 25. Phex 1012<\/strong><\/span> &#8211; Arn hat seine Verletzungen auskuriert und schlie\u00dft sich im neu gegr\u00fcndeten Untergrund der von der KGIA geschickten Agenten an, um die Stadt zur\u00fcck zu erobern. Was am 26. Phex dann auch geschieht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><span style=\"color: #808080;\"><strong>Arns Kontakte<\/strong><\/span><\/h5>\n<p><strong><span style=\"color: #808080;\">Mondschatten Varman<\/span> &#8211; <\/strong>Tauber Phexgeweihter im Westbezirk von Gareth<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Yendan von den zwei Fl\u00fcssen<\/strong><\/span> &#8211; Sechs G\u00f6tterl\u00e4ufe \u00e4lterer Halbbruder von Arn und Leutnant beim S\u00f6ldnertrupp &#8222;Neun Schwingen&#8220; (Irgendwo im Mittelreich t\u00e4tig)<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Die Witwe Korber<\/strong> <\/span>&#8211; Die Witwe seines alten Meisters des Handelskontors Korber<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Gylvana von Spichbrecher<\/strong><\/span> &#8211; Ehefrau (vermutlich Witwe)\u00a0des Leiters des Handelskontors der Spichbrechers<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"kpm_content_wrapper\" class=\"notranslate\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arns Jugendzeit (984 &#8211; 994 BF) Die Geschichte von Arn ist eine Geschichte wie sie zu tausenden erz\u00e4hlt werden k\u00f6nnte. Geboren wurde er am 11. Ingerimm 984 BF im Garether S\u00fcdquartier, dem \u00e4rmlichsten Stadtteil der mittell\u00e4ndischen Hauptstadt.\u00a0 Als Arn das Licht der Welt erblickte, war er der F\u00fcnftgeborene seiner Mutter Dorlinde, die sich ihr Silber &hellip; <a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=7029\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eArn von Ochs\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"parent":4815,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-7029","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7029"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7596,"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/7029\/revisions\/7596"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4815"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}