{"id":4010,"date":"2013-05-17T20:57:17","date_gmt":"2013-05-17T18:57:17","guid":{"rendered":"http:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=4010"},"modified":"2013-07-16T14:17:10","modified_gmt":"2013-07-16T12:17:10","slug":"briefwechsel-mit-aedha-ni-llud-ui-niamad","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/teehausgeschichten.de\/?page_id=4010","title":{"rendered":"Briefwechsel mit Aedha Ni Llud Ui Niamad"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-3025\" title=\"wap_niamad\" alt=\"\" src=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wap_niamad.gif\" width=\"143\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wap_niamad.gif 300w, https:\/\/teehausgeschichten.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wap_niamad-236x300.gif 236w\" sizes=\"auto, (max-width: 143px) 85vw, 143px\" \/><\/p>\n<p>Seid gegr\u00fc\u00dft Mutter,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>leider erst heute merke ich, dass zu viele Tage vergangen sind, seid dem ihr das letzte Mal von mir h\u00f6rtet. Wobei ich nicht wei\u00df, wie viel ihr \u00fcber mich durch andere Quellen erfahren habt, allen voran durch Onkel Thernonlli. Die Worte die gesprochen wurden bei unserer letzten Zusammenkunft, sie schmerzen noch immer, doch heute, da schmerzt es mich mehr, dass ich euch, geliebte Mutter, mit strafte durch mein langes Schweigen. Ich wei\u00df, dass das Leben, das zu f\u00fchren ich mich entschloss, meinem Vater nie wirklich zusagte und dass vorallem nach dem Tod seines geliebten Sohnes, meinem Bruder, er mich gerne als Soldaten s\u00e4he, aber der bin ich nicht. Oder vielleicht doch? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr erfahren haben werdet, dass ich vor einiger Zeit Havena gen Firun verlassen habe. Seid ich Albernia verlie\u00df, kreuzte vieles meinen Weg. Einige Menschen lernte ich sehr zu sch\u00e4tzen, andere weniger. Und ich vermute, ich hoffe gar, wenn mein Vater w\u00fcsste, wie viel Blut an meinen H\u00e4nden klebt und wie vielen Menschen, Freunden, ich das Leben rettete und auch, wie oft ich mich schon in Boron&#8217;s Hallen w\u00e4hnte, er w\u00fcrde anders \u00fcber mich denken. Doch all das, das nicht in einen einfachen Brief passt, ist nicht der Grund f\u00fcr diesen.<\/p>\n<p>Ich habe vor zwei Tagen einen Menschen verloren, den ich geliebt hatte wie zuvor noch niemanden. Orestas war sein Name und er war oberfl\u00e4chlich gesehen mein Leibmagier, doch schon bei unserem ersten Zusammentreffen im herrschaftlichen Hause des Admirals Sanin sp\u00fcrten wir beide Rahjas Atem in unseren Herzen. Er ist nicht mehr bei mir, gestern lie\u00dfen wir ihn sich an den Tisch der Gro\u00dfen Mutter sich setzen. Doch nicht nur einmal, nein gleich zweimal straften mich die G\u00f6tter mit seinem Tod, die genauen Umst\u00e4nde erspare ich dir. Doch wichtig scheint mir f\u00fcr dein Wissen, dass ich bei seinem ersten Tod bereit war mein Leben f\u00fcr das seine zu geben &#8211; erfolglos, wie du siehst.<\/p>\n<p>Desweiteren m\u00f6chte ich dich, und auch die Familie, dar\u00fcber in Kenntnis setzen, dass ich f\u00fcr mich den Traviabund eingegangen bin &#8211; einer der beiden guldenen Ringe steckt an meinem Finger, der zweite in seinem Grab. Nein, kein Priester segnete diesen Bund und auch mein Gatte &#8211; gew\u00f6hn dich bitte an diese Formulierung &#8211; wusste vor seinem Tod nichts von seinem Gl\u00fcck, denn die Ringe fand ich in seinem Nachlass. Mir ist bewusst, dass ihr den Bund nicht akzeptieren werdet. Dies m\u00fcsst ihr auch nicht.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wann und ob wir uns wiedersehen werden Mutter. Zu viele M\u00f6glichkeiten gingen mir in den letzten zwei Tagen durch den Kopf. Ich wei\u00df noch nicht, ob ich weitermache wie bisher, ob ich versuche in einem Tempel der Jungen G\u00f6ttin die Weihe zu erlangen, ob ich zur\u00fcck nach Methumis gehe oder ewig durch die Wildnis streifen m\u00f6chte, sollte ich mich entscheiden, ich werde euch informieren.<\/p>\n<p>Bis dahin gehabt euch wohl geliebte Mutter.<\/p>\n<p>Bermhoin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Geliebte Mutter,<\/p>\n<p>einige Tage und zahlreiche Ereignisse sind vergangen, seit ich den obrigen Brief schrieb. Wenn ich ihn nun lese erkenne ich viele harte Worte. Ich werde euch diesen Brief nicht vorenthalten, doch m\u00f6chte euch darauf hinweisen, dass er im Zustand h\u00f6chster emotionaler Erregung geschrieben wurde. Das, was ich schrieb ist nichtsdestotrotz weiterhin war. Mit Erschrecken merkte ich, wie s\u00fc\u00dflich der Duft des Todes in meiner Nase mir schien, doch dank den f\u00e4higen H\u00e4nder der Heilerin in meiner Reisegruppe blieb mir der Flug in den Klauen des Rabens erspart. Meine derzeitigen Gef\u00fchle verwirren mich, Mutter. Ich versp\u00fcre t\u00e4glich Trauer \u00fcber meinen Verlust, welche dazu f\u00fchrt, dass ich allzuoft keine Vernunft walten lasse und mich in die Gefahr des Todes begebe. Doch gleichzeitig erlebe ich Freude, dadurch, dass ich Menschen helfe, die es bei weitem nicht so gut haben, wie ich. So verbrachte ich mehrere Tage damit die Tochter einer Familie aus den H\u00e4nden eines Kobolds zu befreien. Es wird seltsam klingen, da es bisher nicht unbedingt meine Art war, das gebe ich zu. Doch seit ich hier durch den Norden reise und einmal die wahre Welt erblicke habe ich mich ver\u00e4ndert. Ich mag noch immer das feine Daunenbett dem Schlafsack vorziehen, doch fliehe ich nicht mehr vor der Natur. Ich gedenke nach Beendigung meiner Reise nach Havena zur\u00fcckzukehren und meine Arbeit dort fortzuf\u00fchren. Dabei w\u00fcrde ich mich \u00fcber einer Besuch von euch sehr freuen. Ich \u00fcberlege trotzdem weiterhin Ver\u00e4nderungen in meinem Leben vorzunehmen. Welche das sein werden vermag ich derzeit noch nicht zu sagen.<\/p>\n<p>Wenn ihr plant mir eine Antwort zukommen zu lassen, so sendet diese bitte an die beste Unterkunft in Nostria, dort werde ich mich aufhalten.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche der Familie das Beste und bitte euch alle freundlichst von mir zu gr\u00fc\u00dfen, auch Vater.<\/p>\n<p>In Liebe<\/p>\n<p>Bermhoin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #99cc00;\"><em><span style=\"color: #008000;\">Noch nicht abgesendet &#8211; voraussichtlich aus Winhall | geschrieben am 11.\/16. Firun 1029 BF auf Reisen in Nostria\u00a0 | <em>Empf\u00e4nger:\u00a0Aedha Ni Llud Ui Niamad | Empfangsort: Burg Abagund\/Albernia | Entfernung: ca. ??? Meilen | Versandart: ??? | Gesch\u00e4tzte Sendedauer: ca. ??? Tage<\/em><em> | Gesch\u00e4tztes Empfangdatum: ??? 1029 BF<\/em><\/span><br \/>\n<\/em><em><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seid gegr\u00fc\u00dft Mutter, &nbsp; leider erst heute merke ich, dass zu viele Tage vergangen sind, seid dem ihr das letzte Mal von mir h\u00f6rtet. Wobei ich nicht wei\u00df, wie viel ihr \u00fcber mich durch andere Quellen erfahren habt, allen voran durch Onkel Thernonlli. 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