{"id":5974,"date":"2014-11-03T22:21:46","date_gmt":"2014-11-03T21:21:46","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=5974"},"modified":"2014-11-03T22:27:02","modified_gmt":"2014-11-03T21:27:02","slug":"stordans-tagebuch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=5974","title":{"rendered":"Stordans Tagebuch"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff6600;\">Stordans Tagebuch<\/span><\/h2>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5975\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Tagebuch.png\" alt=\"Tagebuch\" width=\"256\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Tagebuch.png 800w, https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Tagebuch-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 85vw, 256px\" \/><\/h4>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">27. Rahja 1011<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute breche ich auf. Es geht in das Land der Ersten Sonne &#8211; ins F\u00fcrstentum Zorgan. Ich habe einen guten Mann gefunden, der die Gesch\u00e4fte dort in meinem Namen \u00fcbernehmen kann: Tsadan Oberndorfer. Zusammen mit ihm und meinem Reisetross, bestehend aus acht Kastenw\u00e4gen und drei Fuhrwerken, geht es in die hei\u00dfen Gefilde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Eheweib \u00e4u\u00dferte Bedenken was meine Reise betrifft. Die Zeiten seien zu unruhig. Das Land ist gespalten und wird vom Krieg gegen die Schwarzpelze ersch\u00fcttert. Es sei daher zu unsicher, womit Sie &#8211; wie ich zugeben muss &#8211; recht hat. Aber der Zeitpunkt ist auch g\u00fcnstig, ein neuer Kontor in Zorgan w\u00fcrde den aranischen Markt endlich f\u00fcr unsere Gesch\u00e4fte \u00f6ffnen. Aranische Seide, exotische Gew\u00fcrze, fantastische Rauschkr\u00e4uter und seltene Metalle warten nur darauf verladen und exportiert zu werden. Im Horasreich wiegt man die seltene und feine Seide zur Zeit mit purem Gold auf und in Greifenfurt werden der Khunchomer Pfeffer und der duftende Safran so viel Gewinne erzielen, dass sich die Baukosten des Kontors schon nach dem Winter rentiert haben. Trotzdem verlasse ich Greifenfurt nur ungerne. Viel lieber w\u00e4re ich jetzt Daheim und w\u00e4re meinem Eheweib ein treuer Mann und meinen Tochter Yolande ein guter Vater.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tsadan ist ein guter Mann, er versteht sich in der s\u00fcdl\u00e4ndischen Kultur, spricht vier Sprachen und f\u00fcnf Dialekte flie\u00dfend, kann schneller Kopfrechnen als ich und das will was hei\u00dfen. Dennoch wird meine Anwesenheit im neuen Kontor in Zorgan von N\u00f6ten sein, ich muss ihn erst in die Gesch\u00e4fte einf\u00fchren und mir selbst einen \u00dcberblick verschaffen. Ich werde nicht l\u00e4nger in Zorgan bleiben, als es notwendig ist, so uns Aves hold ist, wird auch die Reise nicht lange dauern. In drei bis vier Monden bin ich wieder Zuhause.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">29. Praios 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Schatten Alverans! Was f\u00fcr eine Stadt! Was f\u00fcr eine Kultur! Was f\u00fcr M\u00f6glichkeiten! Doch eins nach dem anderen, hat mein Vater immer gesagt. Der Kontor ist wie erhofft rechtzeitig fertig geworden. Wir erreichten am Nachmittag die Stadttore Zorgans. Es war eine gute Idee einen kaiserlichen Baumeister und nur kaiserliche Arbeiter zu beauftragen. Die hiesigen h\u00e4tten nicht so akkurat und vor Allem nicht termingerecht den Kontor fertigstellen k\u00f6nnen. Die Palast-Wesirin Ashina saba Meriban war &#8211; zu unser aller \u00dcberraschung &#8211; bei der Er\u00f6ffnungsfeier anwesend. Ich muss gestehen, es fiel mir etwas schwer mich mit ihr zu unterhalten, war mein Tulamidya doch etwas eingerostet, doch Phex sei Dank war Tsadan an meiner Seite um die fehlenden Worte zu erg\u00e4nzen. Die n\u00e4chsten Wochen wird sich mein Tulamidya wohl verbessern, immerhin werde ich Tsadan beim Anstellen von Arbeitern und Vorstehern helfen. Gleich morgen werden wir mit der Arbeit beginnen, vorher m\u00fcssen wir uns jedoch in der M\u00fcnzstube Geld wechseln, zum Palast uns bei den Beamten vorstellen und uns mit der Stadtgarde gutstellen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">06. Rondra 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mich erreichte heute ein Beilunker Botenreiter aus Greifenfurt, ich erhielt Nachricht von meinem Eheweib. Der Inhalt lie\u00df mich erschauern: Bei den Nebelsteinen ist es zu einer gro\u00dfen Schlacht zwischen den kaiserlichen Truppen &#8211; der Thuranischen Legion &#8211; und den Schwarzpelzen gekommen, aus der die Orks siegreich hervorgingen. Die Orks haben es also tats\u00e4chlich geschafft \u00fcber den Finsterkamm zu steigen, und das nachdem sie vor gar nicht allzu langer Zeit bei Rhodenstein vernichtend geschlagen wurden. Wer h\u00e4tte gedacht, dass sie es tats\u00e4chlich wagen w\u00fcrden noch einmal einen Vorsto\u00df \u00fcber die steilen Klippen zu wagen. Mit Sicherheit hat Reichsbeh\u00fcter Brin von Gareth seine Truppen schon entsandt, um dieses Aufbegehren der Wilden St\u00e4mme niederzuschlagen. Ich kann und m\u00f6chte mir nicht vorstellen, wie diese stinkenden Schwarzpelze ihre dreckigen F\u00fc\u00dfe auf kaiserlichen Boden setzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe gleich ein Antwortschreiben an meine Frau verfasst, es soll ihr Mut machen. Sie soll den Arbeitern im Kontor, welche Verwandte nahe Greifenberg und Weihenhorst haben, f\u00fcr drei Tage frei geben, um sie zu besuchen und nach dem Rechten zu sehen. Ich bin mir sicher, dass dieser Vorsto\u00df der Orks nur ein verzweifelter Versuch ist, der schnell niedergeschlagen wird.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">22. Rondra 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit einigen Tagen schlafe ich unruhig, gr\u00e4ssliche Tr\u00e4ume treiben mich um und lassen mich mitten in der Nacht aus den Federn hochfahren. Immer wieder tr\u00e4ume ich davon, dass meine Frau und mein Kind in Gefahr sind, der Kontor in Greifenfurt brennt und niemand kommt rechtzeitig heraus. Vielleicht ist es dieser angeblich belebende Tee von dem ich in letzter Zeit so viel trinke, wom\u00f6glich bekommt er mir nicht &#8211; ich h\u00e4tte ihn nicht kaufen sollen, der H\u00e4ndler machte mir schon einen recht zwielichtigen Eindruck. Vielleicht ist es aber auch der Schlafmangel verbunden mit dem ganzen \u00c4rger den Tsadan und ich hier in den letzten Tagen hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer h\u00e4tte gedacht, dass es so schwer sein wird gutes Personal zu finden. Diese Aranier haben eine ganz andere Arbeitsweise. Gegen Mittag, wenn die Praiosscheibe am h\u00f6chsten steht, legen sie f\u00fcr einige Stunden einfach die Arbeit nieder, bis es wieder k\u00fchler ist. Zugegeben, es ist wirklich ausgesprochen hei\u00df w\u00e4hrend dieser Zeit, aber deswegen kann man doch nicht mehrere dutzende F\u00e4sser Traubensaft und Bier auf dem Karren in der prallen Hitze stehen lassen! Wir haben dadurch eine ganze Wagenlieferung verloren und noch dazu einen Abnehmer, ein anderes Handelshaus beliefert ihn nun.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">02. Efferd 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es vergeht kaum ein Tag, an dem es keine Probleme gibt, als ob der Listenreiche seinen Schabernack mit uns treibt. Das erste Kogge aus dem Kontor in Perricum hat heute angelegt, doch die Lieferung war falsch, das Schiff h\u00e4tte eigentlich nach Festum fahren sollen und nicht zu uns. Nun sitzen wir hier auf zweihundert Raumschritt Waren aus Perricum, der Kontor ist voll mit Waren, die niemand braucht. Gleich morgen wollen wir herausfinden, ob es nicht eventuell doch Abnehmer unter den wohlhabenden Familien hier gibt, immerhin konnte ich in den letzten Tagen einige Kontakte kn\u00fcpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenigstens scheinen die Arbeiter jetzt etwas zuverl\u00e4ssiger zu sein, wir haben sie gr\u00f6\u00dftenteils durch kaiserliche ersetzt, sie diskutieren weniger &#8211; sind daf\u00fcr allerdings auch nicht so flei\u00dfig. Eines muss man den Araniern lassen, sie haben gearbeitet bis die Arbeit erledigt war, selbst wenn es bis tief in die Nacht hineinging.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">01. Travia 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der g\u00fctigen Mutter. Heute am ersten Tag des Mondes Travia f\u00e4llt es mir besonders schwer hier in Zorgan zu sein. Ich vermisse meine Familie, leider habe ich auch schon seit l\u00e4ngerer Zeit keinen Brief mehr von ihr erhalten. Bedauerlicherweise erreichen mich auch sonst keine Nachrichten aus der Heimat, mir scheint fast so, als w\u00fcrde sich hier unten am Rand des Kaiserreichs niemand f\u00fcr das was im Mittelreich geschieht interessieren. Zudem sind die Handelsz\u00fcge aus Greifenfurt \u00fcberf\u00e4llig, vielleicht sind die Stra\u00dfen auch nur rutschiger geworden, immerhin ist es Herbst &#8211; auch wenn man hier unten im S\u00fcden nicht viel davon mitbekommt.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">06. Travia 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Handelskogge aus Perricum hatte heute angelegt, Meister Haldan &#8211; der Kontormeister &#8211; hat mir eine Depesche zukommen lassen. Noch immer starre ich auf die Worte die darin stehen und m\u00f6chte den Inhalt nicht wahr haben. Greifenfurt soll in die H\u00e4nde der Schwarzpelze gefallen sein! Bitte g\u00fctige Mutter Travia, besch\u00fctze meine Frau und mein Kind, dass ihnen nichts zugesto\u00dfen ist und sie klug genug waren die Stadt rechtzeitig zu verlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es erkl\u00e4rt die ausgebliebenen Handelsz\u00fcge. Sicher, es gab immer wieder mal Versp\u00e4tungen. Einmal ist ein Tross ganze eineinhalb Monde zu sp\u00e4t gekommen da eine Grafschaft die Grenzen dicht gemacht hatte und sie daher au\u00dfen rum mussten, und das \u00fcber rumplige Holzwege.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe die Gesch\u00e4fte an Tsadan \u00fcbergeben, gleich morgen werde ich aufbrechen und nach Greifenfurt zur\u00fcckkehren, oder zumindest soweit es mir m\u00f6glich ist. Mir bleibt nichts anderes \u00fcbrig als zu beten, dass es meiner Familie gut geht.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">27. Boron 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur mit gro\u00dfer M\u00fche gelingt es mir die Feder zu halten, mit der ich diese Worte schreibe. Auf dem Weg ins Mittelreich fiel ich einer Krankheit anheim, blind vor Sorge um meine Familie trieb ich mein Pferd jedoch weiter an, was ein Fehler war wie sich sp\u00e4ter herausstellte. Kurz vor Untersternheim, einem Ort vor Baburin, muss ich das Bewusstsein verloren und vom Pferd gefallen sein. Ich habe ein Verband um den Kopf, das Denken f\u00e4llt mir schwer und auch mein rechtes Bein ist gebrochen und schmerzt bei jeder Bewegung. Ein Bauersjunge soll mich gefunden haben, seine Familie hat mich aufgenommen und gesund gepflegt. Ganze acht Tage soll ich bewusstlos gewesen sein. Die Wunde am Kopf ist schwer, ich muss auf einem Stein aufgeschlagen sein. Polter, der \u00c4lteste der Familie meint, es grenzt an ein Wunder Peraines, dass sich die Wunde nicht entz\u00fcndet hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Pferd ist leider fort, und das Geld das ich bei mir trug hat die Familie daf\u00fcr verwendet den Bader zu bezahlen der meine Wunde n\u00e4hte und mein Bein schiente. In diesem Zustand, werde ich keinen Schritt weiter kommen. Ich wei\u00df nicht, ob ich den G\u00f6ttern danken oder sie verfluchen soll. Einerseits habe ich Golgaris Schwingen schon rauschen geh\u00f6rt, andererseits h\u00e4lt mich dieser Reitunfall nun eine Weile auf &#8211; w\u00e4hrend meine Familie meine Hilfe ben\u00f6tigt.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">02. Hesinde 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe zwei Briefe abgeschickt, einen nach Perricum an Meister Haldan und einen nach Zorgan an Meister Tsadan, jeweils mit der Bitte mir Geld und ein Pferd zu schicken damit ich meine Reise fortsetzen kann, sobald mein Bein ausreichend verheilt ist. Leider musste ich zwei meiner Ringe verpf\u00e4nden, um mir ordentliche und schnelle Botenreiter leisten zu k\u00f6nnen &#8211; Hesinde m\u00f6ge mir Geduld geben in dieser Pr\u00fcfung die mir auferlegt wurde.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">15. Hesinde 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Endlich kann ich meine Heimreise fortsetzen, gleich morgen fr\u00fch geht es los. Heute Abend, als Phexens Himmelszelt bereits zu sehen war, erreichte mich das Pferd und das Geld, um das ich gebeten hatte. Ich habe mit Polter gesprochen, sollte die zweite Lieferung aus Zorgan ankommen, darf er f\u00fcr seine M\u00fchen das Geld behalten, nur den Jungen mit dem Pferd soll er zur\u00fcckschicken. Es ist das mindeste was ich f\u00fcr ihn und seine Familie tun kann, immerhin haben sie mir das Leben gerettet, und das werde ich ihnen nie vergessen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">20. Hesinde 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe am gestrigen Abend die Feste Hohenstein erreicht. Die Truppen hier haben Kunde von der Front. Die gesamte Mark Greifenfurt ist in den H\u00e4nden der Schwarzpelze! Reichsbeh\u00fcter Brin wurde schon vor Monden vernichtend geschlagen und das ist nicht alles: Die Schwarzpelze sollen noch immer auf dem Vormarsch sein und sich f\u00fcr einen Gro\u00dfangriff mobilisieren. Man munkelt, dass sie Gareth st\u00fcrmen wollen. Habt ihr das geh\u00f6rt, oh ihr G\u00f6tter? Wie k\u00f6nnt ihr diese Gr\u00e4ueltaten nur zulassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbermorgen werde ich selbst in Gareth sein, ich kann nur beten, dass meine Familie es geschafft hat rechtzeitig aus der Mark zu fliehen und es sicher bis in die Hauptstadt des Kaiserreichs geschafft hat. Die Stadt ist gro\u00df, aber meine Frau und ich kennen einige der Gasth\u00e4user dort, wom\u00f6glich sitzt sie in irgendeiner unserer alten Tavernen und bangt ebenso sehr um ihren Mann, wie ich es gerade um sie tue.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">24. Hesinde 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit zwei Tagen trete ich mir die Hacken wund auf der Suche nach meiner Frau und meiner Tochter. In meiner Aufregung hatte ich ganz vergessen einen Brief nach Dettenhofen zu schicken, m\u00f6glicherweise hat sie sich zu unserem Familiensitz zur\u00fcckgezogen und ich Selemer Sauerbrot suche wie ein Narr die Hauptstadt nach ihr ab. In vier oder f\u00fcnf Tagen wei\u00df ich mehr. Ich gebe die Suche dennoch nicht auf und werde gleich morgen fr\u00fch zum n\u00e4chsten Gasthaus gehen und mich wieder nach ihr erkundigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Suche wird jedoch leider etwas erschwert, \u00fcberall sind kaiserliche Truppen, die Stimmung in der Stadt ist angespannt wie ein Flitzebogen &#8211; alle haben Angst vor den orkischen Horden &#8211; und das zurecht wie mir scheint. Wenn sie Greifenfurt \u00fcberraschend einnehmen und den Reichsbeh\u00fcter auf dem Felde schlagen konnten, wozu werden sie wohl noch imstande sein?<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">01. Firun 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schnee liegt auf dem Dach vor meinem Fenster. Firuns Atem h\u00e4lt die Stadt erbarmungslos in seinem Bann. Ich erhielt einen Brief aus Dettenhofen von Onkel Torion II., er wei\u00df leider auch nichts \u00fcber den Verbleib meiner Familie, sicherte mir jedoch zu, mich bei meiner Suche zu unterst\u00fctzen. Er verriet mir auch, dass der Kaiser Truppen aus dem ganzen F\u00fcrstentum zusammenzieht. Ich kann nur hoffen, dass es sich dabei um eine Armee handeln wird, die in der Lage sein wird diese gottlosen Orks zur\u00fcckzuschlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Morgen reise ich nach Wehrheim ab, in Gareth h\u00e4lt mich nichts mehr &#8211; es gab keine Spur von meiner Familie. Jede Nacht f\u00e4llt es mir schwerer die n\u00f6tige Ruhe zu finden um einzuschlafen, als ob mich Boron nicht mehr umarmen m\u00f6chte &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Gedanken rasen und erschauern bei der Vorstellung, dass Gylvana und meine kleine Tochter in den H\u00e4nden der Orks sind. Wozu sie alles imstande sind mit ihnen anzustellen. Heilige Mutter Travia, g\u00fctige G\u00f6ttin &#8211; beh\u00fcte meine Familie.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">05. Firun 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg nach Wehrheim war beschwerlich, die Firunsk\u00e4lte macht es nicht gerade einfacher. \u00dcberall diese Zollstationen, die Lager voller Soldaten und die stete Gefahr von R\u00e4ubern haben mich einige Tage gekostet. Auch hier ist die Stimmung bis aufs \u00e4u\u00dferste angespannt. Alle bef\u00fcrchten, dass Wehrheim die n\u00e4chste Stadt sein wird die f\u00e4llt, wenn die Orks beschlie\u00dfen gen Gareth zu marschieren. Die ganze Stadt ist voller Soldaten, auch K\u00f6nig Brin soll sich hier irgendwo aufhalten. Es hei\u00dft, dass er mit seinen ganzen Truppen hier \u00fcberwintert. im Gasthaus erz\u00e4hlten mir einige Soldaten von vereinzelten Scharm\u00fctzeln an der Front. Ich erwog sogar die M\u00f6glichkeit einige Soldaten zu bestechen und mich durch die feindlichen Linien zu bringen, damit ich mich selbst bis nach Greifenfurt durchschlagen kann. Doch zuerst werde ich Wehrheim durchforsten, auf ein Alveranskommando werde ich erst gehen, wenn die G\u00f6tter mich dahin entsenden und ich ganz sicher bin, dass meine Familie nicht bereits in Sicherheit ist.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">10. Firun 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorm Fenster meines Gasthauses liegen die leblosen K\u00f6rper dreier M\u00e4nner, einen von Ihnen hatte ich gestern im Gasthaus noch gesehen. Man hat ihnen in der Nacht die Kehlen aufgeschlitzt, auf offener Stra\u00dfe! Die Stadtgarde hat nichts unternommen. Als ich den Wirt vorsichtig danach fragte, erz\u00e4hlte er mir stolz, dass es sich bei den M\u00e4nnern um drei Landesverr\u00e4ter handle, um Untreue gegen\u00fcber der Krone, die ihrer gerechten Strafe zugef\u00fchrt wurden. Wer also nicht bereit ist zu k\u00e4mpfen, der wird als Verr\u00e4ter gebrandmarkt? In Praios Namen, was sind das nur f\u00fcr Zeiten? So sehr mich der Anblick der drei Leichen, die wohl als Mahnmal im Schlamm liegen gelassen wurden, erschauert &#8211; gleichwohl empfinde ich ebenfalls Abscheu f\u00fcr ihr Verhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schwarzpelze r\u00fccken immer n\u00e4her, ein Dorf nach dem anderen f\u00e4llt &#8211; Menschen sterben &#8211; und diese drei kr\u00e4ftigen M\u00e4nner wollten nichts dagegen unternehmen? Ich f\u00fcr meinen Teil werde jedenfalls etwas unternehmen. Ich bin zwar kein Krieger, aber sehr wohl im Umgang mit dem Schwert geschult. Handelsreisen k\u00f6nnen gef\u00e4hrlich sein und wir mussten uns mehr als einmal gegen eine \u00fcberm\u00fctige Diebesbande erwehren. Allem voran steht f\u00fcr mich meine Familie, ich werde mich also wohl in n\u00e4chster Zeit etwas verdeckter halten m\u00fcssen, um die verbliebenden Orte abzuklappen, wo sich meine Frau aufhalten k\u00f6nnte.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">17. Firun 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erhielt Nachricht von Vetter Parzalon, mein Onkel und sein Vater hat ihn zusammen mit drei Schwadronen Landwehr, mehreren Haufen Infanterie und einigen Haufen Bogensch\u00fctzen aus Dettenhofen entsandt, um Reichsbeh\u00fcter Brin zur Seite zu stehen, er m\u00f6chte damit auch seine Treue gegen\u00fcber der Krone beweisen. H\u00e4tten wir doch nur mehr Truppen &#8211; dieser Verr\u00e4ter Answin von Rabenmund scharrt viele M\u00e4nner unter seinem Banner. W\u00e4re das Kaiserreich eins, h\u00e4tten es diese niedertr\u00e4chtigen Schwalzpelze niemals gewagt \u00fcber die Klippen in die Heimat vorzusto\u00dfen. Vielleicht treffe in meinen Vetter ja irgendwo im Herz des Reiches.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu meiner fast schon \u00fcberw\u00e4ltigenden Trauer bleibt nur noch ein Versteck offen, wo sich mein Weib mit meinem Kind aufhalten kann. Ich werde es morgen erreichen und nachsehen. Es handelt sich dabei um eine Familie auf dem Land, zu welcher wir guten Kontakt pflegten. Wenn sie nicht dort ist, ist jedwede Hoffnung verloren. Das hei\u00dft, sie ist zusammen mit meiner Mutter und meiner kleinen Tochter in Greifenfurt &#8230; entweder gefangen &#8230; oder schon seit mehreren Monden in Borons Hallen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">21. Firun 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur mit viel List ist es mir gelungen zu entkommen, ich ritt heute nach Quastenbroich &#8211; dem letzten Versteck, welches ich untersuchen wollte &#8211; als ich pl\u00f6tzlich die Rauchs\u00e4ule sah die von dem Ort ausging. Sofort hielt ich an, doch da flogen mir schon Pfeile um die Ohren. Rahja sei Dank ist mein Pferd nicht mit mir durchgegangen! Ich ritt in einen nahegelegenen Weiler, die Schwarzpelze blieben mir auf der Spur. Phex sei Dank hatte ich noch am Vortag eine wei\u00dfe Decke gekauft die ich \u00fcber mich und mein Pferd warf als die Orks herannahten. Die G\u00f6tter allein wissen wie lange ich dort hinter den Baumst\u00e4mmen im Schnee zusammen mit meinem Pferd gehockt habe. Ich konnte sehen wie sie nach uns suchten, und nur knapp an uns vorbeigingen. Stinkende Schwarzpelze! So leicht bekommt ihr mich nicht. Noch in der Nacht gelang es mir n\u00e4her nach Quastenbroich heran zu kommen, doch der letzte Blick blieb mir verwehrt, Orklager versperrten mir den Weg. Wenn dort noch jemand lebte, dann waren es nur noch Schwarzpelze.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">24. Firun 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich schreibe diesen Zeilen aus einem Lazarett in Wehrheim. Bei meiner R\u00fcckreise zur Stadt geriet ich in einen Hinterhalt, oder &#8230; hatte ich sie \u00fcberrascht? Ich w\u00e4hlte absichtlich Wege abseits der Reichsstra\u00dfe, da diese zu unsicher war. Im Schutze der Dunkelheit suchte ich einen Weg entlang eines Karrenpfads. Ich muss irgendwie direkt in einen Sp\u00e4htrupp der Schwarzpelze hineingeritten sein, drei von Ihnen st\u00fcrmten sofort auf mich zu. Ich zog mein Schwert blank, einen konnte ich den Sch\u00e4del mit einem wuchtigen Hieb vom Pferd herunter sofort spalten, doch ein anderer riss mich herunter. Phex und Rondra m\u00fcssen mir beigestanden haben in diesen Moment! Der stinkende Ork schlug, w\u00e4hrend ich am Boden lag, mit seiner Axt nach mir. Doch er muss vorbei geschlagen haben, denn ich wurde dabei nicht verletzt. Ich rammte mein Schwert, dass ich dank der donnernden G\u00f6ttin noch immer in meiner Hand hielt, bis zur Fehlsch\u00e4rfe in seinen dicken Wamst &#8211; er war sofort tot. Leider war es dunkel, so dass ich den dritten Ork nicht kommen sah, als er mir einen Pfeil in die Schulter schoss. Der Schmerz riss mich fast von den Beinen, da mich der Pfeil mit der Wucht eines Ochsen traf. Ich schleppte mich hinter einen Baum &#8211; ich h\u00f6rte ihn knurren und grunzen &#8211; doch er hatte mich anscheinend aus den Augen verloren. &#8222;Soll ich so kurz vor Wehrheim etwa sterben?&#8220;, dachte ich mir und nahm all meinen Mut zusammen auch den letzten Ork zu Boron zu schicken. Ich warf ein paar Steine in eine andere Richtung, um ihn zu t\u00e4uschen, er fiel Phex sei Dank auch darauf hinein und ich konnte ihn entdecken, wie er den Ger\u00e4uschen vorsichtig folgte. Da ich mit der Verletzung unm\u00f6glich schleichen konnte und ich darin ohnehin noch nie wirklich gut war, st\u00fcrmte ich durch das Geb\u00fcsch auf ihn zu. Ich sah noch sein Entsetzen in seinen Augen, als er herumfuhr und ich ihm mein Schwert tief in die Schulter wuchtete. Ihn setzte ihm den Todessto\u00df &#8211; ich hatte gewonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich gelang zur\u00fcck zum Pferd, brach dort jedoch zusammen &#8230; ein Mann des 5. Banners, die ebenfalls gerade in der N\u00e4he waren, um Patrouille zu schieben, entdeckte mich und die toten Orks. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern was dann passierte, ich muss zu viel Blut verloren haben. Ich wei\u00df nur noch, dass sie mich nach Wehrheim brachten und erwachte dann schlie\u00dflich hier im Lazarett.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">30. Firun 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meiner Schulter geht es inzwischen besser, so wie der Fr\u00fchling so langsam einsetzt und die Firunsk\u00e4lte aus dem Land verbannt, so f\u00e4hrt auch in meinen K\u00f6rper die W\u00e4rme zur\u00fcck. Gestern war ein Leutnant des 5. Banners bei mir &#8211; er begl\u00fcckw\u00fcnschte mich zu meiner Heldentat vor den Toren der Stadt. Er war sehr freundlich, sein Name war Helmyr von Faldahon. Er wollte wissen, wieso ein Mann wie ich alleine durch feindliche Linien reitet. Er fragte tats\u00e4chlich, ob ich ein alveransverliebter Trottel oder mutiger Mann mit einem Geheimnis sei. Ich denke, es ist wohl etwas von beidem. Ich erz\u00e4hlte ihm vom Schicksal und Verbleib meiner Familie, von meinem Reitunfall kurz vor Barburin, meinen Erlebnissen in Wehrheim und vom Orklager nahe Quastenbroich. Im Anschluss fragte er mich, ob ich mich nicht den kaiserlichen Truppen anschlie\u00dfen m\u00f6chte, um gegen die Bedrohung der Schwarzpelze zu k\u00e4mpfen. Ich musste in dem Moment an die drei massakrierten M\u00e4nner vor dem Gasthaus denken. Ich dachte allerdings auch an meine Familie und entschied mich ihm zu sagen, dass meine Pflicht gegen\u00fcber meine Familie vor geht, so sehr ich mich gerne ihm und K\u00f6nig Brin anschlie\u00dfen m\u00f6chte. Er verstand und lie\u00df mich allein &#8211; ich danke den G\u00f6ttern daf\u00fcr, dass ich jetzt nicht mit aufgeschlitzter Kehle vorm Lazarett liege.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">6. Tsa 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wurde heute aus dem Lazarett entlassen, meiner Schulter geht es inzwischen besser. Sicherer f\u00fchle ich mich dadurch jedoch nicht. Die Gasth\u00e4user sind ausgebucht, die Tavernen \u00fcberf\u00fcllt und \u00fcberall sind betrunkene Soldaten und Werber die jeden Taugenichts, der es nicht schafft rechtzeitig die Kurve zu kriegen, in die Armee rekrutieren. Ich konnte zum Gl\u00fcck bei einem alten Freund unterkommen, das Zimmer ist bescheiden, aber es gen\u00fcgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt wo ich zur Ruhe komme, frage ich mich jedoch, was ich als n\u00e4chsten tun soll. Noch habe ich gen\u00fcgend Gold, um mir ein paar S\u00f6ldner anzuheuern, die toll genug sind mich nach Greifenfurt zu bringen. Andererseits, welche Chancen k\u00f6nnte ich schon haben? Die Stadt ist besetzt, die ganze Mark ist nun eine Finstermark unter einem gewissen Orkanf\u00fchrer mit dem Namen Sharraz Garthai &#8211; es wimmelt vor Schwarzpelzen und mit denen ist nicht gut Kirschen essen. Mich treibt der Gedanke um, mich freiwillig in der Armee zu melden, alleine wegen meines Standes w\u00fcrde ich mit Sicherheit mindestens den Rang eines F\u00e4hnrichs bekommen. Wenn ich mich gut anstelle, und hier und dort die richtigen M\u00e4nner schmiere, sollte es mir m\u00f6glich sein eine Lanze an Mannen zu bekommen, die ich befehligen kann, um sie bei der n\u00e4chsten Gelegenheit nach Greifenfurt zu f\u00fchren. Ich werde eine Nacht dar\u00fcber schlafen und morgen zu einer Entscheidung kommen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\">07. Tsa. 1012<\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Ausrufer machte mich heute Morgen wach. Die Schwarzpelze belagern Kloster Marano, sie sind also schon n\u00e4her an der Hauptstadt, als alle dachten, den G\u00f6ttern sei Dank sind sie so dumm und Belagern es nur, nicht auszudenken was passiert w\u00e4re, wenn sie unbemerkt \u00fcber die Reichsstra\u00dfe aus Ferdok eingefallen w\u00e4ren. Die Soldaten auf den Stra\u00dfen versammeln sich, kein Moment vergeht, in der nicht ein Horn geblasen wird. K\u00f6nig Brin sammelt seine Truppen, es sieht so aus als wollte er losmarschieren. Der Schnee ist fast komplett weggetaut, eine bessere Gelegenheit bekommt er wohl nicht mehr. Auch meine F\u00fc\u00dfe sind rastlos, sie wollen ebenfalls losmarschieren. Phex, hilf mir, ich bin ein H\u00e4ndler, kein Krieger &#8211; soll es etwa sein, dass auch ich in den Krieg ziehen soll? Andererseits, wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: Hilf dir selbst, dann hilft dir auch Phex. Bei der Krone des Kaisers, ich gehe jetzt zur Meldestelle und werde mich ebenfalls freiwillig melden, vielleicht ist ja genau dies mein Schicksal meine Familie zu retten. Eine bessere Gelegenheit werde ich nicht mehr bekommen. Cui Honorem Honorem!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stordans Tagebuch 27. Rahja 1011 Heute breche ich auf. Es geht in das Land der Ersten Sonne &#8211; ins F\u00fcrstentum Zorgan. Ich habe einen guten Mann gefunden, der die Gesch\u00e4fte dort in meinem Namen \u00fcbernehmen kann: Tsadan Oberndorfer. 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