{"id":5780,"date":"2014-09-16T14:51:14","date_gmt":"2014-09-16T12:51:14","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=5780"},"modified":"2016-03-16T19:43:13","modified_gmt":"2016-03-16T18:43:13","slug":"dokos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=5780","title":{"rendered":"Dokos"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: justify;\">19. Firun 1012 BF<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ich die Symbainos [<em>Ereignisse<\/em>]\u00a0der letzten Wochen kaum noch zu ordnen verstehe und in Voraussicht auf den morgigen Chow [<em>Tag<\/em>],\u00a0habe ich mich dazu entschlossen dieses Biblos [<em>Buch<\/em>]\u00a0zu f\u00fchren und meine kommenden Erlebnisse aufzuzeichnen. Warum ich der Meinung bin Mitteilungsw\u00fcrdiges zu erleben, dazu komme ich noch. Vor fast einem Mond schloss ich meine Didachos [<em>Lehre<\/em>] der Delphin-Manuscripte nach drei G\u00f6tterl\u00e4ufen\u00a0im Ekklesios [<em>Tempel<\/em>]\u00a0zu Rethis ab und bereitete meine R\u00fcckkehr nach Havena vor. Na gut, die Vorkommnisse mit Lysania waren sicher auch ein Grund f\u00fcr meine Abreise, aber ich war sowieso mit meinen Studien fertig und w\u00e4re wohl bald abgereist.\u00a0In Havena\u00a0sollte ich meine lang ersehnte Agiazo [<em>Weihe<\/em>]\u00a0zum Akoluthen erhalten. Die Reise mit dem Schiff \u00fcber Kuslik verlief vergleichsweise ereignislos. Mein Herr trat als Hephardos Leiotatos auf und lie\u00df uns sanft \u00fcber sein Reich gleiten. Nach sieben Chow, am 18. Rondra, kehrte ich in meinen Heimathafen zur\u00fcck. Die Gef\u00fchle seiner Hochw\u00fcrden beim Wiedersehen waren unergr\u00fcndlich wie eh und je. Die folgenden Chow standen ganz im Zeichen des Iketerias [<em>Gebet<\/em>] und der Vorbereitung auf die Agiazo. Am 30. Efferd, dem traditionellen Chow des Pr\u00fcfungsfestes, empfing ich zusammen mit einigen anderen Graulingen meine erste Weihe! Nun war ich Gef\u00e4hrte von Wind und Wogen, doch aus Gewohnheit blieben alle bei meinem alten Spitznamen aus fr\u00fcher Kindheit &#8218;Delphinion&#8216;. Meine erste Zeit als Priester standen voll im Dienste der Ekklesia und des Theos [<em>Gott<\/em>]. Doch in den\u00a0ersten Chow diesen Monats empfing ich wirre Tr\u00e4ume und\u00a0wurde\u00a0ruhelos, wie es nicht einmal Hephardon Astateon an seinen unergr\u00fcndlichsten Chow ist. Seine Hochw\u00fcrden lauschte mir und in einem gewohnt pl\u00f6tzlichen Ausbruch der Erkenntnis schickte er mich hinab in die Grotte. Die heilige K\u00f6nigin Lata rief mich zu sich! Eine Ehre, die selten einem einfachen Priester zu Teil wurde! Mein Geist schien zu platzen, so w\u00fcst und heftig \u00fcberschwemmten mich ihre Gedanken. Sie ist eine wahre Gefolgin Efferds, wie es schon Sankt Admares im 3. Buch des Hephardouloia schrieb! Eine ganze Woche blieb ich in ihrer Grotte, nur gen\u00e4hrt von ihren Gedanken, bis ich die Bilder ordnen und verstehen konnte. Ich sah eine Wasserm\u00fchle \u00fcber einem Bach &#8211; umgeben von Parks, Stra\u00dfen, Pl\u00e4tzen und H\u00e4usern &#8211; ich wusste nicht, welchen Ort ich sah. Pl\u00f6tzlich setzte Regen ein &#8211; ein Regen aus Feuer! Er verw\u00fcstete die ganze Umgebung und trocknete den Bach aus. Eine Katastrophe ohnegleichen! Als mich Lata entlie\u00df, schleppte ich mich zu seiner Hochw\u00fcrden und berichtete ihm alles. Er verstand mit seinem erhabenen Geiste\u00a0die Bilder. Die Wasserm\u00fchle war das Heim unserer Br\u00fcder in der Reichshauptstadt Gareth und ihnen und der Stadt schien gro\u00dfes Unheil bevorzustehen! Doch welches, dass wusste nur der Alte. Und ob er es uns aus einer Laune heraus sagen w\u00fcrde, wusste wahrscheinlich noch nicht einmal er selbst. Seine Hochw\u00fcrden auferlegte mir die Ehre nach Gareth zu reisen, unsere Br\u00fcder zu warnen und ihnen zu helfen. Sollte ich diese Aufgabe zur Zufriedenheit des Launenhaften abschlie\u00dfen, so stellte mir seine Hochw\u00fcrden eine baldige zweite Agiazo in Aussicht. Morgen nun soll ich abreisen. Und nun ist auch klar, warum ich dieses Dokos [<em>Tagebuch<\/em>]\u00a0f\u00fchren will. Die Rettung Gareths vor unbekanntem \u00dcbel ist es wert, niedergeschrieben zu werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">22. Firun<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe das Reisen satt! Es \u00f6det mich an tagein tagaus durch die Landschaft zu laufen. Die ersten beiden Chow ging es noch durch das sch\u00f6ne Moor, \u00fcberall die Reste g\u00f6ttlicher Macht zu erblicken war wohltuend. Doch heute gab es nur ein kleines pl\u00e4tscherndes B\u00e4chlein, dass auf die Existenz meines Herren hinwies. W\u00e4re ich doch nur mit dem Schiff bis Kyndoch gefahren. Aber seine Hochw\u00fcrden wollte mich keine Zeit verlieren lassen. Egal! Ich habe mich entschlossen von Abilacht aus meine Oikos [<em>Familie<\/em>] zu besuchen. Es ist ein Tagesmarsch nach Tannwald, so schnell wird Gareth doch wohl nicht heimgesucht. Au\u00dferdem will ich endlich meine So&#8217;one [<em>Schwester<\/em>] Samia sehen, immerhin ist sie schon fast drei G\u00f6tterl\u00e4ufe alt. Und wenn ich mich nicht verz\u00e4hlt habe tummeln sich auf der Burg auch noch vier Neffen und Nichten, die ich noch nicht kenne. Ob ich Onkel Ailill und Tante Aedha erz\u00e4hlen sollte, was man sich unter den Novizen Havenas \u00fcber ihren Sohn erz\u00e4hlt? Bermhoin soll ja vieles sein, aber wohl nicht gottesf\u00fcrchtig. Naja, ich werde es aus einer Laune heraus entscheiden. So will es ja auch mein Herr. Ich hoffe es regnet die n\u00e4chsten Chow, sonst werde ich noch wahnsinnig auf dieser Reise. Aber der Herr hat befohlen, der Diener f\u00fchrt aus. So ist das nun mal. Meine Gebr\u00fcder machten mir ein Abschiedsgeschenk, ein St\u00fcck Zedernholz mit Schur, dass ich um mein rechtes Handgelenk jetzt trage. Sie haben meinen Namen eingraviert: Latason Delphinion. Ich war ganz ger\u00fchrt. Bruder Almrick erkl\u00e4rte mir, dass sich nur\u00a0We&#8217;eb\u00a0[<em>Priester<\/em>]\u00a0als Latason bezeichnen d\u00fcrfen, wenn sie wie ich von ihr gerufen wurden und nicht von selbst zu ihr gingen. Ich bin also ein ganz besonderer Geweihter. Das gef\u00e4llt mir. Ich werde mich nun auf die Suche nach der Taverne in Orbatal mit dem besten Wein begeben. Ich hoffe, sie haben mehr als nur eine&#8230;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">25. Firun<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es regnet heute den vierten Chow in Folge! Hephardon hat meine Bitten erh\u00f6rt! Ich war z\u00fcgiger unterwegs, als die Chow zuvor. Ich habe sogar einen ganzen Chow aufgeholt. Eigentlich war das Wiedersehen mit meiner Oikos heute sehr angenehm. Ma&#8217;aw [<em>Mutter<\/em>] weinte sogar, als sie von meinem G\u00f6ttlichen Auftrag h\u00f6rte. Meine So&#8217;one ist ein bezauberndes Kind! Onkel Ailill und Tante Aedha waren nicht da, somit fiel das Thema nicht auf meinen ungezogenen Neffen. Meine Son [<em>Bruder<\/em>] tun sehr besch\u00e4ftigt, jetzt wo sie an meines Ejot [<em>Vater<\/em>] statt die Baronie leiten. Leider eskalierte die Situation aber. Was bilden die sich auch ein mir zu Ehren ein Schwein zu BRATEN! Ich habe aus Wut die K\u00fcche geflutet. Ma&#8217;aw weinte wieder. Ich werde morgen noch vor dem Praiosaufgang weiterziehen. Ich bin auf Honingen gespannt. In meinen Erinnerungen aus der Kindheit ist es eine riesige Polis [<em>Stadt<\/em>]. Jetzt lebe ich in Havena. Ob Honingen nur noch ein Time [<em>Dorf<\/em>] ist? Da f\u00e4llt mir noch ein, Bedwyr hat von einem alten Freund geh\u00f6rt, dass Orks Greifenfurt angegriffen und wohl auch erobert haben. Eine schreckliche Sache. Aber ich bin mir sicher, die ziehen wieder ab. F\u00fcr das Herz des Reiches Gareth stellen diese wilden Viecher keine Gefahr dar. Um so gespannter bin ich, was mich in Gareth empfangen wird.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">27. Firun<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Morgen gibt es endlich wieder Mow [<em>Wasser<\/em>] zu sehen! Die kommenden zwei Chow bis Gratenfels verlaufen fast vollst\u00e4ndig am Ufer der Tommel entlang. Sicher ist die Tommel nicht das Jom [<em>Meer<\/em>], aber Mow ist Mow. Gestern Nachmittag waren an einer gr\u00f6\u00dferen Pf\u00fctze ein paar Enten. Ich konnte ihren sch\u00e4ndlichen Anblick nicht ertragen und schlug mit meinem Efferdbart auf sie ein. Der Kjont [<em>Zorn<\/em>] meines Herrn erschlug eine von ihnen. Die anderen Reisenden schauten komisch, trauten sich aber nicht ein Wort zu sagen. Auch der Wirt in der Traviastube schaute nicht schlecht. Aber die Entenpastete, die er \u00fcber Nacht gezaubert hat schmeckte daf\u00fcr umso besser. Das muss man ihnen lassen, sie schmecken besser als H\u00fchner, aber trotzdem verabscheue ich sie.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">29. Firun<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Waren das zwei wunderbare Tagesetappen! Ich bin heute erst im Dunkeln in Gratenfels angekommen, weil ich mich einfach nicht vom Jero [<em>Fluss<\/em>] losrei\u00dfen konnte. Efferds Kinder sind doch sch\u00f6ne Gesch\u00f6pfe! Was f\u00fcr die Magd, die mich grade bedient aber auch gilt! Ich glaube es schadet nicht, wenn ich meine Jero heute Nacht auch mal wieder flie\u00dfen lasse. Au\u00dferdem steht mir ab morgen der schwerste Reiseabschnitt bevor. Ich muss \u00fcber den Greifenpass, da muss man ganz bei Sinnen sein. Ich glaube, das ist ein guter Gespr\u00e4chsbeginn. Dann leg ich mal das Biblos aus der Hand.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">01. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Endlich sitze ich im Traviakloster am Kocht [<em>Feuer<\/em>] und w\u00e4rme mich auf. Da mag gestern der Chow der lieben Irfin gewesen sein, aber ihrem Ejot war das egal. Mein Herr mag m\u00e4chtig sein, sein Bruder aber auch. Gegen Abend kam im Tal Sturm auf, heute morgen sah es nicht mehr ganz so schlimm aus. Ich wurde auf einem Wagen mitgenommen, ein Luxus, den ich nun als Geweihter wohl h\u00e4ufiger erleben werde. Es war noch nicht Praiosstunde, da frischte der Sturm wieder auf. Eigentlich etwas ganz herrliches, h\u00e4tte Firun nicht den Regen meines Herrn in Schnee verwandelt. V\u00f6llig durchgefroren sind wir nun sp\u00e4tabends im Kloster angekommen. W\u00e4re ich doch eine Nacht l\u00e4nger in Gratenfels bei meiner Magd geblieben. Mit ihr war es sch\u00f6n warm im Bett. Was die Gro\u00dfe Mutter davon wohl hielt? Auch egal, ich bin mir\u00a0nur sicher, dass ich diese Nacht wieder allein verbringen werde. Ah, da kommt die warme Suppe. Bei einem solchen Wetter muss ich wohl mal dar\u00fcber hinwegsehen, dass ich gleich ein Frevel begehe. \u00dcber offener Flamme erhitztes Wasser. Aber wenn ich erfriere ist meinem Herrn auch nicht geholfen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">03. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe mich geirrt! Die Orks sind eine gr\u00f6\u00dfere Gefahr, als gedacht. Nun stehen sie vor Ferdock, gleich am anderen Ufer dieses wunderbaren Sees, an dem ich sitze. Ihre Nachhut blockiert noch das Time Steinbr\u00fccken, so dass ich derzeit nicht weiter nach Gareth reisen kann. Aber in Angbar l\u00e4sst es sich warten. Hier im Tal am Ufer des Angbarer Sees ist Tsa schon m\u00e4chtiger als Firun und man h\u00f6rt seinen Sturm nur noch aus der Ferne. Die Stimmung in der Polis ist schwer zu beschreiben. Einerseits sorgenvoll, andererseits auch positiv, da die Orks sich ihr noch nicht zugewandt haben. Sollen also die Orks die Gefahr sein, vor denen ich meine Br\u00fcder sch\u00fctzen soll? Wenn der Herr mir diese B\u00fcrde auferlegt hat, dann werde ich jeden einzelnen Ork von Sumus Leib tilgen!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">04. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Polis wird unruhig. Die Lebensmittel werden schon teurer. Mir ist auch unwohl bei dem Gedanken, dass nur der See uns von den Horden der Orks trennt. Aber\u00a0das Mow ist das Element meines\u00a0Herrn, es wird uns besch\u00fctzen.\u00a0Ich habe mit den hiesigen Br\u00fcder gesprochen, aber sie scheinen sich nur um den Fischfang im See zu sorgen. Hoffentlich wird sich das \u00e4ndern, sollten die Orks auch diese Mauern belagern.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">10. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten Chow waren ziemlich ereignislos. Ich habe viel die Angroschim beobachtet. Ein faszinierendes Volk! Aber ich mag sie nicht. Denn die m\u00f6gen den Regen und das Jom nicht. Mein Herr denkt sich sicher etwas dabei sie in die Tiefe zu ziehen, sollten sie sich doch einmal auf ein Schiff wagen. Wie es wohl w\u00e4re ihre H\u00f6hlen zu fluten? Ich sollte einen Brief an meine Eltern schreiben und mich entschuldigen. Auf meinem R\u00fcckweg sollte ich l\u00e4nger in Clachoven verweilen. Nachdem ich so viele G\u00f6tterl\u00e4ufe von meinen Eltern getrennt war schmerzt es mich, in Streit auseinandergegangen zu sein.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">11. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es verbreiteten sich heute sturmartig Ger\u00fcchte \u00fcber einen bevorstehenden Angriff der Orks auf Angbar. Panik breitet sich aus. Viele Reiche packen ihre Sachen und wollen \u00fcber den Pass fliehen. Feiges Gesocks! Ich \u00fcberlege nach Steinbr\u00fccken zu ziehen um mich dort den Orks zu stellen. Die anderen Br\u00fcder wollen nichts davon h\u00f6ren, die Macht des Flusses gegen die Orks zu nutzen. Wer hat ihnen die Agiazo gew\u00e4hrt!? An ihrer statt werde dann wohl ich die Ehre meines Herrn verteidigen. Sie ist es wert mein Leben zu geben.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">12. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am fr\u00fchen Morgen kreiste ein gro\u00dfer Schwarm M\u00f6wen \u00fcber der Polis. Als sie gen Firun flogen packte ich meine Sachen und wanderte ihnen hinterher. Sie f\u00fchrten mich nach Steinbr\u00fccken. Eine Botschaft meines Herrn! Die Sp\u00e4her berichteten, dass Bewegung in die Nachhut der Orks kommt. Ob sie Ferdock schon erobert haben?\u00a0Ich habe es organisiert, dass ich ein Pferd bekomme, sollten die Orks die Stra\u00dfe nach Gareth r\u00e4umen. Sollten sie uns aber angreifen &#8211; auch gut. Dann k\u00e4mpfe ich mir den Weg bis Gareth halt frei! Was sind schon die paar hundert Orks. Eigentlich ein Wunder, dass sie sich nicht gegenseitig fressen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">14. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten beiden Chow herrschte gro\u00dfe Anspannung hier in Steinbr\u00fccken. Es schallte viel L\u00e4rm aus dem Lager der Orks \u00fcber den Fluss. S\u00e4mtliche Verteidigungsanlagen wurden noch einmal verst\u00e4rkt. Aber der gef\u00fcrchtete Angriff blieb aus. Stattdessen zogen am Abend die Truppen der Orks gen Praios. Ich f\u00fcrchte f\u00fcr Ferdock hei\u00dft das nichts Gutes. Ich werde morgen bei Praiosaufgang losreiten. Ich sollte in drei Chow in Gareth sein. Mein Herr steh mir bei, dass ich lebend dort ankomme. Und rechtzeitig noch dazu.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u00a018. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin bis zu einer Taverne vor den Toren Gareths gekommen. Die Orks sollen auf ihrem Weg hierher ein Ekklesia gepl\u00fcndert haben. Auf Grund der Bedrohung werden die Stadttore nun schon zur D\u00e4mmerung geschlossen. Ich werde daher morgen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck in die Stadt zum Ekklesia gehen. Mein Herr m\u00f6ge meine weiteren Schritte dann leiten. Ich werde mich bedingungslos seinen Launen f\u00fcgen. Bis dahin werde ich dem Wirt dabei helfen nicht zu viele Vorr\u00e4te an Wein und Bier den Orks zu \u00fcberlassen. Prost!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u00a019. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt doch nichts sch\u00f6neres am Morgen, als aufzuwachen, weil die Magd versucht sich aus dem Zimmer zu schleichen. Ich f\u00fcrchte hier wird mein Gl\u00fcck mit den Damen ersteinmal enden, werde ich mich doch ab heute voll und ganz auf meinen Auftrag konzentrieren m\u00fcssen. Nach einem z\u00fcnftigen und langen Fr\u00fchst\u00fcck betrete ich am Vormittag Gareth. Eine wahrlich gro\u00dfe und beeindruckende Stadt. Aber viel zu voll f\u00fcr meinen Geschmack und sie stinkt bestialisch! Alle Leute verhalten sich der komisch, der Fluch des Krieges scheint auf ihnen zu liegen.\u00a0Nach einigen Irrungen und Wirrungen durch die Stadt hat mich mein Herr endlich mein Ziel erreichen lassen. Die herrschaftliche Wasserm\u00fchle! Den Ort aus meinen Tr\u00e4umen wiederzusehen \u00fcberw\u00e4ltigte mich. W\u00e4hrend meines Sto\u00dfgebetes be\u00e4ugten mich die Leute komisch. Haben sie noch nie jemanden beten sehen? Eine komische Stadt. Noran von Insur erwartete mich schon. Der Bewahrer von Wind und Wogen wusste, warum ich komme. Da wusste er mehr als ich, denn warum sollte ich meine Br\u00fcder warnen, wenn sie schon gewarnt waren? Nun gut, ich m\u00f6chte mich nicht anma\u00dfen zu versuchen meinen Herrn zu verstehen. Seine Hochw\u00fcrden f\u00fchrte mich hinter den Altar in eine Grotte. Dort befand sich ein Brunnen voll von warmen Wasser &#8211; wahrlich gesegnet. Er hie\u00df mich an hier zu meditieren. Daf\u00fcr setzte ich mich in den Brunnen und sogleich wurde mir schwarz vor Augen. Ich fand mich in einem Meer aus Blut wieder, den Geschmack von Eisen auf meiner Zunge. Als ich so schwamm bildete sich am Horizont die Silhouette einer Stadt, \u00fcber ihr schwebend der Praiosdiener Scran. W\u00e4hrend ich sinnierte, warum ich Greifenfurt sehe, erfasste mich eine m\u00e4chtige Welle meines Herrn und mitsamt dem Blut wurde ich in ein Hippodrom gesp\u00fclt, ein Geb\u00e4ude dem ich zuvor schon hier in Gareth ansichtig wurde. Und so \u00f6ffnete ich meine Augen, dankte meinem Herrn f\u00fcr diese klaren Worte, verlie\u00df den Tempel und steuerte direkt auf das Hippodrom zu. Dort ignorierte ich die Schlangen der einfachen Menschen, die auch in das Hippodrom wollen. Ich platziere mich in einer Schlange an erster Stelle und w\u00e4hrend mein Hintermann noch \u00fcberlegt, ob er sich beschweren soll oder nicht, sehe ich mich mit dem inkompetentesten Schreiber auf Dere konfrontiert. Warum ich geboren wurde? Ich glaube meine Antwort verst\u00f6rte ihn, es war aber auch nicht die \u00fcberlegteste. Auch \u00fcber die anderen Fragen regte ich mich schrecklich auf und konnte meinen Zorn kaum z\u00fcgeln. Nichtmal Matoi <em>[Soldat]<\/em> soll ich mich nennen, sondern Rekrut! Wenn meine Familie das h\u00f6ren w\u00fcrde! Da erniedrige ich mich schon als Geweihter in die Armee einzutreten und dann soll ich ein kleiner Wurm sein!? Ich war so erz\u00fcrnt, dass ich den Worten des Schreibers nicht mehr lauschte und nicht genau wusste, wo ich hin sollte. Nach kurzem Suchen habe ich das Lager des IV. Haufens des III. Banners des II. Regiments gefunden. Ein wahrer Haufen! Ein Haufen Nichtsnutze! Frauen! Kinder! Wie soll damit ein Orkensturm aufgehalten werden? Ich bat meinen Herrn um Erbarmen und seinen Segen. Was sendete er uns? Zwei Angroschim! Seine Launenhaftigkeit in unerm\u00e4sslich! Sollen zwei Zwerge ein Segen sein? Aber ich habe die Dame Sylvia falsch eingesch\u00e4tzt. Sie ist herrlich impulsiv und von Rahja wahrlich gesegnet. Ich werde ein Auge auf sie haben. Abends nach dem Essen machten wir noch einen bezaubernden Spaziergang. Sie hat mir deutlich gemacht, dass mit ein bisschen Anstrengung mehr daraus wird. Das Lager hat sogar\u00a0eine Taverne. Es ist zwar nur ein gr\u00f6\u00dferes Zelt, aber es gibt kostenlos Wein. Das muss man mal dem Milit\u00e4r lassen. Eine Taverne ist nur so gut wie ihr Wirt, und der ist sehr gut! Er lie\u00df mir Wein zukommen, obwohl er es noch nicht gedurft h\u00e4tte. Daf\u00fcr habe ich ihm abends die Taverne gesegnet. Naja, zumindest glauben es alle. Er hat uns daf\u00fcr\u00a0ein Tisch reserviert. Ich finde dieses milit\u00e4rische Gehabe unertr\u00e4glich. Rondra muss furchtbar langweilig sein. Was mein Herr an ihr gefunden haben mag, als er sie schw\u00e4ngerte? Ich wollte erst mit dem S\u00e4bel \u00fcben, doch ab morgen trainiere ich weiter meine F\u00e4higkeiten mit dem Speer. Mal sehen wie das noch alles wird.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">20. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Milit\u00e4rischer Alltag ist langweilig. Fr\u00fch aufstehen, schrecklich fr\u00fchst\u00fccken und dann auf einmal ganz pl\u00f6tzlich irgendwo antreten. Heute erkl\u00e4rte uns der Korporal, dass wir zu morgen uns und unsere Sachen \u2013 vor Allem R\u00fcstung \u2013 putzen sollen. Es wird eine Heerschau zu Ehren Prinz Brin und zum Vergn\u00fcgen der Bev\u00f6lkerung geben. Vergn\u00fcgen kurz vor der Entscheidungsschlacht f\u00fcr jene, die zu feige sind zum K\u00e4mpfen,\u00a0durch jene, die zu mutig sein wollen. Ironie der G\u00f6tter! Ich hab dem Herrn sei Dank wenig zu tun, immerhin trag ich keine R\u00fcstung und mein Gewand ist perfekt, so wie es ist. Der Zwerg Argobrax hat wohl in der Nacht den \u00dcbungsplatz umgegraben. Der Korporal fand das wohl nicht sehr gut, aber er hat sich das kaum anmerken lassen. Unsympathische milit\u00e4rische Eigenschaft! W\u00e4hrend des \u2013 furchtbaren \u2013 Mittagmahls gesellte sich ein ziemlich komischer Magier zu uns. Magier sind ja grunds\u00e4tzlich komisch und mir suspekt, aber er schien es noch in besonderem Ma\u00dfe zu sein. So garnicht arrogant, man musste ihm jede Information aus der Nase ziehen. Er ist ein Halbelf, wenn ich es richtig verstanden habe aus dem Bornland. Allerdings kommt er aus einer Drachenstadt, was der Zwerg weniger toll fand. Was ich weniger toll fand war seine Magie: Wof\u00fcr wollen mich die G\u00f6tter strafen, dass ich nun mit einem FEUER-Magier auskommen muss? FEUER! Also wirklich! In den darauffolgenden Diskussionen habe ich mich ein bisschen gehen lassen und die Zwerge beleidigt. Aber warum beten die auch einen falschen Gott an? Kann ich doch nichts daf\u00fcr! Ich habe mich sp\u00e4ter einfach mal bei Argobrax entschuldigt, mehr oder weniger. Ich mag meinen Kopf dann doch zu sehr, als ihn mir von einem Kleinw\u00fcchsigen spalten zu lassen. Der Nachmittag war mal wieder vergeudete Zeit. Wir \u00fcbten das Marschieren. Ein solcher Haufen soll im Gleichschritt laufen und Schreien? Das ist wie Gwen Pertyl vor die Ratten werfen! Danach hatten wir wenigstens den Rest des Tages frei. W\u00e4hrend die anderen ihre Kettenhemden durch den Dreck zogen \u2013 Sollten sie sie nicht reinigen? \u2013 schickte ich den kleinen Dero los, um mir einen Badezuber zu organisieren. Es ist immer wieder faszinierend, aber kurze Zeit sp\u00e4ter kam er zur\u00fcck und hatte die Aufgabe erledigt. Er besitzt scheinbar beeindruckende F\u00e4higkeiten. Ich nahm selbstverst\u00e4ndlich Sylvia mit, eine bessere M\u00f6glichkeit den Anblick ihres K\u00f6rpers zu genie\u00dfen kann es \u2013 fast \u2013 garnicht geben. Es h\u00e4tte sicher auch sehr romantisch werden k\u00f6nnen \u2013 h\u00e4tte der Zuber nicht im Bordell gestanden. Wenigstens gab es ein Separ\u00e9, sodass wir zumindest ein paar Z\u00e4rtlichkeiten austauschen konnten. Alles sch\u00f6n und gut, aber langsam f\u00e4ngt mein K\u00f6rper an sich wie ein gestauter Fluss anzuf\u00fchlen, und dann muss bekannter Weise Wasser abgelassen werden. Naja, wenn Sylvia sich weiter so hat, wei\u00df ich ja wo das Bordell steht. Gegen Abend gab es dann wieder ein gem\u00fctliches Zusammensitzen in der Taverne \u2013 zumindest anfangs. Der Magier scheint doch ganz interessant zu sein. Er hat keine Ahnung von der Welt! Es scheint eine sehr komische Stadt zu sein, aus der er da kommt. Heute lernte ich zum ersten Mal die Elfe Sartassa genauer kennen. Faszinierende Frau! Es stimmt schon, was man sich so erz\u00e4hlt, sie sind sehr sch\u00f6n anzusehen. Aber zu alt! Sie hat etwas von Jahrhunderten gesagt, ich wollte es lieber nicht genauer wissen. Allerdings, wenn ich \u00fcberlege wie es w\u00e4re hunderte Jahre lang so jung und frisch zu sein. Ganz neue M\u00f6glichkeiten erg\u00e4ben sich einem! Zum Abschluss des Abends hatte ich noch einen Streit mit dem Herrn F\u00e4hnrich. Ich bin ihm wohl ins Wort gefallen. Oh wie schlimm! Was redet er auch nur langweiliges Zeug? Zum Schluss hab ich ihn das Machtspielchen gewinnen lassen, ohne meine Ehre zu verlieren. Er schlug mich sogar, deutete aber an, dass er mir damit Ehre erweisen wollte. Als ob ich jeden einfach so schlagen w\u00fcrde. Naja, geplante Impulsivit\u00e4t ist auch irgendwie Impulsivit\u00e4t. Wobei ich mir nat\u00fcrlich einen frechen Kommentar nicht verkneifen konnte. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass wir uns ganz gut verstehen. Er legt halt nur zu viel Wert auf dieses scheu\u00dfliche milit\u00e4risch-adelige Gehabe.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">21. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Morgenapell wollte der werte Herr F\u00e4hnrich noch mit mir, dem Magier Lumin und Armando k\u00e4mpfen \u00fcben. Warum auch immer. Eins muss man ihm lassen: Er ist zwar nicht impulsiv, aber unergr\u00fcndlich. Fast beginne ich ihn zu m\u00f6gen. Ich sollte wirklich noch etwas \u00fcben, bevor es in die Schlacht geht. Gegen Armando habe ich zwar \u201cgewonnen\u201d, gegen den F\u00e4hnrich selber jedoch nicht. Und ich kann schwer sagen, wie gut diese Orks k\u00e4mpfen k\u00f6nnen. Die Teilnahme an der Heerschau war recht langweilig. Im Gleichschritt marschieren, vor dem Prinzen schreien und schon waren wir fertig. Da wir immernoch nicht das Hippodrom verlassen durften habe ich mir den Rest des Heerzuges \u2013 der erst aufbrach, als wir schon lange fertig waren\u00a0\u2013 von einer gem\u00fctlichen Stelle aus mit Sylvia angeschaut. Der Magier war auch dabei, aber er st\u00f6rte kaum. Meine Begierde nach ihr wird immer gr\u00f6\u00dfer. Ich hoffe auf die Verlegung auf die Silkwiesen. Dort muss ich sie einfach verf\u00fchrt bekommen. Der Rest des Tages verlief dann ganz ruhig, aber in der Nacht brach das Chaos \u00fcber uns herein. Mitten in der Nacht \u2013 ob es schon am n\u00e4chsten Tag war? \u2013 wurden wir alle von einem lauten \u201cAlarm\u201d-Ruf geweckt. Kaum die Augen aufgeschlagen, wird die T\u00fcr unseres Zeltes aufgerissen und ein Soldat mit rot-gl\u00fchenden Augen steht in ihr. Der Magier zauberte irgendwas, der F\u00e4hnrich griff an und mein Dreizack bohrte sich in die Kehle des Aggressors und streckte ihn nieder. Ich bin aber auch gut! Wir sammelten uns vor dem Zelt und da dort kein weiterer Wasauchimmer zu sehen war, liefen wir \u2013 zugegeben vom F\u00e4hnrich angef\u00fchrt \u2013 zum Zelt der Heerf\u00fchrung, wo die Elfe, die Baronin und der Graf sich gegen f\u00fcnf Angreifer wehrten. Wieder zauberte der Magier etwas, diesmal eine Flutwelle an Licht \u2013 ist ja nicht direkt Feuer, also finde ich das einfach mal in Ordnung \u2013 und die Angreifer waren geblendet und wurden niedergek\u00e4mpft. Diesmal war mir mein Wurf misslungen. Bei der Ente des Charyptoroth! Als auch die letzten Aggressoren get\u00f6tet waren \u2013 es waren deren nicht viele \u2013 versammelten sich alle auf dem Apellplatz. Die Baronin hielt eine kurze Ansprache und \u00fcbergab dann das Wort an die Elfe Sartassa. Tja, mich beklemmt es jetzt schon, dass sie sich als Mitglied des kaiserlichen Geheimdienstes zu erkennen gegeben hat. Zum Schluss trug sie mir auf beim Morgengrauen eine Andacht zu halten. Um die Leichen k\u00fcmmert sich wohl der Borontempel, aber ich soll mich um die Hinterbliebenen k\u00fcmmern. So sitze ich hier nun auf den R\u00e4ngen des Hippodroms und zerbreche mir den Kopf dar\u00fcber, wie ich das am besten mache. Ja ich wei\u00df, einfach impulsiv sein. Aber es ist meine erste eigene Messe! Da muss ich doch vorbereitet sein! Ich werde hier wohl noch eine Weile sitzen\u2026<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">22. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Messe war grandios! Alle waren sprachlos! Und mein Vater ergoss sich \u00fcber uns! Selbst der F\u00e4hnrich sah schlie\u00dflich ein, dass ich gr\u00f6\u00dfer bin als er und \u00fcber ihm stehe! Selbst den Magier konnte ich so sehr begeistern, dass er Aureliani lernen wollte. Allerdings musste ich das ablehnen. Genauso wie sein pl\u00f6tzliches Ansinnen ein Geweihter des Alten zu werden. Welch befremdliche Gedanken dieser komische Mann hegt. Ein mit Feuer um sich werfender Magier will ein Geweihter des feuerverabscheunden Wassergottes werden. Mit der Geschichte habe ich in Havena die Lacher meiner Br\u00fcder auf meiner Seite! Am Abend wurde die \u00d6dheit des Seins des Milit\u00e4rs zumindest f\u00fcr unseren Haufen aufgelockert. Das mit dem Haufen stimmt jetzt endg\u00fcltig im wahrsten Sinne des Wortes. Der letzte Rekrut kam an. Ich habe eher das Gef\u00fchl, dass die Heerf\u00fchrung hier ein Kuriosit\u00e4tenkabinett aufbauen will, als ein schlagkr\u00e4ftiges Heer. Wir nennen jetzt einen Moha unseren Bruder. Hesinde sei Dank spricht er wenigstens unsere Sprache. Recht gut sogar. Es wurden einige ganz interessante Gespr\u00e4che mit und \u00fcber ihn gef\u00fchrt, als er eine gro\u00dfe Pfeife herumreichte. Da ich erstens Rauschkraut bei dem Wilden vermutete und zweitens es BRANNTE lehnte ich dankbar ab. Langsam be\u00e4ngstigt mich meine Ruhe, die ich bisweilen an den Tag lege. Der kleine Dero besa\u00df die Dreistigkeit einen tiefen Zug zu nehmen. An den Reaktionen der anderen vom Rauchen erkannte ich, dass meine Vermutungen wahr waren. Also schickte ich Dero in das Zelt schlafen, wissend, dass er sonst den morgigen Tag nicht ordentlich bestehen k\u00f6nnen w\u00fcrde. Aber ein Positives hatte dieses Rauschkraut. Meine liebe Sylvia legte endlich ihre \u00fcbertriebene Sch\u00fcchternheit ab. Wir machten einen gem\u00fctlichen Spaziergang wiedereinmal an den Balustraden des Hippodroms, bis sie dann in einer abgelegenden Ecke sich mir hingab. Hach tat es gut! Und ich muss sagen, ich mag sie wirklich. Und wenn man sich beim Beischlaf auch noch mag, dann macht es mehr Spa\u00df und ist damit auch besser. Wobei ich immer gut darin bin! Mal sehen, was sich mittelfristig zwischen uns entwickelt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">28. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten Tage verliefen unglaublich ereignislos. Tagein tagaus die gleiche Routine, die selben Menschen, die \u00e4hnlichen Gespr\u00e4che. Das einzig Erfreuliche, das es zu vermelden gibt, ist, dass sich zwischen Sylvia und mir eine innige Beziehung aufgebaut hat. Und damit meine ich nicht nur, dass wir nun regelm\u00e4\u00dfig das Lager teilen. Ich mag sie wirklich und es sticht mir ins Herz wenn ich an die M\u00f6glichkeit denke, dass sie die folgende Schlacht nicht \u00fcberleben sollte. Ich werde ein Auge auf sie haben und ihr beistehen wie ich nur kann. Mein Herr, du kennst die Liebe, die Donnernde zeigte es mir. Habt beide, die ihr den gro\u00dfen Wal erschaffen habt, ein Auge auf die meinige und m\u00f6ge Regen, Blitz und Donner all jene treffen, die ihr schaden wollen. Wobei ich froh bin \u00fcberhaupt diese Zeilen schreiben zu k\u00f6nnen. Ich h\u00f6rte schon das Meeresrauschen und die Delphinges\u00e4nge, wie sie mich im gro\u00dfen Meer willkommen hie\u00dfen. Doch der Launenhafte hatte gute Laune und so sollte ich nun der Reihe nach alles aufschreiben. Wir wurden am heutigen Nachmittag endlich auf die Silkwiesen verlegt. Wobei ich bei unserer Positionierung nicht das beste Gef\u00fchl habe. Aber wir werden sehen. In einem Gespr\u00e4ch konnte ich der ehrenwerten Hauptfrau Ira von Seewiesen meinen hohen Wert vermitteln und unterbreitete ihr einige Ideen, die sie jedoch gr\u00f6\u00dftenteils ablehnte. Vielleicht ganz gut so, denn ich bin mir nicht sicher, ob deren Ausf\u00fchrung meine F\u00e4higkeiten nicht ein bisschen \u00fcberstiegen h\u00e4tten. Mit anderen Worten, selbst eine Gruppe von Bewahrern von Wind und Wogen h\u00e4tte an meinen Ideen scheitern k\u00f6nnen. Auf dem R\u00fcckweg zum Lager f\u00fchrte ich ein erhabenes Gespr\u00e4ch mit dem werten Herrn Magier. Er wird mir von Tag zu Tag sympathischer, auch wenn er weiterhin etwas mysteri\u00f6s erscheint. Am Lager hatte ich mal wieder, wie sollte es auch anders sein, einen Disput mit dem Herrn F\u00e4hnrich. Was soll ich dazu gro\u00df sagen, er gab einen Befehl, ich versprach ihn rechtzeitig auszuf\u00fchren \u2013 er gab uns 5 Augenblicke Zeit daf\u00fcr \u2013 und wollte mich kurz vom Lager entfernen. Ich hatte ja noch Zeit! Da fiel er mir wie von D\u00e4monen besessen von hinten mit gezogenem Schwert in den R\u00fccken und schlug auf mich ein. Ich wehrte mich nat\u00fcrlich dagegen, bis ich pl\u00f6tzlich und unerwartet zusammenbrach und eben oben erw\u00e4hnte Willkommensmusik h\u00f6rte. Doch ebenso pl\u00f6tzlich und ebenso unerwartet sah ich das Antlitz der Elfe Sartassa vor mir, wie sie mich heilte. In dem Moment war ich ihr dankbar, doch sp\u00e4ter erfuhr ich, dass sie es war, die mich mittels eines Zaubers niederstreckte. Warum sie mich daraufhin wiederbelebte und was dazwischen geschah wei\u00df ich nicht. Bisher habe ich nicht gefragt und ich wei\u00df nicht, ob ich es \u00fcberhaupt tun werde. Wir erkl\u00e4rten ihr unseren Disput und mit einer unelfischen Diplomatie gab sie uns beiden Recht und beendete den Streit f\u00fcrs erste. W\u00e4hrend der F\u00e4hnrich also seine bl\u00f6den \u00dcbungen machte hatte ich frei und begab mich in die Arme meines Vaters, um mich von allen Wunden zu heilen. Daraufhin wartete ich am Lager auf den Rest. Der Zwerg und Lumin waren mit Abstand als erste wieder da und wir f\u00fchrten ein herrlich l\u00e4sterliches Gespr\u00e4ch \u00fcber den F\u00e4hnrich. Aber man muss ja aufpassen, dass kein Wort in die falschen Ohren ger\u00e4t. Als der F\u00e4hnrich zur\u00fcckkehrte verlangte er \u2013 oh Wunder \u2013 ein Vier-Augen-Gespr\u00e4ch mit mir. Ich erwartete eine weitere Eskalation seinerseits, doch ich t\u00e4uschte mich. Er war sehr vers\u00f6hnlich und wir f\u00fchrten ein offenes Gespr\u00e4ch, in dem wir uns mehr oder weniger vertrugen. Wenn ich sage es war ein offenes Gespr\u00e4ch, so l\u00fcge ich zum Teil, denn der F\u00e4hnrich ist weiterhin sehr verschlossen. Seine Andeutungen lassen aber vermuten, dass er f\u00fcchsischer ist, als anfangs gedacht. Vielleicht ist ein gar ein echter Fuchs? Zuzutrauen ist es ihm. Ich werde ein Auge auf ihn haben. Da ich aber nicht blind durch die Welt laufen will bekommt er meine Aufmerksamkeit nur, wenn ich sie entbehren kann. Am Abend wurden wir eine lustige Runde am Feuer und kl\u00e4rten Lumin und den Moha \u00fcber die G\u00f6tter weiter auf. Heute waren Travia, Rahja und Levthan an der Reihe und ihre Standpunkte zur Liebe. Da ich mich damit bekanntlich gut auskenne durfte ich die Erkl\u00e4rungen f\u00fchren. Sp\u00e4ter merkten wir, dass Dero uns belauschte und es entbrannte ein Streit darum, ob Dero nun ein Mann sei, der davon h\u00f6ren darf, oder noch ein Knabe, dem solch sch\u00f6ne Dinge vorenthalten bleiben sollen. Wir einigten uns darauf, dass er als Mann gilt, sollte er die Schlacht irgendwie \u00fcberleben. Hoffen wir f\u00fcr ihn das beste.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">29. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem gem\u00fctlichen Morgen treten wir auf dem Apellplatz an. Hauptfrau Ira von Seewiesen unterrichtet uns dar\u00fcber, dass die Schlacht innerhalb der n\u00e4chsten zwei tage beginnen wird. Bis dahin sollen wir uns ausruhen. Und es gibt mehr zu essen und zu trinken als sonst \u2013 Leichenschmaus. Aber zumindest kann uns der F\u00e4hnrich nicht mehr mit seinen \u00dcbungen nerven. Sylvia entdeckte ein leeres Lager im Wald. Wir zogen uns dorthin zur\u00fcck und genossen eine vielleicht letzte Zweisamkeit. Am Nachmittag gingen wir zur Taverne zur\u00fcck und konnten dabei beobachten, wie die Orks ihr Lager errichten. Nicht nur ich bin der Meinung, man sollte einfach losst\u00fcrmen und sie jetzt niedermachen. Aber nein, immer dieses rondrianische Gehabe mit Ehre im Kampf und so. Als ob sich die Orks darum scheren w\u00fcrden. Aber wenn die Heerf\u00fchrung das so will \u2013\u00a0soll sie sehen, was sie davon hat.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">30. Tsa<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den ganzen Tag \u00fcber herrschte eine angespannte Stimmung im Lager. Das warten auf die Schlacht ist schrecklich. Da hilft kein Suff und keine Ruhe. Nach nichtstuender Entspannung sa\u00dfen wir ein vielleicht letztes Mal zusammen am Feuer. Wie sollte es anders sein war die kommende Schlacht das Hauptgespr\u00e4chsthema, beziehungsweise das Danach. Der F\u00e4hnrich bot jedem an ein Testament aufzusetzen, aber keiner hat etwas, was es lohnt zu erw\u00e4hnen. Auch ich habe ja keinen wirklichen Besitz und sollte ich fallen ist davon auszugehen, dass bei meinem Blut und meinem Stand alle notwendigen Benachrichtigungen von der Heeresleitung vorgenommen werden. Sollte es dann noch eine geben. Und wenn nicht ist es sowieso egal, dass wird die Welt im Chaos versinken, bis die G\u00f6tter selber auf Sumus Leib niederkommen und unsere Rasse befreien. Ich hoffe die Alveranen sind uns morgen gn\u00e4dig, obwohl hier im Lager keiner diese Nacht an das Fest der Erneuerung denkt. Auch mir steht nicht der Sinn danach. Vielleicht ist dies der letzte Eintrag, den ich in meinem Dokos verfasse. Und ich komme nicht umhin mir Gedanken dar\u00fcber zu machen, was das letzte Wort sein soll. Ob es sich \u00fcberhaupt lohnt sich diese Gedanken zu machen. Ob es nach meinem Tod meiner Familie \u00fcberbracht wird? Ich w\u00fcrde es w\u00fcnschen, und falls dies hier jemand lesen sollte, so sein ihm gesagt: <strong>Bring dieses B\u00fcchlein nach Tannwald zu meinem Bruder Baron Enda Ui Niamad. Es soll zu deinem Schaden nicht sein! <\/strong>Und meiner Familie will ich sagen: <strong>Ich liebe euch! Doch nun schwimm ich mit den Delphinen und das ist auch gut so! <\/strong><em>Welt, gehab dich wohl\u2026<\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">02. Phex<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was f\u00fcr ein Tag! Was f\u00fcr eine Nacht! Eine solch erlebnisreiche Patrouille h\u00e4tte ich mir nicht in meinen k\u00fchnsten Albtr\u00e4umen ausmalen k\u00f6nnen. Wir wateten\u00a0durch den Nebel, der \u00fcber den Schlachtfeldern waberte, als wir um uns herum Bewegungen ausmachen konnten. Ein Schrecken durchfuhr uns! Er wurde noch gr\u00f6\u00dfer, als wir bemerkten, dass wir von einer unendlichen Menge an kalten Alriks umgeben waren. Ich f\u00fchlte mich wie eine Sardelle umgeben von einem Schwarm Makrelen und entsprechend \u00fcbermannte mich mein spezieller \u00dcberlebenstrieb \u2013 oder auch meine \u00c4ngste \u2013 je nach Sichtweise. Ich wei\u00df nicht mehr, was dann geschah, aber ich erwachte aus einer boronischen Schw\u00e4rze in den Armen Brennos und Armandos. Wir befanden uns im Heerlager und ich wurde, so verwirrt wie ich noch war, in das Zelt seiner Ehrw\u00fcrden Reichserzmarschall Helma Hafax zur Audienz gebeten. Ha, der F\u00e4hnrich w\u00fcrde vor Neid erblassen. Apropos erblassen, ich sollte von den Vorkommnissen auf der Patrouille berichten. Auch wenn ich nicht viel dazu sagen konnte wurde unser Haufen offiziell gelobt und mit Pferden ausgestattet. Wir sollten als Nachhut dem Prinzregenten in den Kampf folgen. Als wir ihn erreichten war er grade von Orks umzingelt und neben ihn fanden wir auch den Rest unseres Haufens soweit wohlbehalten wieder. Schnell waren die Orks vernichtet und seine Hoheit und seine Spektabilit\u00e4t Saldor Foslarin gaben uns die Ehre, dass wir uns ihnen vorstellen durften. Der Herr Prinz war f\u00fcr die Verh\u00e4ltnisse und Umst\u00e4nde erstaunlich locker und formlos, ein Umstand, der zumindest mich irritierte, vielleicht den F\u00e4hnrich auch noch, aber er zeigte es zumindest nicht. Wir bekamen den Auftrag seine Spektabilit\u00e4t zu begleiten, um den sch\u00e4ndlichen Orkschamanen zu eliminieren. Zu meinem Missfallen wurden wieder Flammen eingesetzt, doch waren sie wieder erfolgreich, ein Umstand an den ich mich wohl gew\u00f6hnen muss \u2013 vorerst. Der Moha holte sich noch den Kopf des Schamanen und dann begaben wir uns auf den R\u00fcckweg erst zum Prinzen, um Bericht zu erstatten, und dann mit ihm gemeinsam zur\u00fcck zum Lager. In unserem Zelt fand ich die genesenen Xasch und Sylvia, die ich gleich mit in die Taverne nahm, weil dort der ganze Haufen seinen Erfolg feiern wollte. Tat er auch, abgesehen vom F\u00e4hnrich, der mal wieder Streit suchte und uns verlie\u00df. Naja, auf ihn kann der Haufen auch am ehesten verzichten. Au\u00dfer seinen ganz passablen Kampfk\u00fcnsten bietet er uns nur \u00c4rger. Wie es sich f\u00fcr diesen Griesgram geh\u00f6rt weckte er uns am n\u00e4chsten Morgen sehr unfreundlich. Wir hatten den Befehl bekommen nach Gareth zu gehen und in der Garnison vorstellig zu werden. Also brachten wir alle unsere Sachen auf Vordermann. Dabei half uns Dero sehr, der uns in die Geheimnisse seines Wasch-und-B\u00fcgel-Steins einweihte. ein Geschenk seiner Waisenhausmutter. Sehr hilfreich! In Gareth zogen wir ersteinmal wieder aller Aufmerksamkeit auf uns, als der Moha die Garnison erklomm und auf dem Tor einen Speer mit dem Kopf des Schamanen aufstellte. Im Innenhof wurden wir mit gro\u00dfen milit\u00e4rischen Ehren empfangen, seine Hoheit Prinz Brin pers\u00f6nlich wandte sich mit lobenden Worten an uns. Er erhob uns alle in den Rang von Korpor\u00e4len, nur den F\u00e4hnrich sogar in den Rang eines Leutnant. Zum Schluss bekam jeder von uns noch 100 Dukaten aus der pers\u00f6nlichen Schatulle des Prinzen, was f\u00fcr ein sch\u00f6nes S\u00fcmmchen. Der Moha benahm sich wiederholt daneben, aber ich habe den verdacht, dass seine Hoheit seinen Spa\u00df daran hat, sonst w\u00e4re der Moha schon l\u00e4ngst tot. Den Abend lie\u00dfen wir gem\u00fctlich im Badehaus Bellona ausklingen, ich g\u00f6nnte mir mit meiner Sylvia ein gem\u00fctliches Separe\u00e9. Wir m\u00fcssen uns erst in drei Tagen wieder in der Garnison melden, bis dahin haben wir so etwas wie Urlaub.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">09. Phex<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wei\u00df garnicht, wo ich anfangen soll. In der letzten Woche sind so viele verwirrende Dinge geschehen. Nach der Audienz bei Prinz Brin wurde uns f\u00fcr einige Tage frei gegeben. Erst am 5. Tag des Mondes sollten wir wieder in der Garnison antreten. Ich verbrachte die Tage mit meiner Sylvia, ich brachte ihr meinen Herrn durch einen Besuch des Tempels n\u00e4her und bediente mich mit ihr und Lumin in den Gesch\u00e4ften der Stadt. Es ist erstaunlich schwer 100 Dukaten auszugeben. Ich habe Sylvia Schmuck zum Geschenk gemacht. Damit das Gelds\u00e4ckel nicht so schwer wiegt und lange Finger anzieht haben wir uns in der Nordlandbank Wechsel ausstellen lassen. Wir haben alle das Gef\u00fchl, dass die Queste noch nicht am Ende ist. Der Antritt in der Garnison war sehr kurz. Der F\u00e4hnrich-Leutnant, der Moha, Argobrax, Lumin und ich bekamen eine Einladung aus der Stadt des Lichts. Wobei, bekommt man von Ehrw\u00fcrden Dexter Nemrod Einladungen, oder Befehle? Zumindest war f\u00fcr uns alle klar, dass wir wie gehie\u00dfen morgen zur Mittagsstunde an der Pforte des Lichts stehen werden. Man widersetzt sich dem G\u00f6tterf\u00fcrsten nicht. Bis dahin war ich weiter mit Sylvia zusammen. Und ich wei\u00df nicht, ob ich einen Fehler beging\u2026 Meine Neugierde trieb mich dazu sie nach ihren Eltern zu fragen, sie wich aus. Allerdings setzte ich mich mit der Forderung eines Besuches ebenjener durch. Beziehungsweise ihres Vaters, die Mutter ist schon bei Boron. Ihr Elternhaus steht in einer ganz passablen Gegend, doch was mich im gem\u00fctlichen Wohnzimmer erwartete spottete jeder Schelmerei: Korporal Zoltan! Gut, ich habe derzeit den gleichen milit\u00e4rischen Rang und stehe gesellschaftlich \u00fcber ihm, aber h\u00e4tte das Weib nicht mal vorher erw\u00e4hnen k\u00f6nnen, dass er ihr Vater ist!? So w\u00e4hrend der Ausbildung im Hippodrom zum Beispiel!? Garstiges Biest! Nat\u00fcrlich wusste er von den Stelldicheins zwischen ihr und mir und nat\u00fcrlich nahm er mir ein Traviabund-Versprechen ab, aber mir wird das grad zu viel. Morgen trennen sich unsere Wege erst einmal, sie darf nicht mit in die Stadt des Lichts. Ich lasse mich \u00fcberraschen, was der Oberinquisitor von uns will, werde mir Gedanken \u00fcber all das machen und dann werde ich wohl oder \u00fcbel eine Entscheidung bez\u00fcglich Sylvia treffen m\u00fcssen. Hoffentlich nimmt mir Tsa diese Entscheidung nicht ab. Ich bin dann doch von zu hohem Stand, um mir einen Bastard leisten zu k\u00f6nnen. Zumindest einen Bastard, von dem ich wei\u00df. Vielleicht gibt es in Rethis oder Havenna schon kleine Delphine \u2013 bei der Vorstellung muss selbst ich lachen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">10. Phex<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute zur Mittagsstunde fanden wir uns alle wie erwartet vor der Pforte des Lichts ein. Nur der Zwerg fehlte, er ist zur\u00fcck in seine Heimat, um sein Volk f\u00fcr den Krieg zu r\u00fcsten und in jenen zu f\u00fchren. Ich fragte mich, ob der Moha und Lumin die Begegnung mit dem Inquisitor \u00fcberleben w\u00fcrden, Praioten haben ja teils extremistische Vorstellungen. Aber der Leutnant und ich haben ihnen die wichtigsten Regeln eingesch\u00e4rft und wenn sie die einhalten, dann klappt das. Dachten wir. Jetzt wissen wir es zumindest teilweise besser. Zu unserer allergr\u00f6\u00dften \u00dcberraschung empfing uns seine Eminenz pers\u00f6nlich im Haupttempel und kaum konnten wir uns ihm standesgem\u00e4\u00df vorstellen redete er auch schon auf uns ein. Wir sind nun zusammen mit Oberst Sartassa und der jungen Dame Rontja \u2013 ein wunderh\u00fcbsches M\u00e4dchen \u2013 Teil der Operation \u201cGreifenschlag\u201d. Wobei es falsch scheint zu sagen, dass wir ein Teil davon sind, ich glaube wir sind alles, was f\u00fcr dieses Niederh\u00f6llenkommando\u00a0geopfert wird. Opfer sind wir, denn unsere Aufgabe ist es sich in das vom einem ORKHEER besetzte Greifenfurt durchzuschlagen und dort den Widerstand zu organisieren. Ich wei\u00df zwar nicht, was f\u00fcnf Personen gro\u00df ausrichten sollen, aber wer wei\u00df, ob das \u00fcberhaupt jemand wei\u00df\u2026 F\u00fcr die n\u00e4chsten Tage werden wir als \u201cG\u00e4ste\u201d untergebracht, ich f\u00fchle mich eher wie ein besserer Gefangener, wir d\u00fcrfen die Tempelanlagen nicht verlassen. Man muss der Inquisition lassen, dass sie sich grundlegende Gedanken \u00fcber unsere Ogeraufgabe gemacht hat, immerhin bekommen wir mehrere Lehrmeister f\u00fcr Dinge wie Kriegskunst, Reiten, \u00dcberleben in der Wildnis und so weiter. Allerdings war die erste Lehrstunde die wasserloseste Ebbe meines Lebens. Meister Tankret, ein Mitglied der Vinsalter Oper, mag zwar ein Meister seines Fachs zu sein, aber wer verkleidet sich denn freiwillig? Das spannendste an dem Unterricht war der Besuch eines Bannstrahlers, der uns auf Oberst Marcian ansetzte, doch wir gingen nicht wirklich darauf ein. Wobei, ich verga\u00df die neue Redseeligkeit des Herrn von Spichbrecher. Sicherlich geschuldet dem Gespr\u00e4ch zwischen ihm und Rontja \u2013 seiner Nichte zweiten Grades oder so \u2013 dass sowohl Lumin, als auch ich belauschten, aber trotzdem. Er gab nun endlich preis, dass er Leiter eines Handelshausen mit mehreren Kontoren in ganz Aventurien ist. Und, dass seine Familie in Greifenfurt festsitzt. Der arme Mann, ich versteh ihn jetzt viel besser und kann ihn jetzt endlich geb\u00fchrend respektieren. Ein Fakt, der ihn f\u00fcrchterlich aufregte \u2013 so ganz verstanden habe ich den Mann immernochnicht. Der heutige Tag endete tragisch f\u00fcr unsere Gruppe. Wir a\u00dfen grade ganz vorz\u00fcglich zu Abend, als unser Essenssaal von einer Gruppe Bannstrahler unter F\u00fchrung seiner Eminenz und dem Gro\u00dfinquisitor Praiodan nahezu gest\u00fcrmt wurde. Sie beschuldigten den Moha des Diebstahls \u2013 scheinbar zu recht. Es tut mir leid um ihn, aber wer einen solchen schwerwiegenden Frevel begeht muss brennen. Handelsmeister Stordan wollte noch verhandeln, doch der Moha machte durch eine spektakul\u00e4re Flucht alles zunichte. Wo er jetzt wohl ist? Ich f\u00fcrchte es ist egal. W\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe h\u00f6re ich den Gro\u00dfinquisitor die gro\u00dfe Richtspruch-Liturgie beten. Praios findet die Schuldigen \u00fcberall. Kann ich von einem Frevel des G\u00f6tterf\u00fcrsten sprechen, wenn mitten in der Nacht die Wolken meines Herrn weggeschoben werden, die Lichter des Fuchses verblassen, Mada sich wegdreht und der G\u00fcldene sein Urteil f\u00e4llt? Nun, als Oberster Herr Alverans hat er jedes Recht dazu, doch eine gewisse Dreistigkeit l\u00e4sst sich nicht leugnen. Nichtsdestotrotz werde ich innerhalb dieser Mauern meine Zunge z\u00fcgeln.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">11. Phex<\/h3>\n<p>Am Tag nach des Mohas Tod war die Stimmung in der Gruppe angespannt. Daran konnte auch die ehrende Anwesenheit seiner Eminenz und Sartassas nichts \u00e4ndern. Obwohl seine Eminenz interessante Neuigkeiten hatte. Mit dem Richtspruch gestern Abend brach der Gro\u00dfinquisitor den vorher verhandelten Vertrag um des Mohas Leben mit Leutnant Stordan. Und scheinbar ist Praios nicht ganz so allm\u00e4chtig, denn der Fuchs vernichtete einen Vertrag zwischen dem Kaiserhaus und der Familie des Gro\u00dfinquisitors. Wir erfuhren zus\u00e4tzlich noch, dass der Moha im Haupttempel vor der Statue des G\u00f6tterf\u00fcrsten vor den Augen seiner Eminenz starb. F\u00fcr einen Wilden sehr ehrenvoll. Wahrscheinlich um uns abzulenken habe wir die letzten beiden Tage au\u00dferhalb der Stadt des Lichts verbracht. Sartassa f\u00fchrte uns in den Reichsforst und brachte uns die Natur n\u00e4her. Was nicht schwer ist, da sie uns allen sehr fern ist. Also mir zumindest die w\u00e4ldliche Natur. Die w\u00e4ssrige ist durchaus mir nah. Nach einer doch ereignisarmen Nacht folgen wir am n\u00e4chsten Morgen der von der Elfe gelegten Spur und ich entdecke sogar ihre Fallen, ohne dass wir in sie hineingeraten. Sartassa ist recht stolz auf uns \u2013 verdienterma\u00dfen wie ich finde. Auf dem R\u00fcckweg nach Gareth erwischen wir zwei Bauern, wie sie einen Hirsch geschossen haben. Eigentlich steht darauf der Tod, aber wir \u2013 die wir demn\u00e4chst Offiziere der KGIA sind \u2013 lassen Gnade vor Recht ergehen. Zu meiner Rechtfertigung will ich festhalten, dass ich mich\u00a0 der Entscheidung des Leutnants lange widersetzt habe, aber ich habe mich dann spontan umentschieden. Wir Drei adligen Gebl\u00fcts entschieden uns schlussendlich den Hirsch selber geschossen zu haben, ich entsch\u00e4digte die beiden Bauern mit einem Dukaten. Der Wald entlie\u00df uns mit einem lachenden Fuchs und es wurde noch besser, da Frau Oberst von Seewiesen, die uns im kaiserlichen Palast empfing, den Hirsch ohne Strafzahlung abnahm. Praios scheint derzeit seine allsehenden Augen nicht auf uns zu richten. Vielleicht stimmt es, dass man am sichersten ist, wenn man sich m\u00f6glichst dicht an der Gefahr aufh\u00e4lt. Da wir erst zu Sonnenuntergang wieder in die Stadt des Lichts zur\u00fcckkehren sollten, besuchte ich nochmals den Tempel des Herrn. Diesmal in Begleitung Lumins. Es war ein bemerkenswerter Besuch, denn er erz\u00e4hlte mir davon, dass er einen Gwen-Pertyl-Stein besitzt. Wie es sich geh\u00f6rt stritten wir \u00fcber die theologische Bedeutung des heiligen Lichts, denn er behauptet, die Steine w\u00e4ren Teile Madas und aus ihr w\u00e4ren die ersten Magier entstanden. Verr\u00fcckt! Aber wir einigten uns darauf, dass unsere Meinungen sich nicht v\u00f6llig widersprachen. Ebenso verr\u00fcckt! Nun sitze ich wieder in meinem noblen Gef\u00e4ngnis und warte auf die n\u00e4chsten Lehrstunden am morgigen Tag. Fast freue ich mich schon auf die Reise nach Greifenfurt, so gefahrvoll sie sein wird. Aber alles ist dann doch besser als diese triste Stadt des Lichts.<\/p>\n<h3>17. Phex<\/h3>\n<p>In den letzten sechs Tagen gab es nur die Ausbildung! Und au\u00dfer den \u00fcblichen Streitereien mit Stordan und skurrilen Diskussionen mit dem Magier ist nichts herausragendes geschehen. Nicht mal die Erkenntnis, dass ich in vielen Dingen unf\u00e4hig bin, \u00fcberraschte mich. Meine \u00dcbungen, den Bart mit der linken Hand zu f\u00fchren, bessern sich, aber es wird wohl noch eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Das einzige, dass ich heute vielleicht wirklich niederschreiben sollte ist die Neuerung, dass ich seit heute Oberst der KGIA bin und jetzt deren Ring trage. Ich hoffe dies ist keine Anstellung auf Lebenszeit.<\/p>\n<h3>19. Phex<\/h3>\n<p>Nach nur zwei Tagen Reise sind wir in Wehrheim angekommen. Eine kleine Stadt ganz im Zeichen des Krieges, was wenig \u00fcberrascht, denn vor ihren Toren beginnt die Finstermark. Es steht zu bef\u00fcrchten, dass die folgenden Reisetage weniger gem\u00fctlich werden. Worauf habe ich mich hier nur eingelassen? Manchmal \u00e4rgere ich mich \u00fcber die Impulsivit\u00e4t meiner Handlungen, aber das habe ich grade nat\u00fcrlich nicht geschrieben.<\/p>\n<h3>21. Phex<\/h3>\n<p>Wir sollten mit unserer Einsch\u00e4tzung recht behalten haben. Die Zeit der gem\u00fctlichen Reise ist vorbei &#8211; oder der Ort, jenachdem. Gestern begegneten wir einer ausgebrannten Ork-Karawane nebenst vielen toten Orks. Die, nun ja, Anbringung der Leichen soll wohl die Handschrift einer S\u00f6ldnertruppe sein. Gut zu wissen, dass wir nicht der einzige Widerstand sind. Die letzte Nacht konnte man \u00fcbrigens auch nicht unbedingt als ruhig bezeichnen. Wobei, die tausenden Geister, die die Schlacht am Orkenwall fortf\u00fchrten, waren ansich nicht laut. Aber das Wissen um ihre Existenz raubte mir den Schlaf. Heute morgen versuchte ich mich an einem Grabsegen, gef\u00fchlt \u00fcber das halbe Mittelreich. Es h\u00e4tte mich zugegeben sehr verwundert, wenn sich mein Herr dazu h\u00e4tte \u00fcberzeugen lassen. Ich f\u00fcrchte irgendein Sturm im Perlenmeer brauchte seine volle Aufmerksamkeit. Wir kamen heute zu einem Bauernhof, der von Orks besetzt wurde, die die Familie des Hausherrn gefangen hielten. Wir entschlossen uns den Hof zu befreien. Die Bauersfamilie machte sich nach dem Tod des letzten Ork auf den Weg nach Wehrheim, w\u00e4hrend wir weiter in die andere Richtung fuhren. Wir rasten am Rande eines W\u00e4ldchens zusammen mit ein paar reisenden Bauern, deren Rad gebrochen war.<\/p>\n<h3>22. Phex<\/h3>\n<p>Was war das f\u00fcr ein Tag? Mitten in der Nacht tauchte ein verletzter Mann in unserem Lager auf. Wie sich herausstellte war er einer dieser &#8211; kreativen &#8211; S\u00f6ldner. Sie hatten auf der anderen Seite des W\u00e4ldchens ein Lager mit weiteren Verletzten eines Scharm\u00fctzels und ersuchten um Hilfe. Stordan, Rontja, Sartassa und eine Bauersfrau gingen mit. Stordan blieb \u00fcber Nacht, um die Anf\u00fchrerin am n\u00e4chsten Morgen zu sprechen. Gegen fr\u00fchen Abend &#8211; am Nachmittag bestatteten wir noch eine niedergemetzelte M\u00fcllersfamilie &#8211; kamen wir in Greifenfurt an und gelangten problemlos in die Stadt. Wir fuhren direkt zu Stordans Kontor. Tja. Und dann eskalierte es etwas. Wie dem auch sei, ich sitze jetzt an einem der sch\u00f6nsten Orte Deres, einem Peraine-Hain direkt UNTER der Stadt.<\/p>\n<h3>23. Phex<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=6604\">&#8230;<\/a><\/p>\n<h3>24. Phex<\/h3>\n<p>Ich habe mich in der Fuchsh\u00f6hle gereinigt und mit gutb\u00fcrgerlicher Kleidung ausgestattet. Lancorian erwartete mich schon und war sehr hilfsbereit. Ich stattete Stordan, dem neune Magistraten der Stadt, einen Besuch ab. Es war etwas k\u00fchl, aber konstruktiv. Zum Schluss ernannte er mich sogar zum neuen Hafenmeister. Eigentlich ein unsinniger Posten derzeit, aber so kann ich mich frei in der Stadt bewegen. Und es passt allemal zu mir. Ich hatte den Auftrag die Grabung auf dem Platz der Sonne zu inspizieren. Es war nichts offensichtliches zu erkennen. Aber ich stimmte mich auf die G\u00f6ttlichkeit des Ortes ein und konnte viele verwirrende Dinge erkennen. Darunter Scraan und das Kind Tairachs in ihrem unendlichen Kampf. Aber viel be\u00e4ngstigender fand ich das Wesen knapp unter der Erde, den Geh\u00e4uteten. Er ist eindeutig kein D\u00e4mon, sonst w\u00e4re er geh\u00f6rnt gewesen. Ich werde weitere Nachforschungen betreiben m\u00fcssen. Mein zweiter Besuch beim Magistraten verlief weniger gut. Wir stritten uns vehement wegen den silbernen Dolchen und ob sie nun geborgen werden sollen oder nicht. Nat\u00fcrlich nicht! Ich stattete dem Rahja-Tempel daraufhin einen heimlichen Besuch ab. Er ist f\u00fcrchterlich gesch\u00e4ndet. Aber ihr Abbild ist bezaubernd wie eh und je und unter ihrem Sockel verbrennt Weihrauch &#8211; ein gutes Zeichen. Mein n\u00e4chster Weg f\u00fchrte mich zum Haus der Kapit\u00e4ne. Ich wollte etwas \u00fcber den Hafen, die dortigen Schiffe &#8211; vor allem die Seem\u00f6we &#8211; und eventuelle Besatzungen erfahren. Ich entwickelte einen Plan und kehrt zum Besprechen von diesem zu Stordan zur\u00fcck. Kaum, dass wir anfingen zu diskutieren empfingen wir eine Vision: die kaiserliche Armee im Anmarsch, die Stadt in Aufruhe, wir alle auf dem Richtblock, Stordans Familie bereits hingerichtet und Charaz-Gatai mit dem Henkersschwert in der Hand, welches auf uns niederf\u00e4hrt.\u00a0Danach passierte soviel zur selben Zeit. Erst brach Stordan zusammen und gesteht, dass er unter einem Zauber Gambas stand.\u00a0Gleichzeitig erschien Sartassa als Vogel im Fenster &#8211; sie hatte Stordans Tochter nach Wehrheim gebracht &#8211; UND dann begann der Magistrat\u00a0 zu brennen. Wir flohen in den Peraine-Hain, wo nach und nach alle Widerstandsk\u00e4mpfer eintreffen. Wir halten Rat &#8211; Stordan sitzt apathisch daneben &#8211; und beschlie\u00dfen ins Licht zur Elfenk\u00f6nigin zu gehen. Ein sehr seltsames Erlebnis. Wir erfahren die ganze Geschichte von Saljet und nebenbei noch, das Sartassa die Elfenprinzessin ist! Als wir wieder in der H\u00f6hle waren, befanden sich Stordan und Rontja &#8211; die schon fr\u00fcher zur\u00fcckgekehrt sind- schon auf dem Weg in die Stadt. Allerdings kehrte kurz darauf Sartassa nur mit Rontja zur\u00fcck. Stordan wurde offensichtlich von den Kindern der Nacht entf\u00fchrt! Wir mobilisieren sofort ein Rettungstrupp und ich weihe noch die Waffen. Wir finden auch deren Unterschlupf und k\u00f6nnen sie, unter Verlusten, alle t\u00f6ten. Doch finden wir auch Stordan nur noch leblos. Er bekommt im Peraine-Hain eine angemessene Bestattung. Irgendwie vermisse ich ihn. Trotzdem muss es weiter gehen und so setzten wir uns alle zusammen und brachten uns auf den neusten Stand. Der beinhaltete leider auch den Tod von Marcian, aber auch die Information, dass Charaz-Gatai weiterhin in zwei Tagen die Stadt verlassen will. Die Planungen f\u00fcr den Aufstand laufen auch Hochtouren. Jetzt grade ist Asleif auf dem Weg zum Henker, Magistraten und Obervampyr, um zu sehen, wie er so tickt. Ich m\u00f6chte ihn lieber fr\u00fcher als sp\u00e4ter tot sehen.<\/p>\n<h3>25. Phex<\/h3>\n<p>Nun, Asleifs Erkenntnisse h\u00e4tten schlechter ausfallen k\u00f6nnen. Aber eindeutig auch besser. Der Henker &#8211; ich kann ihn einfach nicht Magistrat nennen &#8211; l\u00e4sst uns wohl gew\u00e4hren, solange wir ihn in Ruhe lassen. Bleibt uns wohl nichts anderes \u00dcbrig. Ich sch\u00e4tze wir brauchen die Unterst\u00fctzung der halben Stadt des Lichts, um ihn zu vernichten. Geschockter war ich von seinem Angebot, uns zu helfen. Gegen die bescheidene Gegenleistung von hundert Jungfrauen oder so. Es waren sich g\u00f6tterdank alle einig, dass dies nicht passieren wird. Ansonsten planen wir minuti\u00f6s unseren Aufstand. Manchmal erwisch ich mich, wie ich mich langweile. Aber ich kann auch nicht viel dazu beitragen. W\u00e4hrend einer Patrouille entdeckt Arn, diese Herausforderung f\u00fcr die Sinne, im verlassenen Rondra-Tempel merkw\u00fcrdiges. Ein unterirdischer Gang zu einer Kammer, in der ein kristallender Sarg, mit einem kleinen M\u00e4dchen drin, steht. Dieses Kind spricht wohl in Gedanken zu einem. Ich glaube dies ist der Eingang nach Saljet! Ich muss das unbedingt erforschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>19. 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